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WEEKENDNEWS 23. Mai 2010

Frauenpower am Creativ Wettbewerb „Tartelettes Phantasia“ 2010 / Bio Suisse-Geschäftsführer geht / Revision des Bundesgesetzes über die technischen Handelshemmnisse / „Café Gourmet“ am Salon Gourmet (Bocuse d’Or Europe) in Genf

von Foodaktuell Importer

Annette Gerber Restaurant Waldheim, Bern war Siegerin am HUG-Creativ Wettbewerb „Tartelettes Phantasia“ 2010

Frauenpower am Creativ Wettbewerb „Tartelettes Phantasia“ 2010.

Wer gewinnt die 10tägige Stage in Florida? Diese Frage wurde letzten Freitag in der randvollen
Richemont-Fachschule geklärt. Frauenpower und ein Gilde-Restaurant waren die Merkmale der 7.
Ausgabe. Die Jury, unter der Leitung von Chrüter Oski, hatte einen schweren Stand.
Der Preis des 7. Creativ Wettbewerbs ist einmalig. Beide Gewinner der Kategorien „Ausgebildete“
und „Lernende“ dürfen für 10 Tage eine Stage beim Zuckerkönig Ewald Notter in Orlando/Florida
machen. Dieses Erlebnis wollten sich knapp 50 RezepteinsenderInnen nicht entgehen lassen. Für
den Final durfte die Jury die 10 Besten auswählen. Sie machten es uns nicht einfach, meinte
„Chrüter Oski“ stellvertretend für die ganze Jury. Nur wenige Punkte entschieden zwischen Sieg
und Ehrenplatz.

Seit letztem Jahr werden die besten Vorspeisen- und Dessertteller auch einzeln beurteilt. Bei den
„Lernenden“ gewann in der Kategorie Vorspeiseteller der Vorjahres-Gesamtsieger Martin Kathriner
von der Cantina Caverna, Lungern. Beim Dessertteller war es Daniele Cetrangelo von der Swiss Re.
Die Kategorien-Sieger bei den „Ausgebildeten“ waren beim Vorspeiseteller Marcel Müller vom
Kessler’s Kulm Hotel, Davos Wolfgang. Beim Dessert war es Ariane Wirth von der Confiserie
Monnier in Murten. Für diese Kategoriensieger gab es je einen Reise-Gutschein von Railaway.
Nun stieg die Spannung ins Unermessliche.

Mit Impressionen aus Florida mit den schönen
Landschaften, Vergnügungspärke und Notter-Kreationen konnten alle TeilnehmerInnen von
Hauptgewinn träumen. Bei den „Ausgebildeten“ wurde der Traum für Annette Gerber vom
Restaurant Waldheim in Bern wahr. Sie war überglücklich, hatte sie doch vor zwei Jahren beim
gleichen Wettbewerb den undankbaren 2. Rang erreicht. Dieses Jahr verwies die Köchin die
Confiseurin Ariane Wirth auf den 2. Platz. Totaler Frauenpower bei den Ausgebildeten und die 2.
Plazierte kündigte schon an, dass Sie in zwei Jahren wieder antreten wird und so Annette Gerber
kopieren möchte.

Bei den Lernenden darf Patrick Wietlisbach vom Landhotel Hirschen nach Florida reisen. Ein
riesiger Erfolg für ihn persönlich und auch für den Gildebetrieb. Gleich 3 Personen haben vom
Landhotel beim Wettbewerb teilgenommen und der einzige Finalist hat gleich zugeschlagen. Mit
einem Lächeln meinte er, dass er auf die Florida-Reise wartet, bis er 21 Jahre ist. Knapp nicht
gereicht hat es für Cyril Diriwächter vom Restaurant Matisse in Basel. Er hat aber nächstes Jahr
nochmals eine Chance, wenn er im 3. Lehrjahr ist.

Bewegt durch die Kreativität und den Einsatz der TeilnehmerInnnen holte Jury-Präsident Oskar
Marti zu einer feurigen Ansprache aus. Er zog Parallelen zwischen den gesellschaftlichen
Entwicklung und der Gastronomie. Im Alltag verliert der Mittelstand immer mehr an Boden und
die Kluft zwischen Arm und Reich wird grösser. Genau gleich sieht er es bei den Gastronomen. Die
Finalisten waren im übertragenen Sinn die „Reichen“ und er erhofft sich, dass sie einen Ansporn
für alle anderen sind, damit die Schweizer Gastroszene weiterhin top bleibt.

Andreas Hug, Geschäftsleiter HUG AG fügte an, dass die Gastronomen keinen Job haben, sondern
einen Beruf respektive eine Berufung. Das schöne an dieser Berufung sei, dass sie auf der ganzen
Welt eingesetzt werden kann und wünscht sich, dass junge Berufsleute entsprechende Erfahrungen
sammeln gehen.
Der Creativ Wettbewerb „Tartelettes Phantasia“ hat einmal mehr gezeigt, dass Schweizer Köche,
Pâtissiers, Konditoren und Confiseure in hohem Masse kreativ sind und ihr Können präsentieren
möchten. Dies ist ein Versprechen für die Zukunft. HUG freut sich jetzt schon auf die 8. Ausgabe
im 2011.

Rangliste Ausgebildete

1. Rang Annette Gerber Restaurant Waldheim, Bern

2. Rang Ariane Wirth Confiserie Monnier, Murten

3. Rang Rolf Schöpfer Park-Hotel am Rhein AG, Rheinfelden

Rangliste Lernende

1. Rang Patrick Wietlisbach Landhotel Hirschen, Erlinsbach, 3. Lehrjahr

2. Rang Cyril Diriwächter Restaurant Matisse, Basel, 2. Lehrjahr

3. Rang Martin Kathriner Cantina Caverna, Lungern, 3. Lehrjahr

HUG fördert mit dem Creativ Wettbewerb „Tartelettes Phantasia“ das innovative Potenzial von
Köchen, Pâtissiers, Konditoren und Confiseuren gemeinsam mit der Gilde etablierter Schweizer
Gastronomen, CC Angehrn, Scana Lebensmittel AG, der Richemont Fachschule und dem
Medienpartner Salz & Pfeffer. Die Wettbewerb-Teilnehmer hatten die Aufgabe einen Vorspeise-
Teller und einen Dessert-Teller zu kreieren. Die Siegerrezepte sind demnächst auf www.hug-rezepte.ch abrufbar. */* HUG AG 19. Mai 2010

Ulrico Feitknecht ist neuer Suisseporcs-Präsident

19.05.2010 – (lid) – Der Tessiner Ulrico Feitknecht präsidiert neu den Schweineproduzentenverband. Er ersetzt den nach sieben Jahren abtretenden Peter Hofer. Die Wahl des 57-jährigen Agronomen verlief an der Delegiertenversammlung vom 19. Mai in Rheinfelden einstimmig. Feitknecht betreibt in Cotone einen Bauernbetrieb, wo er nebst der Schweinehaltung auch Milchwirtschaft und Ackerbau betreibt. Der ehemalige Tessiner Kantonsrat ist ein umtriebiger und vernetzter Unternehmer: Er ist Verwaltungsratspräsident des Tessiner Milchverarbeiters LATI SA, im Vorstand der Schweizer Milchproduzenten und Mitglied der Beratenden Kommission Landwirtschaft des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements.

Wie Suisseporcs-Geschäftsführer Felix Grob ausführte, entwickelten sich die Preise 2009 weniger erfreulich als im Jahr zuvor. Er sprach denn auch von einem „mittelmässig guten Jahr“. Der Bestand an Schweinen sei um 1,4 Prozent gestiegen und dank der höheren Produktion sei der Eigenversorgungsgrad auf 93,7 Prozent gestiegen. Rückläufig ist hingegen der Mitgliederbestand: Um rund 5 Prozent hat sich dieser 2009 gegenüber dem Vorjahr verringert. Verantwortlich dafür sind, so Grob, Betriebsschliessungen wie auch die Unzufriedenheit einiger Schweinehalter mit der Haltung des Verbandes zu einem Agrarfreihandel mit der EU. Suisseporcs will sich den Diskussionen um eine Marktöffnung nicht ganz verschliessen, sondern vertritt eine Position des „Ja, aber…“.

Bio Suisse-Geschäftsführer geht

Stefan Flückiger, der Geschäftsführer von Bio Suisse, verlässt seinen Posten. Der Grund dafür seien unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung und deren Umsetzung, heisst es in einer Medienmitteilung. Dabei gehe es um verschiedene Themen auf verschiedenen Ebenen, sagte Bio Suisse-Sprecherin Jacqueline Forster-Zigerli gegenüber dem LID. Das Projekt Bio-Offensive, mit dem der Verband mehr Bauern für den Biolandbau gewinnen will, und das von Flückiger wesentlich mitinitiiert worden sei, sei von dem Abgang nicht betroffen. Der ehemalige Migros-Kadermann Flückiger hatte die Bio Suisse-Geschäftsstelle erst vor knapp einem Jahr übernommen. Die stellvertretende Geschäftsführerin Doris Schwarzenbach übernimmt die interimistische Leitung von Bio Suisse. */* Lid 19. Mai 2010

Revision des Bundesgesetzes über die technischen Handelshemmnisse (THG): Inkrafttreten per 1. Juli 2010

Der Bundesrat hat am 19. Mai 2010 beschlossen, die Revision des Bundesgesetzes über die technischen Handelshemmnisse (THG) auf den 1. Juli 2010 in Kraft zu setzen. Gleichzeitig hat er dazu eine Vollzugsverordnung verabschiedet. Sie wird zusammen mit dem revidierten THG in Kraft treten.

Mit der Revision des THG wird das sogenannte “Cassis de Dijon-Prinzip” autonom eingeführt. Demnach können Produkte, die in der EU bzw. im EWR rechtmässig in Verkehr sind, grundsätzlich auch in der Schweiz ohne vorgängige zusätzliche Kontrollen frei zirkulieren. Ausnahmen sind nur zum Schutz überwiegender öffentlicher Interessen möglich. Die in der Vollzugsverordnung festgelegten Ausnahmen stützen sich auf den Bundesratsbeschluss vom 31. Oktober 2007.

Ferner hat der Bundesrat zusätzliche Ausnahmen bezüglich der Deklaration von Kaninchenfleisch, das mit in der Schweiz verbotenen Tierhaltungssystemen produziert wurde und bezüglich der Energieeffizienz gewisser Elektrogeräte (Kühl- und Gefriergeräte, Tumbler, kombinierte Wasch-Trocken-Automaten, Backöfen, Set-Top-Boxen und elektrische Normmotoren) beschlossen. Mit dem “Cassis de Dijon-Prinzip” werden die bisherigen Möglichkeiten zum Abbau technischer Handelshemmnisse gegenüber der EU (autonome Anpassung der schweizerischen Produktevorschriften an diejenigen der EU und staatsvertragliche Vereinbarungen) durch ein drittes Instrument erweitert.

Für Lebensmittel ist eine Sonderregelung zur Anwendung des “Cassis de Dijon-Prinzips” vorgesehen. Lebensmittel, welche die schweizerischen Produktevorschriften nicht erfüllen, aber stattdessen jene der EU oder eines EU-/EWR-Mitgliedstaates und dort rechtmässig in Verkehr sind, können auch in der Schweiz in Verkehr gebracht werden. Sie brauchen dafür aber beim Erstimport eine Bewilligung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Diese wird in Form einer Allgemeinverfügung erteilt und gilt für gleichartige Lebensmittel. Die Verordnung regelt die Einzelheiten des Bewilligungsverfahrens.

Unter das “Cassis de Dijon-Prinzip” fallen beispielsweise Lebensmittel, Kosmetika, Textilien und Velos. Die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der THG-Revision wurden im Rahmen einer Regulierungsfolgeabschätzung prognostiziert. Vorsichtige Schätzungen der Auswirkungen der THG-Revision auf die Preisentwicklung zeigen, dass diese zu jährlichen Einsparungen auf den Importen aus der EU in Milliardenhöhe führen dürften. Nach dem Inkrafttreten der THG-Revision werden die Auswirkungen dieser Revision auf die Preisentwicklungen anhand der allgemeinen Preisstatistik und gezielter Erhebungen über mehrere Jahre hinweg beobachtet und evaluiert. */* Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement, Internet: http://www.evd.admin.ch 19. Mai 2010

Coop führt als erste Detailhändlerin Bio und Fairtrade-zertifizierte Gewürze ein

Coop führt neu als erste Detailhändlerin der Schweiz schwarzen und weissen Pfeffer aus Sri Lanka, der sowohl das Naturaplan-Label als auch das Max Havelaar-Siegel trägt. Bio, Fairtrade und erstklassige Qualität sind in diesen unentbehrlichen Gewürz-Klassikern konsequent vereint.

Besonders frisch und pfeffrig schmeckt der neue Bio-Pfeffer von Coop, der zugleich auch das Max Havelaar-Label trägt. So bereitet er nicht nur europäischen Geniesserinnen und Geniesser überraschende Geschmackserlebnisse, sondern verhilft über 1’800 Farmerinnen und Farmern und ihren Familien im fernen Sri Lanka zu einem besseren Leben. Die Mitglieder der Kooperative SOFA (Small Organic Farmers’ Association) profitieren dank Max Havelaar von einem garantierten Mindestpreis für ihre Gewürze. Zusätzlich erhalten die Produzenten eine Fairtrade-Prämie. Diese Gelder fliessen in einen separaten Fonds, über dessen Verwendung die Mitglieder zur Verbesserung ihrer Lebensumstände gemeinsam bestimmen können. */* Coop 19. Mai 2010

EVENTTIPP

„Café Gourmet“ am Salon Gourmet (Bocuse d’Or Europe) in Genf

Wenn sich die Spitzenköche aus 20 Nationen in Genf zur Ausscheidung zum Bocuse d’Or 2011 treffen, so kommt einem unweigerlich die Aussage eines bekannten Schweizer Gastronomen in den Sinn: „eine exzellente Mahlzeit muss auch mit einem exzellenten Kaffee vollendet werden“. Die SCAE Schweiz und Frankreich (Speciality Coffee Association of Europe) wurden deshalb eingeladen am Salon den Köchen, Fan Delegationen aus allen Ländern und den Besuchern der Ausstellung Kaffeekunst näher zu bringen.

Im Bereich „Café Gourmet“ werden vom 6. bis 8. Juni professionelle Baristi in interessanten Wettbewerben und Demonstrationen ihr Können zeigen und dem Publikum für Beratung und praktische Hilfeleistung zur Verfügung stehen. Das Programm sieht wie folgt aus:

Sonntag 6. Juni:

09.30h-10.30h Demonstration „traditionelles Rösten“

10.30h-12.30h Wettbewerb der besten Latte Art Künstler

13.30h-15.30h Wettbewerb der besten Coffee in Good Spirits Künstler

15.30h-17.00h Cup Tasting für Publikum

Montag 7. Juni:

09.30h-10.30h Demonstration „traditionelles Rösten“

10.30h-12.30h Wettbewerb Cup Tasting ”Best of Gourmet 2010“ mit internationaler Beteiligung

16.30h-18.00h Meister Baristas kreieren neue Kaffeegetränke

Dienstag 8. Juni

10.30h-12.30h Wettbewerb der Baristi (Programm der WBC Weltmeisterschaft)
Mit den Spitzen Baristi aus Frankreich und der Schweiz
(Bester Barista der Gourmet 2010)

15.30h-18.03h Meister Baristas zeigen die Kunst des perfekten Cappuccinos
Zusammen mit interessierten Besuchern.

Die SCAE Schweiz hat über 100 aktive Mitglieder und betreibt Aus- und Weiterbildung auf dem Sektor Spezialitätenkaffee. Sie führt jährlich Meisterschaften durch. Die Sieger nehmen an den Weltmeisterschaften mit über 50 Nationen teil; dieses Jahr vom 23. bis 25. Juni in London. Es werden über 10’000 Besucher erwartet. Mehr auf www.swissscae.ch und www.scae.com.