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Healthclaims: 222 erlaubte Aussagen

Die Mitglieder des ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit aben sich auf eine Liste mit 222 erlaubten gesundheitsbezogenen Aussagen geeinigt.

von Foodaktuell Importer


Auf die zellschützende Wirkung der Polyphenole in Olivenöl daf man nun hinweisen. Diese Wirkung wurde bestätigt.

Wie bereits mehrfach berichtet,
hatte die Kommission von ursprünglich
eingereichten 44‘000
Health-Claims deren 4‘600 als konsolidierte
Liste an die European
Food Safety Authority (EFSA) zur
Prüfung übermittelt. Die EFSA hatte
von diesen Gesuchen in insgesamt
sechs Gutachtenreihen 2‘758
Claims untersucht. Zurückgestellt
wurden vorläufig 1‘550 Angaben
über sogenannte „Botanicals“.

Von
den beurteilten Claims wurden nur
gerade 20% durch die EFSA als
wissenschaftlich begründet eingestuft.
Der Rest wurde zur Abweisung
empfohlen. Für einzelne Bereiche
von Claims (insbesondere
für die Probiotika) wurde den Gesuchstellern
eine Nachfrist zur Einreichung
zusätzlicher Dokumentationen
eingeräumt (vgl. zum Ganzen
fial-Letter Nr. 5 / Oktober 2011).

222 Claims auf Liste

Am 5. Dezember 2011 hat nun der
ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette
und Tiergesundheit den
Entwurf der Kommission für eine
Liste von 222 Claims gutgeheissen.
Diese 222 Claims decken rund 500
Einträge aus der ursprünglichen,
konsolidierten Liste ab.

Es handelt
sich insbesondere um Claims betreffend
Vitamine und Mineralstoffe,
spezifische Nahrungsfasern, welche
einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel,
das Cholesterin oder die
Gewichtskontrolle haben sowie um
lebende Joghurtkulturen.

Bestätigt
wurde ferner auch die zellschützende
Wirkung der Polyphenole in Olivenöl,
eine verbesserte Funktion der Blutgefässe
durch Walnüsse sowie die
Wirkung einiger Zuckeraustauschstoffe
zum Schutz vor Karies.

Die
Liste dieser 222 Health-Claims wird
nun dem Parlament und dem Rat
zur Prüfung vorgelegt und soll bis
Mitte 2012 verabschiedet werden.

Kontroverse Haltung in der EU

Die Liste wird in der EU teils kontrovers
diskutiert, da sie nur 222 der
ursprünglich 4‘600 Health-Claims
beinhaltet. Offen ist weiterhin die
Behandlung der Botanicals und der
sogenannten Probiotika. Diese können
vorläufg weiter gebraucht werden.

Die rund 2‘000 abgewiesenen
Health-Claims müssen demgegenüber
innert sechs Monaten ab Inkrafttreten
der Liste, dass heisst bis ca.
Ende 2012 vom Markt verschwinden.

Vorgehen in der Schweiz

Das Bundesamt für Gesundheit
(BAG) wird nach eigenen Angaben
die Liste – sobald sie in der EU
rechtskräftig publiziert wurde – so
bald als möglich in den Anhang 8 der
Verordnung über die Kennzeichnung
und Anpreisung von Lebensmitteln
(LKV) übernehmen. Die nicht zugelassenen
gesundheitsbezogenen Angaben
werden mittels Rechtserlass
verboten. (fial)