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Der Schweizer liebstes Kaffeegetränk

von Foodaktuell Importer

Herr und Frau Schweizer trinken Kaffee rund um die Uhr. Am liebsten am Morgen, gefolgt vom Kaffee nach dem Mittagessen und am Nachmittag. Kaffee wird fast unabhängig vom Wetter getrunken. Nur während den wirklich heissen Tagen im Sommer schwindet die Lust nach Kaffee.

Gemäss Branchenspiegel 2010 von GastroSuisse ist der Kaffee nach wie vor das beliebteste Getränk. Zwar hat der Anteil der Warmgetränke an allen Getränkebestellungen seit 2006 kontinuierlich leicht abgenommen (von 36.8 % auf 34.1 %), gleichzeitig hat aber der Getränkeumsatz in dieser Zeitspanne um 27.36 % zugenommen, so dass nicht nur frankenmässig sondern auch mengenmässig, bei einem gleichbleibenden Anteil des Kaffees am Gesamtumsatz (8.5 %), der Kaffeekonsum sehr wohl zugenommen hat.

Tassen Kaffee / Tag im 2008 im Gastgewerbe: 1‘293‘400
Tassen Kaffee / Tag im 2009 im Gastgewerbe: 1‘358‘000

Rangliste der beliebtesten Kaffees Ausserhaus im 2009

(Rangnennungen in Prozent)

1. Café Crème 30.6%
2. Espresso 21.25%
4. Cappuccino/Schale 19.11%
3. Macchiato 20.04%
5. Übrige (Aroma, fertig) 9%
Quelle: Umfrage CafetierSuisse in ZH, BE, AG, SG, SO 2008/2009

Nach wie vor kann sich das klassische Café Crème an der Spitze behaupten, es hat jedoch insbesondere zugunsten von Caffè Macchiato an Boden verloren. Spezialzubereitungen (aromatisierte Kaffees, aber auch z.B. Kafi fertig) haben ebenfalls an Terrain verloren. Nimmt man die Zubereitungen mit Milch (Schale, Cappuccino und Caffè Macchiato) zusammen, so stehen diese Spezialitäten unangefochten an oberster Stelle der Beliebtheitsskala.



Interessant sind auch die Unterschiede zwischen Stadt/Land: Bei den klassischen Zubereitungen (Café Crème, Schale) nehmen diese in den ländlichen Gegenden 52.19 % ein, während in den Städten hier der Anteil nur bei 47.23 % liegt. Folglich liegen in der Stadt die „trendigen“ Zubereitungen (Macchiato und Cappuccino) mit 44.56 % gegenüber 38.03 % auf dem Land vorn.

Kaffeetrinker stützen KMUs

In einer globalen Wirtschaft sehen sich kleine und mittlere Unternehmungen neuen, weltweit agierenden Konkurrenten gegenüber, wodurch die Ausweitung der eigenen Geschäfte erschwert und bisherige Nischen bedroht werden.

Im Gastgewerbe weisen mehr als die Hälfte (52.7 %) aller Betriebe zwischen 1 – 75 Sitzplätze auf und sind somit als Kleinstbetrieb einzustufen. Wird die Spanne der Sitzplätze auf 100 Plätze erweitert, so sind fast ¾ aller Betriebe (74.3 %) als KMUs einzuordnen.

Eines der prägendsten Merkmale des kleinstrukturierten Gastgewerbes ist die Ortsgebundenheit. Die Chancen der Globalisierung, vormals schwer erreichbare Märkte zugänglich zu machen, stehen diesem Segment des Gastgewerbes so nicht offen. Strategische Überlegungen zur Verlagerung der Dienstleistung sind nicht möglich. Umso mehr leiden Einzelbetriebe unter dem starken Druck des Marktauftritts von Kettenbetrieben, die mit einem stark reduzierten Angebot, tiefpreisige Dienstleistungen in Selbstbedienung anbieten.



Gemäss einer Umfrage von Demoscope schätzen Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten aber gerade die persönliche Bedienung. Eine weitere repräsentative Umfrage bei 1400 Kunden hat ergeben, dass die Vielfalt des Angebotes und die Regionalität der Produkte zudem zu den wichtigsten Auswahlkriterien zählen.

CafetierSuisse unterstützt seine Mitglieder deshalb im Bekenntnis zu Qualität im F & B Bereich. Basis für diese Forderung bilden die Partnerschaftsverträge, welche CafetierSuisse mit praktisch allen führenden Schweizer Unternehmungen im Gastgewerbe unterhält.

Das Gastgewerbe hat eine nicht zu unterschätzende volkswirtschaftliche Bedeutung. Der Umsatz der CafetierSuisse Mitglieder bewegt sich um die 650 Mio. Franken und die Mitgliederbetriebe bieten rund 4‘500 Arbeitsplätze.

Deshalb ist CafetierSuisse überzeugt, dass jede Konsumentin und jeder Konsument, welcher es sich zur Gewohnheit gemacht hat, regelmässig seinen Café in einem gewerblichen Betrieb zu geniessen, nicht nur einen wichtigen Pfeiler der Wirtschaft stützt, sondern auch einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag an die Erhaltung von grundlegenden Werthaltungen leistet.

Wie bei den virtuosen Pizzaioli gibt es in der Kaffeewelt Barista-Künstler. Notabene: Demnächst findet wieder eine Barista-Meisterschaft statt: 27.-29.1.2011 im Bern Westside-Shoppincenter. Bild: der amtierende Schweizer Meister Mathias Bühler. Siehe: Barista-Meisterschaft 2011

Die Schweizerinnen und Schweizer tranken im Jahr 2009 im Durchschnitt 1140 Tassen Kaffee und gehören somit zu den „Spitzentrinkern“. Finnland und Norwegen liegen weiter unangefochtenen in Führung.

Ländervergleich des Kaffeekonsums 2009

in Tassen pro Einwohner/Jahr (Quelle ICO)

Finnland 1712
Norwegen 1340
Schweden 1081
Österreich 924
Schweiz 1140
Deutschland 894
Italien 846
USA 587
GB 454

Text: CafetierSuisse

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