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Messetipp Intermessen: Neue Feinkost-Gourmet Plaza

von Foodaktuell Importer

Von A wie Antipasti wie bis Z wie Zander-Knusperli: Feinkost soll trendy, convenient, frisch und handwerklich sein.

Die Fachbesucher der InterMopro, InterCool und InterMeat können eine grosse Bandbreite innovativer Feinkost in Düsseldorf live erleben. Mit der neuen „Gourmet Plaza“ erhält das wichtige Wachstumssegment Feinkost erstmals einen eigenen Ausstellungsbereich mit Degustationen. Obwohl die Verbraucher etwas tiefer in die Tasche greifen müssen, um diese Delikatessen auf dem Teller zu haben, hat sich das Segment in den vergangenen Jahren zu einem stetig wachsenden Segment entwickelt. In einer Studie gaben immerhin 27 Prozent der Befragten an, sich fast alles leisten zu können, was sie wollen und 47 Prozent bestätigten, beim Einkauf vor allem auf Qualität zu achten (Quelle: GfK).

Der Feinkostkäufer will, so haben Experten herausgefunden, nicht nur das besondere Geschmackserlebnis, nein, er blickt auch auf den erhöhten Convenience-Faktor. Das wissen auch die Anbieter und haben sich drauf eingestellt. „Die Kunden brauchen nur den Deckel zu öffnen und die Folie abzuziehen, und schon können sie essen und geniessen“, sagt zum Beispiel Uwe Stöhr, Mitglied der Geschäftsleitung der Grossmann Feinkost GmbH, einer Tochter der Wernsing-Gruppe, zu der unter anderem auch Popp Feinkost gehört.

Der Feinkost-Konzern erwirtschaftet inzwischen mit mehr als 2700 Mitarbeitern an neun Standorten in Europa rund 650 Millionen Euro Jahresumsatz. Grossmann hat sich einen Namen gemacht als Anbieter für Premium-Feinkostprodukte. Beliefert werden neben dem gehobenen LEH das so genannte „Theken-Geschäft“ in guten Metzgereien, Party-Services, Caterer, Event- und gehobene Gastronomie, Hotels und Top-Restaurants.

Doch nicht nur schnell soll es gehen für die Kunden, sondern vor allem frisch soll es sein und das, was man in der Branche schlichtweg „handwerklich“ nennt. Denn nur mit sensibler, feinfühliger Handarbeit der Mitarbeiter sind diese lebendigen Produkte machbar. Feine Mandarinen können nur mit der Hand unter den Geflügelsalat gemengt werden, ohne zerquetscht zu werden, Pepperoni und Peppadew nur manuell mit leckerer Käsefüllung bestückt werden ohne zu wenig oder zu viel von der cremigen Masse.

Sommerlaune im Einkaufskorb

Für die Top-Feinkost-Lieferanten ist diese Kombination die Grundlage ihres Erfolgs. Das und natürlich das Gespür für Trends und Gaumenkitzel. Was schmeckt dem Verbraucher und wofür ist er bereit, auch mal einen Euro mehr auf die Kassentheke zu legen? Hier behauptet sich schon seit Jahren vor allem das mediterrane Feld mit immer anderen Schwerpunkten. War es zunächst Spanien, das kulinarisch an der Spitze stand, so mogelte sich irgendwann Griechenland nach vorne, später Italien. Gerade ist die Türkei in Sachen lukullischer Beiträge für die Feinkosttheke im Kommen. Fest aber steht: Die Verbraucher nehmen einfach gerne ein bisschen Urlaubsstimmung mit an den häuslichen Esstisch.



Ob Spanien mit dem berühmten Bellota-Rohschinken (Bild), Italien mit Antipasti und Cappuccini oder Thailand mit rotem und grünem Kokos-Curry: beliebte Ferien-Destinationen hinterlassen ihre Spuren in unseren Food-Trends

Das hatte auch einer der Pioniere des mediterranen Feinkostgeschäftes, Feinkost Dittmann, frühzeitig erkannt. Zwar bestand das Unternehmen im hessischen Diez bereits seit 1901, ging aber eher traditionelle Wege. Bis 1965 Günter Reichold in das Geschäft einstieg. Er nutzte den damaligen Spanien Reiseboom und begann, zunächst im kleinen Stil, Oliven und Pfefferonen zu importieren – schliesslich wollte der deutsche Gaumen behutsam an die ungewohnte Kost herangeführt werden. „Der erste Import bestand aus fünf Fässern Oliven, später kamen Sardellen und Kapern dazu. Das sind auch heute noch die Favoriten des Seniorchefs“, verlautet aus der Firmenzentrale.

Inzwischen macht die Feinkost Dittmann Reichold GmbH 138 Millionen Euro Jahresumsatz und hat das Sortiment natürlich erheblich erweitert. Unter verschiedenen Markennamen vertreibt das Unternehmen inzwischen unzählige Tapas-Variationen wie zum Beispiel Feigen im Speckmantel, eingelegte Artischocken oder Aioli. Der Erfolg gibt der Branche Recht: Laut Zentraler Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) steigt der Verbrauch von Antipasti, Tapas & Co. in Deutschland seit 2001 kontinuierlich, mittlerweile liege er bei rund 5000 Tonnen.

Das mediterrane Flair der Leckereien birgt auch für den Anbieter vor Ort, sei es nun der Lebensmitteleinzelhandel oder die Gastronomie, grosse Chancen: Mediterrane Aktionen am Point of Sale (POS) können in der Regel punkten. Verkostungen oder Front Cooking, zum Beispiel mit „Tapas variadas“ sind immer ein Hingucker, freuen sich die Hersteller.

Ein weiterer Trend im weiten Feld der Feinkost ist der nach wie vor boomende Bio-Faktor. Immer mehr Unternehmen nehmen Produkte mit Bio-Siegel in ihr Sortiment auf, achten auf Regionalität und entwickeln Produkte, die auch Allergiker essen können, zum Beispiel glutenfreie oder laktosefreie Varianten ihrer klassischen Sortimente. Gerade der Aspekt der regionalen Erzeugung gewinnt mehr und mehr an Bedeutung im Feinkostregal und ist auf dem Weg heraus aus der Nische – Nachhaltigkeit ist auch in diesem Segment angesagt.

Da ist zum Beispiel das Unternehmen Di Gennaro mit Sitz in Stuttgart. Die Brüder Michele und Antonio haben sich auf ein klassisches Sortiment ihres Heimatlandes Italien spezialisiert. Sie verkaufen unter anderem Olivenöl, Meeresfrüchte, Pasta, Käse und Gemüse an Handel und Gastronomie. Ihr besonderes Augenmerk: Die Regionalität.



Ein wahres Fest der Sinne bietet die Gourmet Plaza des Foodmessen-Trios. Sie liefert einen Überblick über Trends und neue Produkte bei Delikatessen, regionalen und überregionalen Spezialitäten.

So achten sie beispielsweise darauf, dass das aktuelle Sortiment von mehr als 150 Käsesorten die für die jeweiligen italienischen Regionen und Anbaugebiete typischen Produkte repräsentiert. „Bei unseren Zulieferern handelt es sich in aller Regel um traditionsreiche Betriebe mit hohem handwerklichen Können“, so das Unternehmen, „sie verarbeiten die Rohware nach überlieferten Rezepten und altem Brauch.“ Marketing, das beim Verbraucher durch Authentizität für Vertrauen sorgt.

Bei einem Gesamtumsatz von über 130 Milliarden Euro, den der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) 2009 erlöste, liegt der Anteil der Feinkostprodukte bei über 20 Prozent – ein Markt, an dem nicht einmal die klassischen Discounter vorbei können. So erweiterte Branchenriese Aldi sein Sortiment an Feinkost im Kühlregal erheblich: Feine Salate im Singlebecher, Pasta, frische Sossen und Suppen sollen dem erhöhten Bedarf Rechnung tragen. Ergo: Selbst im Discounter treffen zwei unterschiedliche Käufertypen aufeinander.

Apropos Vertrauen und Nachhaltigkeit: Das steht auch bei anderen Feinkost-Herstellern ganz weit oben auf der Liste. So verpflichtet sich zum Beispiel der Fischspezialist Friesenkrone öffentlich zu einer sorgfältigen Auswahl und Überwachung ihrer Lieferanten: „Die Überfischung der Meere und ökologisch bedenkliche Zucht ist in aller Munde. Aus Verantwortung für die Natur und zur Sicherung unserer Lebensgrundlage verfolgen wir bei der Auswahl und Beschaffung unserer Fisch-Rohware das Prinzip der Nachhaltigkeit – also der Zukunftserhaltung – so gewissenhaft wie möglich“, so Marketingfrau Yvonne Schneidewind.

Das Unternehmen, das seit 1904 in Marne ansässig ist, hält es mit der Geschichte. Matjesspezialitäten, Heringsmarinaden und Seelachs bilden das Hauptsortiment, und das schon immer. Kein Trend also ohne Gegentrend oder anders: Keine moderne Feinkost ohne Traditionen. Ein Markt in Bewegung und noch lange nicht am Ende der Innovationen, so scheint es. Man darf also auf neue Gaumenfreuden gespannt sein.

Was heisst Feinkost?

Im Sprachgebrauch steht Feinkost für all jene Lebensmittel, die für die alltägliche Verwendung zu exklusiv, mithin für Durchschnittsverbraucher zu teuer sind. Darunter fallen Delikatessen wie Trüffel, Kaviar, Austern und Foie Gras. Der deutsche Verband der Hersteller kulinarischer Lebensmittel e.V. definiert indes: „Lebensmittel, die nach Art, Beschaffenheit, Geschmack und Qualität dazu bestimmt sind, besonderen Ansprüchen bzw. verfeinerten Essgewohnheiten zu dienen. Bei Rohstoffauswahl, Herstellung und Vertrieb der Erzeugnisse wird besondere Sorgfalt angewendet.“

Feinkost kann daher gut und gerne mit Premiumprodukten gleichgesetzt werden, und die Grenze zu Standardprodukten ist fliessend. Aus dem Bereich der Frischetheke fallen vor allem Feinkostsalate, eingelegter Fisch oder mariniertes Gemüse laut dem Verband unter diese Definition, ebenso wie Dressings oder frische Pasta und die passenden Saucen oder Öle. (Text: Messe Düsseldorf)


Foodmessen-Trio InterMopro, InterCool und InterMeat,

vom 12. bis 15. September 2010 in Düsseldorf,
www.intermpro.de
www.intercool.de
www.intermeat.de

Die InterMopro, InterCool und InterMeat 2010 in den Hallen 12 – 17 des Düsseldorfer Messegeländes ist für Fachbesucher vom 12. bis 15. September 2010 täglich von 10 – 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 30,- Euro (18 Euro im Online-Vorverkauf (+ Versand)), die 2-Tageskarte 47,– Euro (35 Euro im OVV). Schüler und Studenten zahlen 10,– Euro. Die Tickets beinhalten die kostenlose Hin- und Rückfahrt zur Messe mit öffentlichen Verkehrsmitteln des Verkehrsverbunds-Rhein-Ruhr. (Medienmitteilung Messe Düsseldorf)

Schweizer Vertretung der Messe Düsseldorf:

INTERMESS DÖRGELOH AG

Obere Zäune 16, 8001 Zürich

Tel. 043 244 89 10