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Freud und Leid von Studenten

Das Studium der Lebensmittelwissenschaften an der ETH ist vielfältig, neben lebensmittelwissenschaftlichen Fächern gibt es viele Grundlagen­fächer. Zudem kann man sich in verschiedenen Vereinen engagieren.

von Alimenta Import

Der Alltag im Studiengang Lebensmittelwissenschaften an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) scheint am Anfang etwas öde. Zu den Fächern des ­ersten Jahres gehören Mathematik, Chemie, Biologie, Ökonomie und Recht – überhaupt keine fachspezifischen Fächer. Da fragen sich einige Neulinge, wofür sie das lernen.

Grundlagenwissen wird benötigt
Das zweite Jahr wird ein bisschen konkreter, mit Lebensmittelchemie oder Verfahrenstechnik. Vielleicht war es trotzdem nützlich, die Grundlagen in Chemie und Physik zu lernen. Ab dem dritten Jahr hat man auf jeden Fall nur noch Fächer der Lebensmittelwissenschaf­ten, wie Humanernährung, Lebensmittel­tech­nologie (LM) und viele weitere. Die Vorlesun­gen machen Spass und man sieht einen Sinn dahinter. Viel Freude bereitet den Studenten auch das LM-Chemie- oder Mikrobiologie­praktikum, in welchem sie ihrem zukünftigen Job näher kommen.

Brauchtümer und Austauschwochen
Im Studium soll es aber nicht nur ums Lernen gehen. Am Departement für Agrar- und Lebensmittelwissenschaften (D-AGRL) gibt es neben den Vor­lesungen viel Abwechslung. Vereine wie der IAAS (International Association of Students in Agriculture and Related Science), welcher Studentenaustauschwochen mit anderen euro­päischen Studenten organisiert oder die ALV (Akademisch Landwirtschaftliche Verbindung), eine fachspezifische Verbindung, die Freundschaften und Brauchtümer während und nach dem Studium pflegt, bieten Gelegenheit, Kontakte zu anderen Semestern und auch ehemaligen Studenten zu knüpfen.

Exkursionen und Vorträge
Mit dem LM-Forum gibt es ein weiteres ­Organ, welches für Studenten interessante ­Exkursionen und Vorträge von Leuten aus der Praxis organisiert. Abwechslung bieten auch die Feste, die jeweils zum Semesterbeginn und Ende vom VIAL (Fachverein des D-AGRL) ­organisiert werden. Die Neulinge werden
von den älteren Studenten unterstützt. Es ist selbst­verständlich, dass man als erfahrener Student Tipps für die wichtigen Prüfungen gibt oder auch Zusammenfassungen und Bücher weitergibt. So sind die Erfolgsaussichten bei den Prüfungen besser und es steigert vor allem die Motivation zum Lernen.

Gute Erinnerungen
Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen, dass das Studium der Lebensmittelwissenschaften an der ETH schliesslich jedem Studenten gut in Erinnerung bleibt; obwohl es teilweise kein Zuckerschlecken ist und man manchmal das ganze Studium zum Teufel wünscht. Wenn man den ganzen Sommer mit Lernen verbracht hat, ist es umso schöner, wenn man die Prüfungen dann bestanden hat. Man freut sich auf das nächste Semester mit den Vorlesungen und der studienfreien Zeit, welche man mit den Freunden verbringen kann.
*?Die Autorin ist Studentin der Lebensmittelwissenschaft an der ETH.