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Die vielen Facetten der Berufslehre

Am BBZN Milchwirtschaft konnten sich die Milchtechnologen des dritten Lehrjahres, Eltern und Berufsbildner über das Qualifikationsverfahren orientieren. Karriereplanung und Weiterbildung wurden ebenfalls angesprochen.

von Alimenta Import

Anfang Juni 2011 findet für die Lernenden des 3. Lehrjahrs der zweite Teil des Qualifika­tions­verfahren statt. Das BBZN Milchwirtschaft Sursee bot den angehenden Milchtechnologen und -technologinnen, ihren Berufsbildnern und Eltern die Gelegenheit, sich über Ablauf, Inhalte sowie Bewertung dieser Lehrabschluss­prüfung zu orientieren. In einer Ausstellung erhielten sie detaillierte Informationen. Die Möglichkeit, mit den Klassenlehrern die ak­tuellen Leistungen oder allgemeine Fragen in einem persönlichen Gespräch zu erörtern, wurde rege benutzt.

In der Podiumsdiskussion erhielten die Besucher Einblicke in die Facetten der Berufs- und Weiterbildung sowie in die Karriere­planung aus Sicht erfahrener Berufsleute und zweier aktueller Absolventen der Fachschulen. Severin Camenzind und Samuel Mani, Fachschule 1, fanden es wichtig, nach absolvierter Ausbildung zuerst einen Boxenstopp einzuschalten, Erfahrungen in der Praxis zu sammeln und im Betrieb erste Verantwortung zu übernehmen. Daneben genossen sie es, ihr ers­tes Geld zu verdienen, um sich etwas ­Grösseres leisten zu können. Der Besuch einer Weiterbildung war ihr grundsätzliches Ziel. Doch dass sie diese nun in Angriff genommen haben, sei dem Drängen ihrer aktuellen ­Arbeitgeber zu verdanken.

Ohne Sprachkenntnisse geht wenig
Hans Aschwanden, Geschäftsführer der Bergkäserei Aschwanden in Seelisberg, unterstrich, dass es wichtig sei, erste Erfahrungen im ­Berufsalltag zu sammeln, bevor die Weiter­bildung in Angriff genommen werde. Da­neben werde im Zeitalter der Globalisierung die Sprachkompetenz immer wichtiger. Die Bedeutung guter Sprachkenntnisse nehme noch zu, falls man in einem international tätigen Unternehmen wie Emmi Karriere machen möchte, bestätigte Thomas Röösli, Ausbildner der Emmi AG in Emmen. Im Weiteren seien auch Sozial- und Methodenkompetenzen und eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung Voraussetzung, um in einem Industriebetrieb Verantwortung übernehmen zu können.
Auf die vielfältigen Fremdsprachenangebote des Kantons Luzern machte Viktor Jans, Ausbildungsberater bei der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung, aufmerksam. Wer Erfolg haben will, muss informiert sein, die richtigen Fragen stellen und aus einer Fülle von Bildungsangeboten das Wesentliche heraus­filtern können. Die Lernenden im ­Rahmen ihrer Lehre zu solchen Fähigkeiten hinzuführen, ist keine neue, aber eine immer wichtiger werdende Aufgabe. Das BBZN Milchwirtschaft kann so mit dem Berufsschulangebot und den Weiterbildungsstufen, Fachschule 1 und 2, Synergien wahrnehmen. Der Infoabend leistete einen Beitrag dazu.
*?Die Autoren sind Klassenlehrer des 3. Lehrjahres am BBZN Milchwirtschaft in Sursee.