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Auf Exkursion ims Allgäu

Die Milchtechnologen des 3. Lehrjahres am BBZN Sursee unternahmen Mitte Mai eine Exkursion ins Allgäu. Eckpunkte der zweitägigen Tour waren die Besichtigung des Allgäuer Brauhauses und des Käsewerks St.?Mang.

von Alimenta Import

Am 18. Mai versammelten wir – die  Milchtechnologen des 3. Lehrjahres – uns für den Ausflug ins benachbarte Deutschland.  Pünkt­lich ging die Reise mit dem Car Richtung Rohrschach los.
Dort besuchten wir die Frisco-Findus- Glaceproduktion der Nestlé-Gruppe. Am Stan­dort Rohrschach werden täglich 200?000 kg Rahm zu Glace verarbeitet, hauptsächlich für die Marken Mövenpick und Frisco, wobei von den Mövenpick-Glacen 50 bis 60% exportiert werden. Für die Besichtigung des Werkes wurden wir mit den Sicherheitsbestimmungen der Firma Nestlé vertraut gemacht, danach erhielten wir eine Führung durch das Glacewerk. Im Rundgang erfuhren wir, wie der Stengel ins Eis kommt oder dass das Cornet schon in der Verpackung geliefert wird. Nach einer sehr interessanten Besichtigung war Zeit für die Degustation und um vertiefte Fragen zu stellen.

Braukunde in Marktoberstorf

Danach ging es wieder mit dem Car in das Allgäuer Brauhaus im deutschen Marktobersdorf. Die moderne Brauerei produziert jährlich 450 Millionen Liter Bier. Während der Besichtigung erfuhren wir, wie das Malz aufbereitet und dann Hefe beigemischt wird, um die alkoholische Gärung in Gang zu bringen. Bei manchen Biersorten kann die Hefekultur ein zweites Mal verwendet werden.
Ist der gewünschte Alkoholgrad erreicht, wird das Bier ins Kaltlager gepumpt; dort ­stehen grosse Silos, die auf –2° C gekühlt sind. Die kühle Temperatur bewirkt, dass die Hefen ihre Aktivität fast vollständig einstellen und das Bier den frischen Geschmack erhält. Wird das Bier abgefüllt, kommt es entweder in ­Fässer oder in Mehrwegflaschen. Nach der Führung durften wir die verschiedenen Biere, wie das Bubble-Bier oder ein Altmünster ­Hefeweissbier, verkosten.
Nach der Brauereibesichtigung ging die Fahrt Richtung Kempten ins Hotel Fürstenhof, wo der gemütliche und frei verfügbare Teil der Exkursion begann.

Werksführung in Kammlach

Unser letzter Programmpunkt war das Käsewerk St.?Mang in Kammlach. Dort werden 60% des deutschen Rotschimmelkäses pro­duziert. 100???Mitarbeiter verarbeiten eine ­jährliche eine Milchmenge von 60 ?Mio. kg zu 7,2 Mio. kg Käse. Nach einer Diashow über die Geschichte des Unternehmens führte uns der Produktionsleiter durch den Betrieb. In den Produktionshallen besichtigten wir als erstes die Milchaufbereitung. Hier wird alle an­kommende Milch pasteurisiert und in drei 100?000-l-Tanks gelagert. Nach der Milchaufbereitung besichtigten wir den 42 m langen Koagulator, in dem bis zu eine Million Stück Käse in der Woche produziert werden. Danach wurden uns die Trockensalzungsanlage und die Schmiermaschine genauer erklärt.

Nach dem Rundgang wurden wir von der St.?Mang-Käserei in die werkseigenen Kantine eingeladen, wo uns ein köstliches Menü ­serviert wurde. Mit dem Geschäfts- und dem Produktionsleiter entstanden sehr interessante Fachgespräche. So wurde uns der Unterschied zwischen dem Molkereifachmann in Deutschland und dem Milchtechnologen in der Schweiz aufgezeigt. Nach der spannenden Führung fuhren wir auf direktem Weg nach Sursee zurück. Wir denken, dass diese Exkursion uns noch lang in guter Erinnerung bleibt.