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Neuenburg – Herz der Käsewelt

In diesem Herbst werden die fast schon traditionellen Swiss Cheese Awards in Neuenburg übergeben. Die Veranstalter erwarten, dass die Jury rund 500 Käseproben zu bewerten haben wird.

von Alimenta Import

Neuenburg heisst die Gastgeberstadt der diesjährigen Verleihung der Swiss Cheese Awards. Dort wird zwischen dem 30. September und dem 3. Oktober eine 100-köpfige Jury, Vertreter der Käsewirtschaft, der Gastronomie, der Presse und der Konsumenten, darüber befinden, welche Käse die besten der Schweiz sind. Ein Drittel von ihnen reist extra aus dem Ausland an.
Wie bei den letzten Austragungen üblich, rechnen die Organisatoren von Fromarte damit, dass zwischen 400 und 500 Käseproben für den Wettkampf gemeldet werden. Geplant ist, sie in 27 Kategorien einzuteilen.

Erstmals mit «Bloderchäs-Suurchäs»
Eine davon soll «Bloderchäs-Suurchäs AOC» heissen. Es wäre eine Premiere für die Ostschweizer Spezialität. Jedoch schreibt das ­Reg­lement vor, dass mindestens fünf Käse ­einer Kategorie am Contest mitmachen müssen, um als Kategorie bewertet werden zu können. Dieser Passus bedroht ebenfalls den «Tessiner Alpkäse», der auch eine eigene Ka­tegorie bilden soll. Bislang hätte dafür niemand sein Interesse angemeldet, heisst es bei Fromarte.
Da die Ausschreibungsunterlagen sowie das Reglement der Swiss Cheese Awards erst in einem Monat an die Käsereien verschickt werden, lässt sich über das Interesse noch keine relevante Prognose abgeben. Anmeldefrist ist der 10. August. Wer sich später anmeldet, bezahlt anstelle der normalen Teilnahmegebühr von 50 Franken neu 75 Franken.
Ob pünktlich oder spät angemeldet – die Käseproben müssen bis zum 23. September bei den Veranstaltern eingetroffen sein.

Diplome und sonstige wichtige Papiere
Neben dem Wettbewerb um die Awards wird in Neuenburg viel Spannendes geboten. Der traditionelle Käsemarkt bildet den Kern des Programms für das Publikum. Spezielle Ver­an­staltungen wie die Übergabe der Diplome für die frisch gebackenen Sommeliers Maîtres fro­magers krönen den Anlass. Der von ­Fromarte entwickelte Ausbildungsgang wird im Herbst zum zweiten Mal abgeschlossen sein. Zu den Höhepunkten gehören aber auch die offizielle Übergabe der geschützten Ursprungsbezeichnung (AOC) an den «Blo­der­chäs-Suurchäs» durch einen Vertreter des Bundesamts für Landwirtschaft und die Aufnahme eines neuen Mitglieds in die ­Confrérie du Gruyère – bisher ein Anlass, der fernab der Öffentlichkeit stattfand.