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Erfahrungen eines Kandidaten

Rolf Weber hat zuerst Koch gelernt, dann Bäcker-Konditor. Im Rahmen des Qualifikationsverfahrens hat er beide Prüfungen abgelegt und kann sie bestens miteinander vergleichen

von Alimenta Import

Richemont bildet Lernende in den Berufen Bäcker/-in-Konditor/ -in, Konditor/-in-Confiseur/-in, Koch/Köchin und Mediamatiker/-in aus, wovon 2010 drei Lernende ihre Ausbildung mit dem Qualifikationsverfahren (QV) abschliessen.
Einer von ihnen ist Rolf Weber aus Davos. Er hat nach der erfolgreichen beruflichen Grundbildung als Koch 2008 die Zusatzausbildung als Bäcker-Konditor an der Richemont Fachschule gestartet. Nach einer intensiven zweijährigen Vorbereitung hat er am
6. und 7. April 2010 das praktische QV absolviert. Seine Eindrücke.

Worin unterscheiden sich die praktischen Prüfungstage von Koch und von Bäcker-Konditor?

Das QV der Köche war für mich etwas stressiger und hektischer, zudem konnte ich mich nicht sehr gut auf diesen einen Tag vorbereiten. Wir alle wurden am Morgen ins kalte Wasser geworfen, als wir ein Menü ziehen und dieses kochen mussten. Mit dem Los hatte ich Glück. Das Menü beinhaltete Speisen, die ich schon mehrmals gekocht hatte. Es hätte auch anders kommen können.
Auf das QV der Bäcker-Konditoren konnte ich mich viel besser vorbereiten. Es nahm jedoch auch mehr Zeit in Anspruch. Die Produkte können frei gewählt werden, das hat mir sehr gut gefallen.

Wie lief die Vorbereitung auf die praktische ­Prüfung?
Da meine Ausbildung nur zwei Jahre dauer­te, musste ich mir sehr früh Gedanken über die Produktewahl machen. Seit dem letzten Herbst hatte ich an acht Wochenenden für die Sortimentsgestaltung geübt, oft auch noch vor oder nach der Arbeit. Zum Glück standen mir hilfsbereite Personen zur Seite, die Produkte zu entwickeln und eine ausführliche Arbeitsplanung zu schreiben. Es war mir sehr wichtig, mich optimal auf das Qualifikationsverfahren vorzubereiten.
*?Der Autor ist Bildungsleiter an der Richemont Fachschule in Luzern. www.richemont.cc