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Konsumentenstimmung in der Schweiz steigt

Die Konsumentenstimmung in der DACH-Region liegt über dem europäischem Schnitt. Die Bewertung der Finanzlage und Bereitschaft für Anschaffungen verbessern sich weiter.

von Foodaktuell Importer

Wenn gespart wird, steht der Kauf von günstigeren Lebensmittelmarken in allen drei Ländern weit oben auf der Hitliste der Sparmassnahmen.

Entgegen dem weltweiten Trend ist das Verbrauchervertrauen in der Schweiz erneut gewachsen und hat nun beinahe wieder einen Wert wie vor der Krise. Für diesen starken Schub sorgt vor allem die sprunghaft gestiegene Bewertung der Berufsaussichten. Diese Zahlen stammen aus der regelmässigen Nielsen Global Online Survey, an der im September 2010 rund 30.000 Internet-User aus 54 Ländern teilnahmen (darunter 500 aus der Schweiz).

Während im zweiten Quartal 2010 schon mehr als die Hälfte der schweizerischen Konsumenten die Berufsaussichten mit ausgezeichnet oder gut einstufte, sind es im dritten Quartal 2010 bereits 60 Prozent. Dieser starke Anstieg trägt massgeblich dazu bei, dass der Vertrauensindex der Konsumenten in der Schweiz nun auf 100 Punkte gestiegen ist und damit deutlich über dem europäischen (78%) und dem weltweiten (90%) Schnitt liegt.

Generell differiert die Stimmung der Verbraucher in Europa stark: Rückläufigen Tendenzen in Südeuropa stehen positive Entwicklungen wie etwa in der DACH-Region gegenüber. Dazu Petra Kacnik, Director Consumer Research Nielsen DACH: „In Grossbritannien, Frankreich, Spanien liegt das Verbrauchervertrauen teilweise deutlich unter dem europäischen Durchschnitt, und in Italien sank der Index im dritten Quartal 2010 sogar um sieben Punkte auf seinen bisher niedrigsten Wert.“

Auch ihre persönliche Finanzlage schätzen die Verbraucher in der Schweiz erneut optimistischer – ihre Bewertung liegt nebenbei insgesamt elf Punkte höher als in Deutschland, wo diese Einschätzung stagniert. Und auch die Bereitschaft für persönliche Anschaffungen steigt in der Schweiz von einem ohnehin sehr hohen Niveau weiter an.

Sparen weiter ein Thema

Obwohl sich die Stimmung in der Schweiz weiter positiv entwickelt, zeigen die Verbraucher im Gegensatz zu Deutschland und Österreich keine Tendenz, weniger sparen zu wollen. 44 Prozent gaben an, ihre Ausgaben gesenkt zu haben. Ein Wert, der sich seit Anfang des Jahres nicht verändert hat, während er im gleichen Zeitraum im europäischen Schnitt um zwei, in Österreich gar um acht Prozentpunkte gesunken ist.

Wenn aber gespart wird, dann steht der Kauf von günstigeren Lebensmittelmarken in allen drei Ländern weit oben auf der Hitliste der Sparmassnahmen (60% der Nennungen in der Schweiz). Am unteren Ende, aber dennoch mit durchaus hohen Werten, stehen Einsparungen bei Alkohol und Tabakprodukten (siehe Abb. 4).

Wenn die Lebenshaltungskosten gedeckt sind, haben Verbraucher hierzulande durchaus andere Prioritäten als im europäischen Vergleich: Relativ viele schweizerische Verbraucher geben an, verfügbares Geld in Urlaub/Reisen und Freizeitaktivitäten zu investieren. An dritter Stelle der Ausgaben folgen gleichauf Spareinlagen und Neue Kleidung. Einen ebenfalls deutlichen Unterschied im europäischen Vergleich gibt es bei der Altersvorsorge (EU-Schnitt 10%, CH: 16%). Fast jeder fünfte Befragte in der Schweiz gibt indessen an, über die Deckung der Lebenshaltungskosten hinaus kein Geld zur Verfügung zu haben.

War es vor drei Monaten noch die wirtschaftliche Lage, die den Schweizern die meisten Sorgen machte, hat sich dieses Bild nun völlig geändert: Mittlerweile verursachen steigende Wohnnebenkosten die meisten Sorgen (20% der Nennungen), die wirtschaftliche Lage ist an vierte Stelle (14%) gerückt. Davor kommen noch die Sorgen um die Gesundheit (18%) sowie Arbeitsplatzsicherheit und Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Privatleben (jeweils 16%). In ganz Europa haben die Sorgen um die steigenden Wohnnebenkosten die Führung übernommen, Wirtschaft und Arbeitsplatzsicherheit stehen insgesamt nicht mehr an erster Stelle.


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(Nielsen 1.11.2010)