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Kürbisse sind dekorativ, vielseitig und trendy

"Das "Arme-Leute-Gemüse" von einst erfreut sich in privaten Küchen und in der Sternegastronomie seit drei bis vier Jahren grosser Beliebtheit. Der Kürbis ist eine der vielseitigsten Herbstfrüchte.

von Foodaktuell Importer

Die gelborangen Riesen leuchten wieder. Bild: Sorte roter Zentner.

Kürbis lässt sich grillen, braten, füllen und überbacken, dünsten, kochen, einlegen oder pürieren. Kürbisse harmonieren – mal süss, mal herzhaft – mit vielen Gewürzen, Kräutern, Obst- und Gemüsesorten und nehmen schnell deren Aroma an. Auch als Rohkost-Salat lassen sich bestimmte Kürbissorten gut geniessen und mit getrockneten und gerösteten Kürbiskernen verfeinern. Die bekanntesten Sorten sind der Hokkaido, die Butternuss, der Muskatkürbis, der Spaghetti-Kürbis und der Kappenkürbis (auch Bischofsmütze oder Türkenturban genannt). Kürbisanbauer unterscheiden grob zwischen Sommerkürbissen und Winterkürbissen.

250 kg schwerer essbarer Kürbis vom Obstbaubetrieb Käsers Schloss, derzeit zu bestaunen in der Züricher Markthalle. Gemäss Ruedi Käser wuchs er am Schluss um 13 kg täglich.

Winterkürbisse werden ausgereift geerntet und halten sich in der Regel den ganzen Winter. Die Lagerzeit ist von Sorte zu Sorte unterschiedlich, bis zu acht Monaten sind möglich. Weltweit gibt es rund 850 verschiedene Sorten, die sich in Form, Farbe, Geschmack und Oberflächenstruktur voneinander unterscheiden. “Vom kleinen Zierkürbis mit 50 Gramm bis zum Schwergewicht von 400 Kilogramm reicht die Vielfalt der Kürbisse. (Text: aid)



Oval, rund, flaschenförmig, orange, grün oder rot: Kürbisse sind in Form, Grösse und Farbe äusserst vielfältig. Und äusserst vielseitig verwendbar. Oben: Sorte Muscat.

Der Kürbis ist die grösste Beere der Welt

Kürbisse gehören – wie Melonen und Gurken – zur Familie der Kürbisgewächse. Botanisch gesehen sind Kürbisse kein Gemüse, sondern Beeren. Sie haben klingende Namen wie Jack be Little, Waltham Butternut, Gelber Zentner oder Atlantic Giant. Der berühmteste ist wohl der Halloween-Kürbis Jack O’Lantern, während die Sorte Rouge vif d’Etampes in der Schweiz zu den meist angebauten Kürbissen gehört. Deren Fruchtfleisch ist geschmacklich neutral, meist etwas süsslich und es wird desto faseriger, je älter der Kürbis ist. Die Schale hingegen ist ungeniessbar.

Haus-gemachte Kürbis-Wähe im Restaurant-Café Heini in Luzern

Kürbisse gehören zu den ältesten von der Menschheit kultivierten Pflanzen. Bereits vor mehr als 10’000 Jahren blühten diese in Zentralamerika. Für Mayas und Azteken gehörten sie zusammen mit Mais und Bohnen zu den Grundnahrungsmitteln. Nach Europa gelangten die Kürbisse um 1500 mit den spanischen und portugiesischen Entdeckern, welche die Riesenbeeren als Proviant für die Tiere auf den Schiffen brauchten.

Sorte Hokkaido

Kürbisse sind überaus gesund. Ihre reichlich vorhandenen Vitamine (A, C, D, E) und die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Zink stärken das Immunsystem und hemmen Entzündungen. Kürbisse bestehen zu 95 Prozent aus Wasser, weisen daher nur wenig Kalorien auf, weshalb sie bestens geeignet sind für Diäten. Kürbiskerne, eine beliebte Knabberei, enthalten hingegen reichlich Fett.

Während Kürbisse früher noch als Armeleute-Essen galten, sind sie heute Teil der gepflegten Küche – ob gedünstet, überbacken, gekocht oder als Suppe zubereitet (Bild: Maggi-Suppe)

Ein angeschnittener Kürbis lässt sich zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Um den Geschmack zu bewahren, empfiehlt sich, ihn mit einer Folie zu bedecken. Ganze Früchte sind hingegen monatelang haltbar, sofern sie in einem kühlen und trockenen Raum gelagert werden.

Nebst Speisekürbissen gibt es auch Zierkürbisse. Weil diese den Bitterstoff Cucurbitacin enthalten, sind diese für den Verzehr nicht geeignet. Dafür eignen sie sich als Dekoration in Haus und Garten sowie zum Basteln. (LID / Michael Wahl)

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