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Suva-Prämien sinken erneut

Zum vierten Mal in Folge reduziert die Suva die Prämien in der Berufs­unfallversicherung. Davon profitieren auch die Betriebe der Nahrungs­mittel­industrie. Dort sinken die Prämien durchschnittlich um 5,1%.

von Alimenta Import

Dank einem Ertragsüberschuss und der soliden Finanzierung senkt die Suva die Prämien in der Berufsunfallversicherung (BUV) 2011 erneut. Die durchschnittliche Prämiensenkung über alle Branchen beträgt 3%.
Bei den Betrieben der Nahrungsmit­tel­industrie sinken die BUV-Prämien um durch­­schnittlich 5,1%. Für 81% sinken die Prä-mien, bei 9% bleiben sie stabil und 10% der Betriebe müssen aufgrund gestiegener Unfallkosten für 2011 eine Prämienerhöhung in Kauf ­nehmen.
In der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) können die Prämien – trotz einer leichten Zunahme der Freizeitunfälle – über alle Branchen gesehen stabil gehalten werden. In der Nahrungsmittelindustrie sinken die NBUV-Prämien im Durchschnitt aller Betriebe sogar um 1,4%. Insgesamt wird damit die Unfallversicherung günstiger und der Werkplatz Schweiz gestärkt.

Die Prävention wirkt

Die Prämiensenkung sei einerseits die Folge langjähriger Präventionsanstrengungen, schreibt die Suva. So sei das Berufsunfallrisiko bei den Betrieben der Nahrungsmittelindus­trie zwischen 2000 und 2009 um mehr als ein Viertel zurückgegangen. Neben Kostenein­sparungen könne mit der Prävention auch viel Leid für Verunfallte und ihre Angehörigen verhindert werden. Gleichzeitig flössen bei der Suva die Gewinne nicht an Aktionäre ab, sondern sie würden an die versicherten Betriebe in Form von tieferen Prämien zurückgegeben.
Auch die erfolgreiche Wiedereingliederung nach einem Unfall trägt dazu bei, dass die Suva die Kosten im Griff hat. Sie hat es ohne Qualitätseinbusse für die Verunfallten geschafft, die Zahl der neuen Invalidenrenten seit 2003 um beinahe 40% zu reduzieren.

Leistungen durch UVG-Revision in Gefahr
Für die laufende Revision des Unfallversicherungsgesetzes hat die vorberatende Kom­mission des Nationalrats beschlossen, die ­heutigen Leistungen der obligatorischen ­Unfallversicherung zu verschlechtern und gleichzeitig zu verteuern.
Dieser Leistungsabbau sei umso frag­würdiger, als die Unfallversicherung ausgezeichnet funktioniere, solide finanziert sei und ­keinen Sanierungsbedarf aufweise, heisst es bei der Suva. In der Herbstsession 2010 hat der Nationalrat die Revision an den Bundesrat zurückgewiesen. Ob der Ständerat zum selben Schluss kommt, ist noch offen. mig