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Proviande-GV: Erfolg mit Qualität

Proviande, die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, hat die Zeichen der Zeit erkannt und die Weichen richtig gestellt. Dies wurde an der heutigen Generalversammlung 2010 von Proviande erneut bestätigt. Die Aktivitäten standen 2009 und stehen auch weiterhin unter dem Motto «Erfolg mit Qualität». Proviande setzt dabei auf eine Strategie, die sich auf hochstehende Dienstleistungen für die öffentliche Hand und für privatrechtlich organisierte Kunden fokussiert. Sie ist gerüstet, auch künftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

von Foodaktuell Importer



Von links: Verwaltungsrats-Präsident Johannes Heinzelmann, Geroldswil und Proviande-Direktor Heinrich Bucher

Der hohe Qualitätsanspruch von Proviande verlangt ein stetiges Überdenken und Anpassen des Dienstleistungsangebots in einem sich ständig wandelnden Umfeld. Traditionelle Schweizer Qualität und schweizerische Werte sind insbesondere in schwierigen Zeiten wichtig. Zuverlässigkeit, Exaktheit und Kompetenz, aber auch ein gesundes Mass an Kompromissfähigkeit gehören zu den Erfolgsfaktoren der Organisation.

Der Verwaltungsrat vereinigt die einflussreichsten Persönlichkeiten der Schlachtvieh- und Fleischbranche. Dank einer gelebten Dialogbereitschaft können trotz oft schwieriger Sachlage und divergierender Interessen Lösungen gefunden werden, die – wenn ein Entscheid einmal getroffen ist – von der ganzen Branche mitgetragen werden. Die Branche ist sich einig, dass in Anbetracht der sich weiter öffnenden Agrarmärkte eine Bündelung der Kräfte auf einer gemeinsamen Plattform, wie sie Proviande darstellt, unabdingbar ist.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden interne Prozesse optimiert und die zahlreichen Dienstleistungen von Proviande konsolidiert und ausgebaut. Alle Massnahmen zur Absatzförderung von Schweizer Fleisch wurden konsequent auf das neue Erscheinungsbild ausgerichtet, welches den hohen Qualitätsstandard unserer heimischen Fleischprodukte emotional und ansprechend zum Ausdruck bringt. Im Exportmarketing, welches durch den Abbau des Grenzschutzes zunehmend an Bedeutung gewinnt, bildete der erstmalige Auftritt von sechs exportorientierten Unternehmen unter dem gemeinsamen Dach von Schweizer Fleisch an der Anuga Meat in Köln einen Meilenstein.

Mit der Administration des Fonds zur Anschubfinanzierung der schmerzfreien Ferkelkastration sowie der Einsetzung und Leitung der Fachgruppe für tierschutzkonforme Tiertransporte und Schlachtbetriebe wurde die Palette der privatrechtlichen Dienstleistungen für die Branchenpartner ausgebaut.

Im Bereich Klassifizierung und Märkte stand auch 2009 die Erfüllung des Leistungsauftrags des Bundes zur neutralen Qualitätseinstufung von Schlachtvieh und Schlachtkörpern im Mittelpunkt. Diese nimmt eine wichtige Brückenfunktion zwischen Produzenten, Handel und Verwertern ein. Zur Unterstützung der Qualitätsbestrebungen der Branche wurden in diversen Projekten u.a. die Geräteklassifizierung für Rindvieh geprüft, die Schätzformeln zur Bestimmung des Magerfleischanteils (MFA) bei Schweinen überprüft, die Ursachen für verwachsene Unterspälten erforscht und ein umfangreiches Forschungsprojekt zur Destrukturierung von Muskeln beim Kochschinken initiiert und betreut.

Erneuerungswahlen im Verwaltungsrat

Anlässlich der Generalversammlung 2010 sind Liselotte Steffen (Konsumentenforum) und Klaus Künzli (GastroSuisse) als Vertreter der Konsumenten und Grossverbraucher, Andrea Weisstanner (Schweizer Fleisch-Fachverband) als Vertreter der Verwerter und Jacques Monachon (IG öffentliche Märkte) als Vertreter der Produzenten aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten. An ihrer Stelle wurden folgende Personen neu in den Verwaltungsrat gewählt:

Susanne Shtewi, Bern, Konsumentenforum (Vertretung der Konsumenten)

Bertrand Gavin, Chesalles, IG öffentliche Märkte (Vertreter der Produzenten)

Anton Schmutz, Zürich, GastroSuisse (Vertretung der Grossverbraucher)

Jürg Spiess, Berneck, Schweizer Fleisch-Fachverband SFF (Vertreter der Verwerter)

Als Vizepräsident für die statutarische Einjahresperiode wurde Walter Arnold vom Schweizerischen Viehhändler-Verband gewählt.

Konsum 2009: Inlandangebot deckte Nachfrage

Nach jahrelanger positiver Entwicklung versetzte die Wirtschaftskrise dem Fleischkonsum 2009 einen Dämpfer. Der Pro-Kopf-Konsum sank um fast ein Kilo von 53,35 kg auf 52,38 (-1,8%). Damit wurde der in den letzten Jahren beobachtete leichte Anstieg des Gesamtfleischkonsums gebrochen. Als einzige Fleischsorte zulegen konnte das Kalbfleisch. Durchschnittlich ass jeder Konsument 3,23 kg Kalbfleisch. Davon stammten 98,6% aus der Schweiz. Dagegen wurde etwas weniger Rind- und Schweinefleisch verbraucht. Der Geflügelfleischkonsum blieb unverändert. Das gesteigerte Inlandangebot vermochte die Nachfrage am Schweizer Markt ausreichend zu decken, sodass über alle Fleischsorten der Konsumanteil an Schweizer Fleisch stieg. (Mitteilung Proviande)

Kalbfleisch legte im 2009 zu

Proviande über sich selbst:

Proviande ist die zentrale Organisation für sämtliche
Anliegen und Fragen rund um den Schweizer
Schlachtvieh- und Fleischmarkt sowie das
Nahrungsmittel Fleisch.
Unter einem Dach vereint Proviande die Schlachtviehproduzenten;
den Viehhandel; die Verarbeiter
von Schlachtvieh, Fleisch und Schlachtnebenprodukten;
den Detailhandel sowie die Importeure und
die Exporteure von Fleisch und Fleischprodukten.
Proviande bietet damit eine einzigartige Plattform
für alle, die in der Schweiz etwas mit Fleisch zu tun
haben.

Sie ist das nationale Kompetenzzentrum für
Schlachtvieh und Fleisch. Sie fördert die Zusammenarbeit
der Organisationen und vertritt die Branchenanliegen
gegen aussen. Ihr wichtigster Zweck ist die
Förderung einer qualitativ hoch stehenden und
wettbewerbsfähigen Fleischwirtschaft in der
Schweiz.

Proviande im Auftrag des Bundes

• überwacht die öffentlichen Schlachtviehmärkte

• stuft Schlachtvieh und Schlachtkörper
neutral nach Qualität ein

• entlastet bei Bedarf den Fleischmarkt mit
gezielten Marktinterventionen

• schafft Markttransparenz durch wöchentliche
Preisberichterstattung

• stellt Anträge an das Bundesamt für
Landwirtschaft für die Freigabe von
Fleischimportquoten

Proviande als Plattform für
die Marketingkommunikation
«Schweizer Fleisch»

• führt eine neutrale Informationsstelle für
Medien, Konsumenten, Bildungsstellen usw.

• fördert den Absatz von Schweizer Fleisch
im In- und Ausland

• bewirbt die Marke «Schweizer Fleisch»
im In- und Ausland

Kernkompetenzen

• fundierte Branchenerfahrung, breites
Wissen und Kenntnis der Bedürfnisse der
Partner

• ausgleichende Eingriffe in den Schlachtvieh-
und Fleischmarkt zur Wahrung der
Interessen der Branche

• professionelle Absatzförderung und Basiskommunikation
für Schweizer Fleisch im
In- und Ausland

• Dienstleistungen für Partner

Proviande als Branchenorganisation

• vermittelt Know-how und erbringt Dienstleistungen
für ihre Mitglieder

• bietet eine neutrale Plattform für die ganze
Branche

• vertritt die Anliegen der Branche gegenüber
Politik und Amtsstellen

• initiiert und begleitet Forschungsprojekte
zur Qualitätsförderung von Fleisch

Proviande als Dienstleistungsunternehmen

• beobachtet die Versorgung der Absatzmärkte
und das Verbraucherverhalten

• verfügt über die zentralen Daten zum
Fleischmarkt

• verfasst Statistiken und Auswertungen

• erstellt Schlachtviehabrechnungen für
Organisatoren öffentlicher Schlachtviehmärkte

• führt Aus- und Weiterbildungskurse durch

• leitet die Fachgruppe für tierschutzkonforme
Tiertransporte und Schlachtbetriebe

• erbringt nach Bedarf weitere Dienstleistungen
für Partner

(Mitteilung Proviande)