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Österreich: Milchquotenjahr endet mit Unterlieferung

In Österreich wurden die Milchquoten nicht erfüllt. Die Unterlieferung betragen 34 137 t. In den vergangenen Jahren wurde immer überliefert.

von Alimenta Import

Die Agrarmarkt Austria hat laut dem österreichischen agrarischen Informationszentrum die vorläufigen Ergebnisse für das Ende März abgelaufene Milchquotenjahr 2009/10 veröffentlicht. Österreichs Bauern haben 2 714 626 t Milch an die Molkereien und Käsereien geliefert. Unter Berücksichtigung des gegenüber dem Referenzwert höheren Fettgehaltes seien die Anlieferung um 36 647 t auf 2 751 273 t gestiegen.

Dem stand in Österreich eine nationale Quote für Lieferungen (A-Quote) von 2,785.410 t gegenüber. Daraus ergab sich laut AMA eine saldierte Unterlieferung von 34.137 t. Es kommt damit erstmals seit vielen Jahren zu keiner Überschussabgabe für die Milchlieferanten. Die endgültige Bilanz für das Quotenjahr 2009/10 wird voraussichtlich Ende Juni 2010 publiziert.

In den vergangenen zehn Jahren wurden die nationalen Quoten immer überliefert, die Überschreitungen betrugen zwischen rund 32.900 t im Milchjahr 2008/09 und 100.200 t im Quotenjahr 2000/01. Im vergangenen Jahr mussten die heimischen Überlieferer eine Zusatzabgabe von 9,2 Mio. zahlen. Dass aufgrund der Unterlieferung keine Abgabe anfällt, hängt auch damit zusammen, dass der Fettgehalt der Rohmilch seit April 2009 etwas geringer als im Vorjahr ausfällt und der Fettkorrekturfaktor im Rahmen des Health Checks gekürzt wurde. Zu Beginn des neuen Quotenjahres 2010/11 übertraf die Anlieferung bereits wieder das Vorjahresniveau, und zwar um gut 3%. pd/hps