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Erfolgreicher Bio Marché 2010 trotz Bioschafskälte

Weniger Besucher aber zufriedene Aussteller am Schweizer Openair-Biomarkt

von Foodaktuell Importer


Vom 18. bis 20. Juni 2010 war die schöne Altstadt von Zofingen – allerdings bei nicht ebenso schönem Wetter – zum elften Mal die Bio-Hauptstadt der Schweiz mit rund 35’000 Besuchern und 170 Ausstellern (Produzenten, Verarbeiter und Händler). Fast 10% mehr Aussteller als im Vorjahr. Mit 16% Erstausstellern wurden die Erwartungen der Veranstalter deutlich übertroffen. Bilder: an einem früheren Bio Marché mit mehr Wetterglück.

«So nass und kalt war noch kein Bio Marché», berichtet Dorothee Stich, Bio-Marché-Geschäftsführerin. «Aber wir hatten Glück, denn am Samstag gab’s mehrere trockene Abschnitte und der Sonntag war sogar ganz trocken. Leider wirkte sich das Wetter natürlich etwas negativ auf die Optik und den Gesamteindruck aus, da die liebevollen Standdekorationen beim notwendigen Schutz der Produkte und Aussteller gegen Regen und Kälte nicht so schön zur Geltung kamen wie in anderen Jahren». Die Rekord-Besucherzahl von 2009 liessen sich durch das schafkälte-bedingte Wetter nicht erreichen. Nur der Sonntag war annähernd so gut besucht wie im letzten Jahr.


Für die meisten Aussteller war es selbstverständlich, persönlich hinter dem Marktstand zu stehen. Die Konsumenten können so die Macher kennenzulernen, die hinter den Produkten stehen. Wieder dabei waren die Hauptsponsorin Migros mit ihren Bio-Lieferanten sowie Bio Suisse und Demeter mit ihren Lizenznehmern. Ebenso die Produzentenorganisation “alpinavera” mit Bio-Spezialitäten aus dem Berggebiet und die zahlreichen Aussteller aus Italien mit ihren mediterranen Delikatessen.

Der Bio Marché war wie immer nicht nur die grösste Bio-Messe der Schweiz, sondern ein richtiges Festival! Rund 40 Livekonzerte sorgen für ausgelassene Stimmung. Bei der Stadtkirche spielten verschiedene Volks- und Blasmusik-Formationen auf, und bei der Markthalle gab es nebst bekannten Bands auch unbekannte Musikperlen und Geheimtipps zu entdecken. Wer Stärkung brauchte, konnte sich in einer der zahleichen Festwirtschaften bio-kulinarisch verwöhnen lassen. Der informative Nutztierzoo auf dem romantischen Chorplatz war eine Oase der Ruhe etwas abseits der Marktzonen aber auch ein Magnet für die kleinen Besucher.



Sonderauszeichnung von Biosuisse für den Biopanettone von Biofarm (Bild zvg)

Am Freitag fand zum 4. Mal die Qualitätsprämierung von Bio-Produkten statt. Ein Grossteil der prämierten Produkte (die nun die Gourmet-Knospe tragen dürfen) stammt von Produzenten, die seit Jahren als Aussteller teilnehmen. «Ein eindrückliches Zeugnis dafür, dass Bio-Produkte hochwertige Erzeugnisse sind», meint Stich. «Kein Wunder, dass man daher bekannte Gastronomen unter den Besuchern entdeckte, die am Bio Marché teilweise sehr grosszügig Bio-Spezialitäten einkauften».

Viele Aussteller äusserten sich gemäss Stich sehr positiv zur Qualität der Besucher. Die Umsätze waren wie immer auch sortimentsabhängig. Wer Glace oder Bier anbot, hatte dieses Jahr wetterbedingt schlechtere Karten, denn die Nachfrage nach heissem Biotee war verständlicherweise grösser. «Aber die Aussteller gingen mit den widrigen Wetterverhältnissen grossartig um», so Stich, «und für viele ist nicht der Umsatz am Bio Marché sondern die spätere Nachfrage im Bio-Fachhandel und damit die nachhaltige Marketingwirkung wichtiger». (Text: GB/Biomarche)

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