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KURZNEWS 8. Juni 2010

Coop verbilligt Importprodukte / Geräte für Rindfleischklassifizierung / Migros ist die stärkste Marke der Schweiz / Cremo steigerte 2009 Gewinn und Umsatz / Standortnachteil für Schweizer Tierzucht ohne ETH Agronomen

von Foodaktuell Importer

Tiefer Euro: Coop verbilligt Importprodukte

07.06.2010 – (lid) – Grossverteiler Coop senkt bei einer Reihe von importierten Produkten aufgrund des tiefen Euro-Kurses die Preise. Günstiger werden beispielsweise Grana Padano-Käse, Olivenöl, Teigwaren und Bio-Zitronen aus Italien, Weichkäse und Melonen aus Frankreich, Schinken, Aprikosen und Nektarinen aus Spanien oder Spargeln und Bier aus Deutschland. Trotz teilweiser starker Widerstände bei den Lieferanten habe Coop tiefere Preise ausgehandelt, heisst es in einer Medienmitteilung.

Proviande verzichtet auf Geräte für Rindfleischklassifizierung

Proviande, 4. Juni 2010 – Im Rahmen des Leistungsauftrages des Bundes erfüllt Proviande unter anderem die Aufgabe der neutralen Qualitätseinstufung von Schlachtkörpern der Rindergattung in den Schlachtbetrieben mit mehr als 1200 Schlachteinheiten. Im Gegensatz zur Qualitätseinstufung bei den Schweinen, wo heute rund drei Viertel aller Schlachtkörper vollautomatisch klassifiziert werden, erfolgt die Qualitätseinstufung bei Tieren der Rindergattung nach der visuellen CH-TAX-Methode. Zur künftigen Unterstützung des Klassifizierungspersonals prüfte Proviande den Einsatz von Geräten auf Basis der Videobildanalyse und führte mit dem bereits in mehreren europäischen Ländern erfolgreich eingesetzten Gerät MAC S im Schlachtbetrieb Marmy SA in Estavayer-le-Lac entsprechende Praxisversuche durch.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Dr. Markus Schneeberger von der ETH Zürich abgewickelt. Nachdem das Testgerät nach CH-TAX-Bedingungen kalibriert worden war, wurden in einer ersten Testreihe mit einer repräsentativen Stichprobe von Schlachtkörpern die Resultate von MAC S mit jenen der unabhängigen Klassifizierung durch drei Experten verglichen. Die Resultate erfüllten die gestellten Anforderungen jedoch nicht durchgehend. In Absprache mit der Herstellerfirma wurde deshalb eine zweite Validierung mit rund 1400 Schlachtkörpern durchgeführt. Die Resultate wichen jedoch diesmal noch stärker von der konventionellen Klassifizierung ab. Die Differenzen waren insbesondere bei den Fettklassen deutlich, aber auch bei der Fleischigkeit entsprach die Übereinstimmung nicht den Vorgaben.

Die Technik der Bildvideoanalyse scheint für die Qualitätseinstufung und für die Unterscheidung von Fett und Muskelfleisch insbesondere bei den heterogenen Schlachtkörpern der Rindergattung noch zu wenig ausgereift zu sein. Die visuelle Methode des Klassifizierungspersonals bleibt somit das optimale Instrument für eine neutrale Qualitätseinstufung. Proviande beantragt deshalb beim Bundesamt für Landwirtschaft, auf den Einsatz solcher Geräte zu verzichten. Die Entwicklung der Geräteklassifizierung wird jedoch intensiv weiterverfolgt, und zu einem späteren Zeitpunkt könnte durchaus ein weiterer Versuch durchgeführt werden.

Migros ist die stärkste Marke der Schweiz

MGB 2.6.2010 – Bereits in den vergangenen Jahren wurde die Migros bei dieser Studie unter den 20 besten Marken in der Schweiz geführt. 2009 belegte sie den 3. Rang, neu steht die Migros ganz oben auf dem 1. Platz. Dieser Spitzenwert ist für die Migros ein deutlicher Beweis dafür, dass die Kunden offensichtlich mit ihr zufrieden sind. Wie aus der Markenstudie hervorgeht, legen die Befragten wieder vermehrt Wert auf Schweizerisches und Traditionelles, was sich in der guten Platzierung von weiteren bekannten Schweizer Marken zeigt.

Für Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB), spielt das soziale, ökologische und kulturelle Engagement der Migros bei der Bewertung eine zentrale Rolle. „Die Konsumenten sind zunehmend kritisch und möchten genau wissen, unter welchen Umständen ein Produkt hergestellt und verkauft wird. Sie wissen, dass sie in der Migros mit gutem Gewissen einkaufen können“, erklärt Herbert Bolliger. Entscheidend sind aber auch das gute Preis-Leistungsverhältnis der Migros, die qualitativ hochstehenden Produkte, die grosse Auswahl und die Frische. Swissness und Tradition sind ebenfalls Werte, die die Migros besonders durch ihre Eigenmarken wie beispielsweise „Heidi“ oder mit Labels wie „Aus der Region. Für die Region“ und Terrasuisse pflegt und hoch hält.

„Dieser erste Platz und alle anderen Auszeichnungen von Kunden und Fachleuten, welche die Migros bis jetzt erhalten hat, wie auch die guten wirtschaftlichen Zahlen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Herbert Bolliger. „Sie spornen uns aber auch an, jeden Tag noch besser zu werden“, verspricht er.
Dass sich auch die Marke M-Budget neben Coca-Cola, Toblerone und Ovomaltine weiterhin unter den 20 stärksten Marken der Schweiz befindet, spricht für die Qualität und grosse Beliebtheit dieser Produkte.

Cremo steigerte 2009 Gewinn und Umsatz

02.06.2010 – (lid) – Trotz schwierigem Geschäftsjahr konnte sich der Freiburger Milchverarbeiter Cremo 2009 nochmals steigern. Sorgen bereitet die Überproduktion.
Cremo erzielte 2009 einen Umsatz von 539 Millionen Franken, 16 Millionen mehr als im Vorjahr. Der Gewinn stieg von 4,6 Millionen auf 5,2 Millionen Franken. Zu schaffen machte dem Milchverarbeiter vor allem das Preisgefälle zwischen In- und Ausland, wie die Nachrichtenagentur SDA am 2. Juni mitteilt. Belastend wirkte aber auch die Überproduktion: Eine solche Menge Milch, wie sie Cremo 2009 angeliefert bekommen habe, könne das Unternehmen wirtschaftlich nicht länger akzeptieren. Zukünftig strebe Cremo konkurrenzfähige und rentable Bedingungen an. Cremo verarbeitete 2009 über 15 Prozent mehr Milch (+ 70 Millionen Kilo) als im Vorjahr. Die Kosten nahmen um 5.6 Prozent zu.

Standortnachteil für Schweizer Tierzucht ohne ETH Agronomen

Schweizerische Vereinigung für Tierproduktion, 2. Juni 2010 – Über Generationen hinweg hat die ETH Zürich Ingenieur-Agronomen ausgebildet. Diese Fachleute sind in vielen landwirtschaftlichen Organisationen in Führungspositionen tätig und spielen eine zentrale Rolle in der Ausbildung und Beratung der Landwirte. Die ETH Zürich hat kürzlich beschlossen, das Departement Agrar- und Lebensmittelwissenschaften aufzulösen und die beiden Bereiche auf neue Departemente zu verteilen.

Die Agronomie, konkret das Institut für Pflanzen-, Tier- und Agrarökosystemwissenschaften, soll dem neuen Departement Umwelt und natürliche Ressourcen angegliedert werden. Die Schweiz. Vereinigung für Tierproduktion befürchtet, dass dadurch die agronomischen Fächer an Bedeutung verlieren werden. Es ist wichtig, dass auch in Zukunft eine hochstehende Ausbildung und Forschung in den agronomischen Kernfächern aufrecht erhalten wird.

Bereits heute ist durch die Nichtbesetzung der zwei früheren Tierzuchtprofessuren Künzi/Stranzinger eine Lücke entstanden. Im Vergleich zu beispielsweise unseren Nachbarländern ist der schweizerischen Tierzuchtbranche dadurch ein Standortnachteil erwachsen. Qualifizierte Nachwuchskräfte fehlen je länger je mehr und ganze Forschungsgebiete – wie die strategisch wichtige genomische Selektion – werden im Inland nicht mehr abgedeckt.

Die Neuorganisation des Studienganges Agronomie an der ETH ist entschieden und wird kaum rückgängig gemacht werden. Die Schweiz. Vereinigung für Tierproduktion wird aber sehr aufmerksam verfolgen, was mit den heutigen Professuren im Bereich Agronomie in Zukunft geschieht. Wir fordern, dass diese auch bei Vakanzen wieder besetzt werden und im Dienste der schweizerischen Landwirtschaft Ausbildung und Forschung betreiben. Es darf nicht sein, dass die Schwerpunkte an den Bedürfnissen unserer Landwirtschaft vorbei gesetzt werden!

Sensationeller Erfolg für „Capricorn“-Brot

Alpinavera 1.6.2010 – Kurz vor Weihnachten 2009 hat alpinavera zusammen mit dem Bäckermeisterverband das
„Capricorn“ Brot in elf Bündner Backstuben gebracht. Seither haben die Bäcker rund 16’000
„Capricorn-Brote“ verkauft. Das ist ein sensationeller Erfolg für das Bündner Spezialitäten-Brot!
Das „Capricorn“- Brot wiegt 380 Gramm und zeichnet sich durch die Form des Steinbockhorns aus,
die mit einem Designschutz hinterlegt ist. Das Besondere an den Zutaten ist, dass diese aus dem
Bündner Berggebiet stammen. Die Bäcker können die Mehlmischung direkt bei Gran Alpin
beziehen. Neben der Mehlmischung werden ebenfalls spezielle Brotsäcke und bedruckte
Brotoblaten mitgeliefert. Die „Capricorn“- Bäcker haben die Erfahrung gemacht, dass die Form des
Brotes besonderen Anklang bei den Gästen, aber auch bei den Einheimischen findet.

Das Brot wird
als Spezialbrot immer wieder gerne gekauft und dient als Ergänzung zum Alltagsbrot.
Da die Einführungsphase so erfolgreich verlaufen ist, haben sich der Bäckermeisterverband und
alpinavera entschlossen, noch einmal allen Bäckern die Chance zu geben, „Capricorn“-Bäcker zu
werden. Zu Beginn der Sommersaison werden die bewährten und die neuen „Capricorn“-Bäcker
wieder den Gästen präsentiert.

Capricorn-Bäcker:
Bäckerei-Konditorei Baselgia, Mario Baselgia, Lenz
Bäckerei-Conditorei Köfler, Andeer (Sommerbetrieb)
Bühler’s Zuckerbäckerei am Obertor, Arthur Bühler, Chur
Bäckerei-Konditorei Caduff, Hubert Caduff, Ilanz
Bäckerei-Konditorei-Café, Peter-Anton Casparin, Savognin
Bäckerei Cadisch, Jürg Fasser-Cadisch, Bergün
Bäckerei-Konditorei-Café Signer, Peter Signer, Zizers
Bäckerei-Konditorei Gwerder, Franz Gwerder, Chur
Bäckerei Café Preisig, Hans-Peter Preisig, Bergün
Marcel Schmid GmbH, Reto Schmid, Sedrun
Bäckerei Konditorei-Bad, Peter Allenspach, St. Moritz

Barry Callebaut weiht erste Schokoladenfabrik in Südamerika ein.

Barry Callebaut 27. Mai 2010 – Barry Callebaut AG, der weltweit führende Hersteller von qualitativ hochwertigen Kakao- und Schokoladenprodukten, eröffnete heute seine erste Schokoladenfabrik in Südamerika im brasilianischen Extrema, Minas Gerais, in der Nähe von São Paulo. Damit hat Barry Callebaut einen weiteren Meilenstein bei der Umsetzung der Strategie erreicht, die geografische Präsenz in Schwellenmärkten mit überdurchschnittlichen Wachstumschancen selektiv auszubauen.

Dazu Jürgen Steinemann, CEO von Barry Callebaut: «Brasilien ist der fünftgrösste Staat der Welt mit über 190 Millionen Einwohnern. Nach den jüngsten wirtschaftlichen Turbulenzen hat das Land seine Wachstumsdynamik deutlich schneller wiedererlangt als die meisten anderen Volkswirtschaften. Die brasilianische Regierung und der Internationale Währungsfonds (IWF) erwarten für 2010 ausserdem ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von bis zu 6%.

Vor diesem Hintergrund und basierend auf einem prognostizierten jährlichen Volumenwachstum für den lateinamerikanischen Schokoladenmarkt von über 3% in den nächsten drei Jahren [Quelle: Euromonitor International] sehen wir ein enormes Marktpotenzial – nicht nur in Brasilien, sondern in der gesamten Region. 75% des brasilianischen BIP werden in einem Radius von 500 Kilometern von Extrema erwirtschaftet. Mit unserer bestehenden Kakaofabrik in Ilhéus, Bahia, und der neuen Schokoladenfabrik in Extrema sorgen wir für Nähe zu unseren lokalen Kunden. Gleichzeitig sind wir damit gut positioniert, um uns auch als führender Anbieter von Schokolade für die schnell wachsende Food-Service-Branche in Brasilien zu etablieren.»

Barry Callebaut ist seit 1999 mit einer Kakaofabrik in Ilhéus, Bahia, präsent und beschäftigt in Brasilien über 300 Mitarbeitende. Mittlerweile betreibt das Unternehmen neun Kakao- und Schokoladenfabriken auf dem amerikanischen Kontinent.

Die neue Schokoladenfabrik in Extrema erfüllt die höchsten Standards in Bezug auf Qualität und Nahrungsmittelsicherheit. Sie hat eine jährliche Produktionskapazität von rund 20,000 Tonnen, die basierend auf der gleichen Infrastruktur verdoppelt werden kann. Die Investitionen beliefen sich auf rund USD 15 Mio. (BRL 28 Mio. / CHF 18 Mio.). Mit der Aufnahme der Schokoladenproduktion in Extrema schafft das Unternehmen 70 neue Stellen. Diese Zahl kann deutlich steigen, wenn – abhängig von der Marktentwicklung – weitere Produktionslinien in Betrieb genommen werden.

Die neue Fabrik wird qualitativ hochwertige Milch-, dunkle und weisse Schokoladen sowie Schokoladenmischungen für gewerbliche und industrielle Kunden herstellen, aber keine Verbraucherprodukte. Die Kapazitätsauslastung dürfte rasch ansteigen. 80% der Produktion ist für die schnell wachsende Food-Service-Branche bestimmt, die das wichtigste Zielkundensegment bildet. Dazu gehören unter anderem Restaurants, Schnellimbisse, Bäckereien, Patisserien, In-Store-Bäckereien, Caterer, Hotels, Chocolatiers, Krankenhausküchen und Schulkantinen.

TODESANZEIGE

Traurig und mit grosser Dankbarkeit müssen wir Abschied nehmen von

Peter A. Schlatter


8. Juni 1948 bis 6. Juni 2010
Verwaltungsratspräsident ABZ Spiez seit April 2008
Direktor ABZ Spiez bis Ende 2007
Ehrenmitglied SFF

Nach langer und mit grosser Würde getragener Krankheit ist unser geschätzter Peter Schlatter am
vergangenen Sonntag von seinen Beschwerden erlöst worden.
Peter Schlatter hat sich mit aussergewöhnlichem Engagement für die Weiterentwicklung des
Ausbildungszentrums für die Fleischwirtschaft, ABZ Spiez eingesetzt. In verschiedensten
Funktionen half er äusserst erfolgreich mit, die Aufgaben in der Schweizer Fleischwirtschaft
erfolgreich zu gestalten. Seine immensen Verdienste zugunsten unserer Branche lassen sich
schlichtwegs nicht in Worte fassen. Wir bedanken uns in aller Stille und grosser Hochachtung bei
Peter Schlatter für alles, was er geleistet hat.
Mit Peter Schlatter verlieren wir einen Menschen, den wir stets geschätzt haben und in bester
Erinnerung behalten werden. Seinen Angehörigen entbieten wir unser allerherzlichstes Beileid und
wünschen ihnen in dieser schweren Zeit viel Mut, Trost und Kraft.

Schweizer Fleisch-Fachverband Ausbildungszentrum für die Schweizer
Fleischwirtschaft
Ständerat Rolf Büttiker, Präsident Peter Kofmel, Vizepräsident Verwaltungsrat
Ruedi Hadorn, Direktor Sepp Zahner, Direktor
Mitglieder und Mitarbeitende Mitarbeitende
Die Abdankungsfeier findet am Freitag, 11. Juni 2010 um 14h00 in der reformierten Kirche
Jegenstorf (BE) statt.