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Deborah Reynaud: beste Jungbäckerin 2010

Am 17.11.2010 sind die besten JungbäckerInnen-KonditorInnen prämiert worden nach einem Wettkampftag in der Backstube. Ein schöner Zufall dieses Jahr ist die Verteilung der ersten drei Ränge auf die Sprachregionen: Erste wurde eine Westschweizerin, zweite eine Deutschschweizerin und dritter ein Tessiner.

von Foodaktuell Importer




Das Motto für die Gestaltung der brotigen und süssen Kunstwerke war «Weihnachten».

TeilnehmerInnen bei den Schweizer Meisterschaften der JungbäckerInnen an der Fachschule Richemont in Luzern waren die besten Lernenden aller Kantone. Auffallend ist der hohe Frauenanteil, der viel höher lag als bei den Lernenden insgesamt. Gerade mal fünf Vertreter des starken Geschlechts waren unter den total 25 Kandidaten. Bernhard Aebersold, Ausbildungschef des Westschweizer Bäckermeister-Verbandes kennt den Grund: «Frauen sind fleissiger in der Lehre und üben öfter. Die jungen Männer gehen statt dessen lieber Fussball spielen». Damit ist das alte Sprichwort bewiesen: Übung macht den Meister – oder eben – die Meisterin.

Peter von Burg, Richemont-Konditoreichef und Nachfolger des kürzlich pensionierten Fredy Eggenschwiler konstatierte: «Das Niveau dieser Meisterschaft ist höher als letztes Jahr, vor allem bei den Tortendekors, dem Schaustück und den Haselnussmakronen. Dies dank dem Training am Swissbaker-Team-Tag».




Die offiziell beste Jungbäckerin der Schweiz heisst Deborah Reynaud und arbeitet im Trainingscenter der Jowa in Ecublens. Dass ausgerechnet die einzige Kandidatin einer Industriebäckerei an die Spitze gelangte, ist doch bemerkenswert. Aber im Trainingscenter hatte sie vermutlich ideale Voraussetzungen zum trainieren.




Eine Samichlausmakrönli-Kreation von Deborah Reynaud.

Dieses Jahr sind generell die Spezialbrote variantenreicher, die Blätterteiggebäcke enthalten viele frische Früchte und alle Kreationen sind farbiger. Nur bei den Marzipanfiguren sieht man, dass noch etwas Erfahrung fehlt.




Vize-Schweizermeisterin ist Daniela Zellweger von der Bäckerei Abderhalden in Herisau.




Ein Blick auf die Kunstwerke von Daniela Zellweger.

Die Juroren bewerten bei den Jungbäcker-Meisterschaften nur das Aussehen im Gegensatz zu den Berufsprüfungen, wo sie auch degustieren. Aber bei beiden begutachten sie auch die Produktionstechnik.




Rang 3 erlangte Luzius Stricker von der Bäckerei Tiziano in Melide TI. Ausserdem erhielt er den Sonderpreis für Gestalten.




Das beeindruckende Schaustück von Luzius Stricker. Kaum zu glauben, dass es aus Brotteig besteht.

Dieses Jahr durfte das Schaustück fertig produziert mitgebracht werden.




Alle Teilnehmenden der Schweizer Meisterschaft mit SBKV-Präsident Kaspar Sutter (rechts aussen).




Die besten der besten: von links: Daniela Zellweger, Deborah Reynaud, Luzius Stricker

Richemontdirektor Walter Boesch: «Dass man die Kreativität ausleben kann, macht den Bäcker-Konditor-Beruf so attraktiv».


Auch Teilnehmer im vierten Rang kreierten Kunstwerke wie Sebastian Rösli dieses Weihnachtsbrot, das aussieht wie eine Weihnachtsstern-Pflanze – zu schön zum essen.




Der neue und der Ende Jahr in (Un)ruhestand tretende Richemont-Direktor. Von links: Reto Fries, Walter Boesch.