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«Der Juror testet ein Eingabegerät»

Der Countdown zu den nächsten Swiss Cheese Awards läuft. Bis jetzt sind 400 Käse gelistet. Der Chef der Jury, Franz Birchler, ist gespannt auf eine technische Neuheit, mit der die Auswertung schneller gemacht wird.

von Alimenta Import

Alimenta: Wie sind Sie mit dem Stand der Anmeldungen zufrieden?
Franz Birchler: Aktuell sind 400 Käse angemeldet. Am 10. August waren schon 360 auf der Liste, was darauf zurückzuführen ist, dass die Teilnahmegebühr bis zu diesem Zeitpunkt nur 50 statt 75 Franken betrug. Wir hoffen, dass in den nächs­ten Tagen die Anzahl der eingereichten Käse noch steigen wird, damit der Stand von 2008 im Toggenburg, wo 474 Käse am Wettbewerb teilnahmen, übertroffen wird. Erfreulich ist, dass dieses Jahr 70% der Anmeldungen online eingetroffen sind. 

In welcher Kategorie sind am meisten Käse angemeldet?
In der Kategorie «übrige Halbhartkäse». Dort ist auch die Vielfalt am grössten.

Gibt es grundlegende Änderungen im Wettbewerbsreglement?
Grösstenteils bleibt alles beim Alten. Punktuell ändert sich beispielsweise bei Raclettekäse, dass dieser auch im geschmolzenen Zustand beurteilt wird. So können unter anderem das Schmelzverhalten und die Fett­abscheidung geprüft werden. Bei Raclette ist übrigens mit «Walliser Raclette AOC» eine neue Kategorie entstanden, wie auch diejenige mit «Bloderchäs und Sauerkäse AOC».

Somit wachsen auch die Anforderungen an die Juroren. Ändert damit etwas in Ihrer Arbeit der Käsebeurteilung?
Die Beurteilungskriterien ändern nicht.  Eine Jurygruppe wird jedoch zum ersten Mal die Möglichkeiten zur elektronischen Erfassung der Bewertungsnote testen. Anstelle eines Prüfungsbogens erhält der Juror ein Eingabegerät. Damit können die Resultate direkt (wireless) der Auswertungsstelle zugeführt werden, was die Auswertung enorm beschleunigt. Zukunftsmusik ist aber noch, dass die Juroren auch mit dem eigenen iPhone die Resultate übers Internet senden können. Grundsätzlich stellt die Bewertung des Käses jedoch immer noch die gleich hohen Anforderungen an die Juroren wie bisher.

Die Medien sollen in dieser Ausgabe der Swiss Cheese Awards noch besser in den Wettbewerb integriert werden. Wie das?
Aus Erfahrung wissen wir, dass die Medien sehr interessiert sind, selbst mitzuwirken. Einige werden die Gelegenheit haben, als Jurymitglied aktiv zu sein. Für die anderen stellen wir einen Medientisch zur Ver­fügung, wo sie ausgewählte Käse selbst beurteilen und später mit den offiziellen ­Resultaten vergleichen können. Selbstverständlich hoffen wir, dass sie auch positiv über Schweizer Käse schreiben werden.