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WEEKENDNEWS 3. Juli 2010

Fettsucht in USA greift weiter um sich / Mehr Schweinefleisch nach Südafrika / Entwicklung des globalen Schokoladenmarktes / Nitratgehalt der Roten Rüben senkt den Blutdruck

von Foodaktuell Importer


Fettsucht in USA greift weiter um sich

Washington (pte/01.07.2010/10:20) – Der Anteil der erwachsenen Fettüchtigen ist in 28 amerikanischen Bundesstaaten angestiegen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Trust for America’s Health (TFAH) http://healthyamericans.org und der Robert Wood Johnson Foundation http://www.rwjf.org gekommen. Im Zeitraum von 2007 bis 2009 gab es acht Staaten, in denen mehr als 30 Prozent der Erwachsenen fettsüchtig waren. Zwischen 2006 und 2008 waren es noch vier. Jeffrey Levi, einer der Autoren der Studie erklärte, dass diese Zahlen einfach erschütternd seien.

Die aktuelle Studie untersuchte zudem die Auswirkungen von Ethnie und Einkommen. Es zeigte sich, dass überproportional viele Schwarze und Lateinamerikaner betroffen waren. Sie sind eher ärmer als Weisse und Asiaten. Mehr als 35 Prozent der Amerikaner, deren Jahreseinkommen unter 15.000 Dollar liegt, sind fettsüchtig. Bei jenen, die mehr als 50.000 Euro im Jahr verdienen, sind es weniger als 25 Prozent.

Auch wenn die Menschen immer dicker werden, glaubt Levi, dass die zahlreichen von den verschiedensten Stellen unternommenen Anstrengungen zur Bekämpfung der Fettsucht Früchte tragen werden. Er betont laut NewScientist, dass bereits ein geringer Gewichtsverlust, das Diabetesrisiko deutlich senken kann. (pte)

Mehr Schweinefleisch nach Südafrika

Bonn, 29. Juni 2010 – (AMI) Die Welt blickt zurzeit auf Südafrika und auch die deutschen Exporteure von Schweinefleisch haben das Land am Kap ins Visier genommen. Von Januar bis April wurden rund 5.000 Tonnen Schweinefleisch nach Südafrika verkauft, gut viermal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Damit zählt Südafrika nicht nur zu den dynamischsten Exportregionen, man ist in der Exportstatistik auch zum fünftwichtigsten Drittlandskunden der Deutschen geworden. Rund die Hälfte der Ausfuhren entfällt auf gefrorenes Schweinefleisch, die andere Hälfte besteht aus Schlachtnebenerzeugnissen. In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurde Schweinefleisch im Wert von knapp 7 Millionen Euro nach Südafrika verkauft.

Das Land am Kap ist nicht nur für die Exporteure von Schweinefleisch interessant, sondern bietet Chancen für den gesamten Agrar- und Lebensmittelhandel. Südafrika verfügt zwar über eine leistungs- und wettbewerbsfähige Land- und Ernährungswirtschaft und die Handelsbilanz im Agrarbereich ist positiv, doch bei wichtigen Produkten wie Getreide, Fleisch, Milch und Ölsaaten kann sich Südafrika zunehmend weniger selbst versorgen. Hier und im Bereich der höher veredelten Nahrungsmittel liegen die Chancen für deutsche und europäische Exporteure.

In ihrem Länderreport Südafrika hat die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) im vergangenen Jahr umfassend über die Agrarstruktur, die Situation auf den verschiedenen landwirtschaftlichen Teilmärkten, den Aussen- und den Agrarhandel, das Konsumverhalten, die Struktur des Einzelhandels und vieles mehr informiert. Zur Fussball-WM kann der Länderreport Südafrika als E-Book bis zum 11. Juli 2010 zum Sonderpreis von 295 Euro plus 19 % Mehrwertsteuer bezogen werden. Weitere Informationen zur Studie: www.marktundpreis.de/suedafrika.

Barry Callebaut: Wachstum der Verkaufsmenge legt weiter Tempo zu

Zürich/Schweiz, 30. Juni 2010 – Barry Callebaut AG, der weltweit führende Hersteller von qualitativ hochwertigen Kakao- und Schokoladenprodukten, gab heute die wichtigsten Verkaufszahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2009/2010 per 31. Mai 2010 bekannt. Die Verkaufsmenge erhöhte sich im Berichtszeitraum um 8.9% und belief sich auf 975,044 Tonnen. Nach dem robusten Anstieg um 8.5% im zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres beschleunigte sich das Wachstum der Verkaufsmenge im dritten Quartal auf 11.3%.

Die wichtigsten Wachstumstreiber in den ersten neun Monaten 2009/10 waren das überdurchschnittliche Wachstum in den Schwellenländern, die weitere Umsetzung von Outsourcing-Verträgen sowie Marktanteilsgewinne. Zum insgesamt starken Verkaufsmengenwachstum trugen alle Regionen bei, wobei die Regionen Asien-Pazifik (+20.9%) sowie Nord- und Südamerika (+16.8%) den grössten Anstieg erzielten. Aufgeschlüsselt nach Produktgruppen erreichten die Gourmet & Spezialitätenprodukte eine hervorragende Volumensteigerung um 20.3%.

Das Wachstum von Barry Callebaut stand in deutlichem Kontrast zur Stagnation des globalen Schokoladenmarkts im Zeitraum von September 2009 bis April 2010 [Quelle: Nielsen]. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 stieg der Umsatz in Lokalwährungen um 11.7%. In der Berichtswährung Schweizer Franken erhöhte sich der Umsatz um 7.9% und betrug CHF 3,926.4 Mio.

Dazu Jürgen Steinemann, CEO von Barry Callebaut: “Wir sind sehr stolz auf unser starkes Verkaufsmengenwachstum in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres. Im dritten Quartal konnten wir unser Wachstumstempo weiter steigern. Wir profitierten von unserer gezielten Expansion in aufstrebende Schokoladenmärkte wie z.B. Osteuropa, China, Mexiko und Brasilien, wo wir im Mai 2010 unsere erste Schokoladenfabrik in Südamerika eröffnet haben. Ausgehend von unserer soliden Basis in Westeuropa und Nordamerika sind wir jetzt in einer noch vorteilhafteren Position, um am Wachstumspotenzial der dynamischsten Schokoladenmärkte der Welt zu partizipieren.

Besonders freuen wir uns über die ausgezeichnete Entwicklung unseres margenstarken Gourmet- und Spezialitätengeschäfts. Für die nächsten Monate erwarten wir jedoch eine weiterhin ungünstige forward Combined Cocoa Ratio[2] sowie negative Währungsumrechnungseffekte. Gestützt auf unsere fokussierte Wachstumsstrategie und den anhaltenden Outsourcing-Trend sind wir jedoch zuversichtlich, dass wir weiterhin deutlich stärker als der globale Schokoladenmarkt wachsen und unsere 3-Jahres-Finanzziele[1] erreichen werden.»

Die Preise am Kakao-Terminmarkt stabilisierten sich im zweiten und dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres von Barry Callebaut auf Rekordniveau. Voraussichtlich bleiben die Preise hoch und volatil. Der Welt-Zuckerpreis war in den letzten neun Monaten extrem volatil und dürfte auf dem aktuell tiefen Niveau verharren. Der regulierte Zuckerpreis in der EU, aus der Barry Callebaut den grössten Teil seines Zuckers bezieht, wird voraussichtlich mehr oder weniger unverändert bleiben.

Ab März 2010 stiegen die Preise für Milchprodukte deutlich an und stabilisierten sich auf einem relativ hohen Niveau im Vergleich zum letzten Jahr. Barry Callebaut konnte die Kombination von hohen Rohstoffpreisen und hoher Preisvolatilität dank seines Geschäftsmodells gut bewältigen, denn es erlaubt dem Unternehmen bei etwa 80% seiner Verkaufsmenge, die Rohstoffkosten direkt an die Kunden weiterzugeben (Cost-Plus-Modell).

Im Berichtszeitraum steigerte der Geschäftsbereich Globale Beschaffung & Kakao die Verkaufsmenge von Kakaoprodukten an Drittkunden um 9.4% auf 156,915 Tonnen. Während die Auslastung der Vermahlungskapazitäten im Markt aufgrund der starken Nachfrage nach Kakaopulver anstieg, war die Nachfrage nach Kakaobutter gering, sodass es zu einem Überangebot an Kakaobutter kam.

Die (forward) Combined Cocoa Ratio blieb unter Druck, da die höheren Kakaopulverpreise die niedrigen Kakaobutterpreise nicht ausgegleichen konnten. Die Combined Cocoa Ratio dürfte in den kommenden Monaten weiterhin ungünstig bleiben. Der Umsatz betrug CHF 689.7 Mio., was einen starken Anstieg in Lokalwährungen um 26.9% (+25.9% in CHF) bedeutet, zum Teil aufgrund der höheren Preise für Kakaobohnen.

Die Region Europa konnte ihre Wachstumsdynamik aufrecht erhalten und verzeichnete in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres einen Anstieg der Verkaufsmenge um 5.5% auf 572,060 Tonnen. Das dritte Quartal fiel sowohl in West- als auch Osteuropa stark aus, obwohl sich der wirtschaftliche Aufschwung in Russland, einem Schlüsselmarkt Osteuropas, verzögert.

Der Beitrag der Produktgruppe Gourmet & Spezialitäten, der auf Akquisitionen, Marktanteilsgewinne und den verstärkten Fokus auf dieses Geschäft zurückzuführen ist, war besonders bemerkenswert und bestätigte den Trend der beiden Vorquartale. Der Umsatz in der Region Europa stieg auf CHF 2,350.9 Mio, ein Plus von 4.4% in Lokalwährungen. Aufgrund negativer Währungsumrechnungseffekte betrug der Umsatzanstieg in CHF 0.7%.

Die gestiegene Zuversicht der Verbraucher in den USA und ein schneller Wirtschaftsaufschwung in wichtigen Märkten Südamerikas nach der Weltwirtschaftskrise unterstützten den sehr starken Anstieg der Verkaufsmenge um +16.8% auf 210,540 Tonnen im Vergleich zur Vorjahresperiode. Das Wachstum von Barry Callebaut entfiel in erster Linie auf die Produktgruppe Industrielle Produkte, welche von guten Verkäufen an Grosskunden und der weiteren Umsetzung bestehender Outsourcing-Verträge profitierte.

Aber auch die Verkäufe von Gourmet & Spezialitätenprodukten nahmen stark zu, da der Heimkonsum anstieg, während die Verkaufsmengen im Restaurantbereich immer noch niedrig sind. Im Juni lief die Produktion in der neuen Schokoladenfabrik von Barry Callebaut in Extrema, Brasilien, an. Der Umsatz in der Region Nord- und Südamerika erhöhte sich in Lokalwährungen um 23.0% (+16.0% in CHF). Er erreichte in der Berichtsperiode CHF 733.4 Mio.

Mit Ausnahme von Japan zeigt sich in den Schokoladenmärkten des asiatisch-pazifischen Raums überall eine Erholung. Während die Segmente für Premium-Produkte und preiswerte Schokoladenprodukte einen Zuwachs verzeichnen, hat sich die Nachfrage nach mittelpreisigen Schokoladenprodukten noch nicht verstärkt. Im Berichtszeitraum erzielte Barry Callebaut in der Region Asien-Pazifik ein starkes Verkaufsmengenwachstum um 20.9% auf 35,529 Tonnen. Dazu trug in erster Linie die Produktgruppe Industrielle Produkte bei, die in der gesamten Region einen starken Auftragseingang verzeichnete.

Die Poduktgruppe Gourmet & Spezialitäten profitierte von den ersten Anzeichen einer Verschiebung hin zu höherwertigen Produkten, dem verstärkten Kauf von Geschenken und dem schwachen Euro. Diese Faktoren führten bei den Gourmet & Spezialitätenprodukten zu einem soliden Wachstum der Verkaufsmenge in allen Ländern sowie bei den lokal hergestellten als auch bei importierten Marken. Hauptsächlich aufgrund der höheren Verkaufsmenge stieg der Umsatz um 25.0% in Lokalwährungen (+21.6% in CHF) und betrug CHF 152.4 Mio. (BC 30.6.2010)

Entwicklung des globalen Schokoladenmarktes

Von September 2009 bis April 2010 stagnierte der globale Schokoladenmarkt volumenmässig. Zwischen Februar und April 2010 setzte eine Erholung ein und er wuchs um 3.5% (in Volumen). Zu dieser Entwicklung trugen vor allem die Hauptmärkte in Westeuropa (+3.2%) und den USA (+7.3%) sowie aufstrebende Märkte wie China (+22.9%) und Brasilien (+9.8%) bei. In Osteuropa hingegen entwickelte sich der Schokoladenmarkt immer noch rückläufig, was vor allem auf einen Volumenrückgang in Russland zurückzuführen war (-3.1%). (Quelle: Nielsen, September 2009 – April 2010 / Barry Callebaut)

Nitratgehalt der Roten Rüben senkt den Blutdruck

London (pte/29.06.2010/10:10) – Der Nitratgehalt des Saftes der Roten Rüben (Rote Beete oder rote Bete) hilft, den Blutdruck zu senken. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Barts and the London School of Medicine and Dentistry http://www.smd.qmul.ac.uk gekommen. Der Blutdruck senkte sich innerhalb von 24 Stunden, nachdem entweder Saft getrunken oder Nitrat-Tabletten eingenommen wurden. Je höher der Blutdruck ist, desto grösser ist auch die Wirkung der Nitrate. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Hypertension http://hyper.ahajournals.org veröffentlicht.

Mit den Ergebnissen der aktuellen Studie besteht die Hoffnung, dass es auch “natürliche” Möglichkeiten gibt, den Blutdruck zu senken. Nitrate sind in einer ganzen Reihe von Gemüsearten enthalten. Eine frühere Studie hatte bereits nachgewiesen, dass das Trinken des Rote-Rüben-Saftes den Blutdruck auch bei Menschen mit normalen Werten deutlich senkt. Die leitende Wissenschaftlerin Amrita Ahluwalia kann nun diese Wirkung erklären: “Wir haben nachgewiesen, dass Rote Rüben und Nitrattabletten den Blutdruck gleich gut senken. Damit ist klar, dass diese Rüben einen Nitratgehalt haben, der den Blutdruck tatsächlich verringern kann.”

Die Forscher haben nachgewiesen, dass das anorganisches Nitrat der Roten Rüben bei der Verarbeitung im Körper in Stickoxid umgewandelt wird. Dieses Gas hält die Blutgefässe frei und entspannt. Damit sinkt auch der Blutdruck. Allein in England sterben jährlich mehr als 110.000 Menschen an kardiovaskulären Erkrankungen. Mehr als 25 Prozent der Weltbevölkerung leidet an zu hohem Blutdruck. Bis 2025 soll dieser Prozentsatz auf 30 Prozent ansteigen. (pte)