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KURZNEWS 28. September 2010

HUG und Deliciel produzieren gemeinsam / Rekordbeteiligung bei Swiss Cheese Awards 2010 in Neuenburg / Tiefe Lämmerpreise: Der Schafzuchtverband schlägt Alarm / Verdorbenes Fleisch soll zollfrei ersetzt werden können / Markteinführung von Gentech-Lachs ve

von Foodaktuell Importer

Bundesrat: Johann Schneider-Ammann neu für Landwirtschaft zuständig

27.09.2010 – (lid) – Der neugewählte Bundesrat Johann Schneider-Ammann (FDP) wird Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes (EVD).
Schneider Ammann löst dort Bundesrätin Doris Leuthard ab, die ins Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) wechselt, wie der Bundesrat in einer Medienmitteilung schreibt. Simonetta Sommaruga (SP) übernimmt das Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) und Eveline Widmer-Schlumpf wechselt ins Finanzdepartement (EFD).

HUG und Deliciel produzieren gemeinsam

(HUG 27.9.2010) – Der Backwaren-Hersteller HUG AG in Malters/Luzern bäckt ab Mitte 2011 seine Tiefkühlbackwaren gemeinsam mit der Deliciel AG in Birmenstorf/AG. Die bisher am Standort Malters hergestellten Tiefkühlbackwaren werden künftig von Deliciel produziert, die Tiefkühl- und Frischbackwaren für die Gastronomie und Grossverteiler herstellt. Zu diesem Zweck transferiert HUG Anlagen und Know-how im Tiefkühlsektor nach Birmenstorf und profitiert von den Kompetenzen der Deliciel. Die Vermarktung und der Vertrieb der Produkte werden nach wie vor von HUG geführt. HUG und Deliciel können allen bisherigen Mitarbeitenden neue Stellen anbieten.

„Die Zusammenarbeit bringt das Know-how zweier innovativer Unternehmen zusammen und birgt nebst Synergien in Produktion und Logistik die Chance, gemeinsam neue Produkte zu entwickeln“, sagt Andreas Hug, Geschäftsführer der HUG AG in Malters. Otmar Hofer, Inhaber der Deliciel fügt hinzu: „Die Fokussierung unserer Produktion im Jahr 2007 auf Tiefkühl-Konditoreiwaren im Premium-Bereich schuf die idealen Voraussetzungen für die Partnerschaft. Wir haben nun die Möglichkeit, die kompletten Anlagen in den Produktionsräumen in Birmenstorf unterzubringen.“

Dank der gemeinsamen Entwicklung werden neue Produkte im süssen und salzigen Bereich entstehen. Ebenso können mit der Zusammenarbeit weitere Stufen der Wertschöpfung mit Grossverbraucher-Kunden entwickelt werden. HUG wird verstärkt im Food Service mit neuen Fertigprodukten und Dienstleistungen aktiv sein können. Aufgrund der steigenden Nachfrage der Gastronomie nach fertigen Snacks und Desserts werden neben den Halbfabrikaten zunehmend auch Fertigprodukte angeboten. Mit Deliciel als Dessert-Spezialist kann HUG das süsse Sortiment im Grossverbraucher-Bereich wesentlich erweitern.

Aufgrund dieser Neuerungen werden 14 in Malters voll- und teilzeitbeschäftigte Mitarbeitende bis Mitte 2011 Stellenangebote in den übrigen HUG-Betrieben und bei Deliciel erhalten. Bei Deliciel werden für die Produktion der HUG-Produkte zehn neue Stellen geschaffen. Auf dem alten Fabrikareal, das mitten im Wohngebiet von Malters liegt, wird wie bereits bekannt, ein attraktives Wohnquartier entstehen.

Die Entwicklung im Jahr 2010 ist für beide Firmen positiv verlaufen. Insbesondere der Gastro-Bereich ist bei HUG im Inland und im Export nach einem leichten Einbruch 2009 wieder auf Wachstumskurs. Die Deliciel ihrerseits konnte neue Nischen im Detailhandel erfolgreich besetzen. Sorge bereiten beiden Firmen die Währungsentwicklung von Euro und Dollar. Es ist deshalb mit Ertragseinbussen zu rechnen, welche aber mit entsprechendem Mehrvolumen mindestens teilweise wieder wettgemacht werden können.

Die Deliciel AG, die gut 100 Festangestellte beschäftigt, wurde 1971 von Ueli Prager gegründet und belieferte in Vergangenheit den Handel mit zahlreichen Mövenpick-Spezialitäten wie Ice-Cream, Rauchlachs oder auch Salatsaucen. Ihr heutiger Fokus ist die Herstellung hochwertiger Backwarenspezialitäten, welche in der Schweiz als auch im benachbarten Ausland verkauft werden. Mehr Informationen unter www.deliciel.ch

Die HUG AG mit Sitz in Malters/Luzern beschäftigt an den drei Standorten Malters, Willisau und Trimbach rund 400 Mitarbeitende. HUG wurde 1877 als Bäckerei in Luzern gegründet. Der Zwieback war das erste Produkt und die Erfindung des Firmengründers Joseph Hug-Meyer. Zur Produktepalette zählen heute Brot Cracker (unter anderem DAR-VIDA), typische Schweizer Guezli (z.B. Willisauer Ringli), Biscuits-Spezialitäten von Wernli (z.B. Choco-Petit-Beurre, Jura Waffeln, Chocoly), Tiefkühlbackwaren-Snacks (z.B. Chäschüechli) und Gastro-Backwaren (z.B. Tartelettes). Die HUG AG ist noch heute in Familienbesitz, und zwar in der vierten Generation. Die beiden Brüder Andreas Hug (Geschäftsleitung) und Werner Hug (Delegierter des Verwaltungsrates) führen das Unternehmen nach drei Grundsätzen: herzlich, unternehmerisch und gewissenhaft.

Rekordbeteiligung bei Swiss Cheese Awards 2010 in Neuenburg

Fromarte, 27. September 2010 – 617 Käse in 25 Kategorien sind das Rekordergebnis aus den Anmeldungen für den wichtigsten Wettbewerb um den besten Schweizer Käse, dessen 7. Ausgabe am 30. September in Neuenburg beginnt. Dass innerhalb von 14 Tagen nochmals 150 Käsemuster hinzugekommen sind, zeigt deutlich, wie sich die Schweizer Käse-«Oskars» in der Branche etablieren konnten.

Für die Organisatorin der Swiss Cheese Awards, FROMARTE, bedeuten die Rekordanmeldungen eine grosse Freude und ziehen eine meisterliche Logistik nach sich, um die vielen Käsemuster für den Wettbewerb vorzubereiten. Ab heute wird vor Ort in Neuenburg angepackt, ausgepackt, geschnitten, codiert, verpackt und fachgerecht gelagert, was drei Tage später in 20 Jurygruppen zu fünf Profis getestet und bewertet wird. Unter den Profis wird auch Spitzenkoch und Buchautor Ivo Adam als Käsejuror wirken. Neben dem Wettbewerb beleben bis am Sonntag, 3. Oktober 2010, viele unterhaltsame und kulinarische Attraktionen sowie ein grosser Käsemarkt die historische Innenstadt von Neuenburg.

Tiefe Lämmerpreise: Der Schafzuchtverband schlägt Alarm

(Schweizerischer Schafzuchtverband, 24. September 2010) –
Die Preise für Lämmer sind so tief gesunken, dass die Erlöse nicht einmal mehr die Produktionskosten der Schafhalter decken. Der Schweizerische Schafzuchtverband fordert nun Sofortmassnahmen vom Bundesamt für Landwirtschaft.

“Die Produzentenpreise sind auf einem absoluten Tiefpunkt angelangt”, erklärt German Schmutz, der Präsident des Schweizerischen Schafzuchtverbandes. Heute wird für ein Lamm mittlerer Qualität gerade noch zwischen 160 bis 170 Franken gezahlt. Vor wenigen Jahren waren es noch zwischen 280 und 300 Franken. Die Stimmung unter den Schafzüchtern und -haltern ist schlecht, denn die Produktionskosten sind höher als die Erlöse. Der Schafzuchtverband wird heute beim Bundesamt für Landwirtschaft vorstellig. Er verlangt vom Bund Sofortmassnahmen zugunsten der Schafhalter und will eine langfristige Strategie.

Grund für den Preissturz ist ein Systemwechsel bei den Importen. Bis 2004 war die Einfuhr von Lammfleisch zu niedrigen Zollsätzen an die Inlandschlachtungen gebunden. Damit konnten Schlacht- oder Fleischhandelsbetriebe umso mehr billigeres Fleisch importieren, je mehr inländische Lämmer sie verarbeiteten. Damit bestand ein Anreiz, Schweizer Tiere zu metzgen. Seit 2005 fällt dieser Anreiz weg, da die Importkontingente ohne Auflagen vom Bund an den Meistbietenden versteigert werden. In der Folge sank die Anzahl geschlachteter Lämmer schweizerischer Herkunft um 17 Prozent, von 318‘862 im Jahr 2004 auf 264‘683 im Jahr 2009. Zu schaffen macht den Schafhaltern auch ein stets kleiner werdender Pro-Kopf-Konsum von Lammfleisch: Vor zehn Jahren lag dieser bei 1,54 kg, 2009 betrug er noch 1,22 kg.

Verdorbenes Fleisch soll zollfrei ersetzt werden können

24.09.2010 – (lid) – Bereits verzolltes Importfleisch soll zollfrei ersetzt werden können, wenn es aufgrund höherer Gewalt nicht mehr verwendbar ist. Der Ständerat hat einer entsprechenden Motion von Rolf Büttiker (FDP) zugestimmt. Auslöser der Motion war ein Brand bei der Bell-Tochter Frigo St. Johann AG in Basel im März 2010, bei dem 900 Tonnen Fleisch zerstört wurden. Das Bundesamt für Landwirtschaft bewilligte zwar eine Kontingentserhöhung für den Neuimport, Bell hätte aber ein zweites Mal Zoll bezahlen müssen. Die Motion wurde vom Ständerat mit 19 zu 11 Stimmen gutgeheissen. Dies gegen den Willen des Bundesrates, der die Meinung vertritt, dass gewisse Risiken zum Geschäft gehören und man sich dagegen versichern könne.

EU will Zucker in Fruchtsäften verbieten

23.09.2010 – (lid) – Die EU-Kommission will den Zusatz von Zucker in Fruchtsäften verbieten. Nach dem Willen der Kommission dürfte Zucker nur noch Fruchtnektar beigefügt werden, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt. Dies allerdings auch nur, wenn der Zusatz deutlich auf der Verpackung gekennzeichnet ist. Damit das Verbot in Kraft tritt, wird die Zustimmung des EU-Parlamentes und der 27 EU-Mitgliedsstaaten benötigt.
In der Schweiz ist die Zugabe von Zucker in Birnen- und Traubensaft verboten. Bei anderen Fruchtsäften ist die Zugabe von Zucker erlaubt, muss aber auf der Packung vermerkt sein. Eine Änderung der EU-Richtlinie müsste aber auch von der Schweiz übernommen werden, weil sonst Handelshemmnisse entstehen würden.

Gutes Weinjahr 2010 erwartet

23.09.2010 – (lid) – In den Schweizer Weinbaugebieten wird ein guter Jahrgang 2010 erwartet.
Die Schweizer Winzer erwarten eine Ernte von guter Qualität. (lid)
In den meisten Schweizer Rebgebieten wird dieses Jahr zwar weniger geerntet werden als im Spitzenjahr 2009, die Qualität der Trauben ist aber gut, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt. Im Tessin hat die Weinlese aufgrund von Niederschlägen bereits begonnen, in den meisten anderen Gebieten wird die Leset in den nächsten Tagen losgehen. Unsicher zeigt sich die Lage zurzeit im Kanton Graubünden, wo mit einer späten Weinlese gerechnet wird und die Bauern für eine gute Qualität auf optimales Wetter in den nächsten Tagen angewiesen sind.

Markteinführung von Gentech-Lachs verzögert sich

22.09.2010 – (lid) – In den USA verzögert sich die Markteinführung von gentechnisch verändertem Lachs, nachdem eine Expertenkommission der Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA) die bisherigen Studien zu Auswirkungen auf Mensch und Umwelt als unzureichend eingestuft hat.

Die Expertenkommission der FDA erklärte, dass sich mit den bisher vorhandenen Studien nicht klären lasse, ob der gentechnisch veränderte Lachs ein Risiko für Mensch und Umwelt darstelle, wie das Nachrichtenmagazin Spiegel auf seiner Onlineplattform schreibt. Grundsätzlich geht die Kommission zwar nicht von einer Gesundheitsgefährdung aus, es sei jedoch beunruhigend, dass die bisherigen Studien nur mit sehr geringen Lachsmengen durchgeführt worden seien. Gerade für die Erfassung von Nebenwirkungen wie Allergien seien grössere Untersuchungen unerlässlich. Eine Zulassung zu diesem Zeitpunkt sei deswegen nicht verantwortungsvoll.

Amerikanische Verbraucherschützer hatten schon länger kritisiert, dass die Entscheidungsgrundlagen der FDA auf wissenschaftlichen Daten beruhen, die von der verantwortlichen Firma selbst stammen. Die Konsumentenschützer befürchten neben gesundheitlichen Auswirkungen auch eine Freisetzung des fremden Gens der Lachse auf Wildpopulationen. Beim gentechnisch veränderten Lachs handelt es sich um Atlantik-Lachs, dem ein Gen des schneller wachsenden Königs-Lachs eingesetzt wurde. Dadurch wächst er doppelt so schnell wie normaler Atlantik-Lachs. Die verantwortliche Firma sieht dies als wirksames Mittel gegen die Überfischung.

Nestlé investiert in F&E-Zentrum in Indien

Nestlé, 22. September 2010 – Nestlé gab heute den Bau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums in Indien bekannt. Das Zentrum wird in Manesar errichtet, in der Nähe des Hauptsitzes von Nestlé Indien in Gurgaon, und wird 2012 den Betrieb aufnehmen. Mit der Investition in Höhe von rund CHF 50 Millionen baut Nestlé ihre F&E-Kapazitäten in aufstrebenden Märkten weiter aus. Das Unternehmen ist strategisch auf die aufstrebenden Märkte und seine dortige Führungsposition konzentriert und geht davon aus, dort bis 2020 einen Anteil von 45% an seinem Gesamtumsatz zu erwirtschaften.

In dem neuen Zentrum sollen schwerpunktmässig Popularly Positioned Products (PPPs) insbesondere für Indien, aber auch für weltweite Märkte entwickelt werden. PPPs sind hochwertige, nutritionell angereicherte Produkte zu erschwinglichen Preisen, die speziell auf die Bedürfnisse von Konsumenten mit niedrigeren Einkommen zugeschnitten sind.

Bei der heutigen feierlichen Grundsteinlegung waren Herr Subodh Kant Sahai, Minister für die lebensmittelverarbeitende Industrie, Herr Klaus Zimmermann, Leiter der weltweiten F&E-Zentren von Nestlé, sowie Herr A. Helio Waszyk, Präsident und Managing Director von Nestlé Indien, anwesend.

“Heute untermauern wir nicht nur das kontinuierliche langfristige Engagement von Nestlé hinsichtlich F&E, sondern wir feiern auch die Grundsteinlegung des ersten F&E-Zentrums in Indien. Aus der Forschung in diesem Zentrum werden sich spannende Innovationsmöglichkeiten ergeben. Damit können wir den Konsumenten in Indien und anderen Ländern neue wohlschmeckende, gesunde und nutritionell hochwertige Produkte anbieten”, sagte Klaus Zimmermann.

“Nestlé Indien ist das landesweit führende Unternehmen für Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden. Unser ständiger Zugang zur globalen F&E von Nestlé hat schon bisher wesentlich zu unserem Erfolg beigetragen, und dank der Entscheidung von Nestlé, in Indien ein F&E-Zentrum einzurichten, werden wir unseren Wettbewerbsvorteil in Zukunft weiter ausbauen können. Durch das Zentrum können wir das Wachstum des Unternehmens schneller vorantreiben und zugleich dazu beitragen, Mangelernährung in Indien zu bekämpfen”, sagte A. Helio Wasyzk.

Nestlé ist seit 1912 in Indien vertreten und betreibt heute sieben Produktionsstätten im ganzen Land. Im Jahr 2009 betrug der Umsatz INR 52’224 Millionen. Nestlé India profitierte bisher vom globalen F&E-Netzwerk von Nestlé durch innovative PPPs wie Maggi-Nudeln, die Gewürzmischung Masala ae magic oder das Schokoladenprodukt Chotu Munch.

MARKTPLATZ

Neuheit im Schweizer Kühlregal: Mischung von Quark mit Joghurt

(Danone, 24. September 2010) – Mit Danio lanciert Danone ein neues Produkt, das in dieser Kombination auf dem Schweizer Markt einzigartig ist. Die Kombination von frischem Quark und cremigem Joghurt erweitert den Bereich Milchfrischprodukte. Danio ist in den drei verschiedenen Sorten Erdbeere, Vanille und Stracciatella ein Geschmackserlebnis für Geniesser. Bisher gab es Quark oder Joghurt. Das neue Geschmackserlebnis im Bereich Milchfrischprodukte entsteht aus der Kombination des Frischkäseproduktes Quark mit der leichten Säure des Joghurts.

Die Danone AG mit Sitz in Zürich ist Teil der Danone Gruppe und gehört zu den führenden Unternehmen im Bereich Milchfrischprodukte in der Schweiz. Zu den Produkten zählen so bekannte Marken wie Activia, Actimel, Danonino und Danette. Die Danone Gruppe mit Sitz in Paris ist weltweit eines der grössten Unternehmen der Lebensmittelbranche und führend im Milchfrischmarkt. Sie ist in insgesamt 120 Ländern vertreten und beschäftigt rund 76’000 Mitarbeiter weltweit. Im Jahr 2009 wurde ein Umsatz von umgerechnet rund 19,5 Milliarden Schweizer Franken erwirtschaftet.