Datum:

WEEKENDNEWS 30.Januar 2011

«GUIDE BLEU» neu im Weber Verlag Thun / Klimasteuer auf Fleisch und Milch gefordert / Tierschutz unterstützt Direktzahlungsforderung für behörnte Kühe

von Foodaktuell Importer

«GUIDE BLEU» neu im Weber Verlag Thun

(Weber Verlag 28.1.2011) – Der Weber Verlag Thun hat die Verlagsrechte des «GUIDE BLEU» übernommen:
Ab 2012 gibt der Genussverlag den ältesten Schweizer Gastroführer in komplett
überarbeiteter Form heraus.
Der «GUIDE BLEU» erscheint 2012 neu positioniert: als unabhängiger, attraktiver
Restaurantführer mit fairen Tests. Der Thuner Weber Verlag überarbeitet gegenwärtig
das grafische Erscheinungsbild und das inhaltliche Konzept des traditionellen
Guides von Grund auf.

Ein Redaktionsteam wählt die Testbetriebe aus. Der neue «GUIDE BLEU» stellt die
Tests umfassend und lesefreundlich dar. Ebenso werden neue Testerinnen und
Tester engagiert mit kulinarischem Interesse, einer ausgeprägten Beobachtungsgabe
und einer differenzierten Ausdrucksweise.

Die Berner Werbefachfrau Annette Weber gründete 1991 die Weber AG mit einer
Werbeagentur und einem Verlag. Das Unternehmen feiert in diesen Tagen das 20-
Jahre-Jubiläum und beschäftigt mittlerweile über 25 Mitarbeitende mit Standorten in
Thun, Spiez und Interlaken.

Der Weber Verlag, ein im Genussbereich spezialisierter mittelgrosser Verlag, hat bis
heute mehr als 80 Titel verlegt und gehört dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-
Verband (SBVV) an. Der Weber Verlag hat sich von Anfang an als Genussverlag profiliert – und dabei das
Thema allumfassend definiert: So beinhaltet das Sortiment neben Kochbüchern
auch Wanderführer, Weinbücher und Kulturführer.

Klimasteuer auf Fleisch und Milch gefordert

(Uni Göteborg/Potsdam 26.01.2011) – Für jede Tonne CO2, die bei der Herstellung von Fleisch und Milch an die Atmosphäre freigesetzt wird, sollen Konsumenten künftig 60 Euro Klimasteuer zahlen. Das fordern Ökonomen der Universität Göteborg http://www.gu.se in der Zeitschrift “Climate Change”. Die Massnahme könnte die Treibhausgas-Ausstösse der europäischen Landwirtschaft um sieben Prozent senken, rechnen die schwedischen Forscher vor.

Die Produktion von Nahrungsmitteln verursacht weltweit bis zu einem Viertel der Treibhausgas-Emissionen. Änderungen der Ernährungsgewohnheiten haben deshalb grosse Auswirkungen auf das Klima. Würde Europa etwa Rindfleisch durch Hühnerfleisch ersetzen, so verursacht das 90 Prozent weniger Emissionen, bei Bohnen sogar 99 Prozent. Zurückhaltung bei Fleisch, Milch würde jedoch auch zusätzliche Landflächen freimachen, die für Biotreibstoffe genützt werden könnten.

Zur Umsetzung schlagen die Forscher um Kristina Mohlin die Besteuerung tierischer Produkte in der Höhe von 60 Euro pro Tonne CO2-Äquivalente vor. Am meisten betroffen davon würde Rindfleisch sein, da das Methan im Kuhmagen besonders viele Emissionen verursacht. Durch eine derartige Steuer würde der Rindfleischkonsum laut Berechnungen um 15 Prozent sinken. Auch die UN-Ernährungsorganisation FAO glaubt mittlerweile, dass Rindfleisch künftig erheblich teurer wird. Sie bezeichnet es sogar als “Kaviar der Zukunft” (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/101001018/ ).

“Eine Steuer auf Fleisch oder Milch gibt es bisher noch nicht, tierische Produkte werden sogar eher subventioniert”, erklärt Benjamin Bodirsky vom Potsdam-Insitut für Klimafolgenforschung http://www.pik-potsdam.de im pressetext-Interview. Jedoch wird aktuell diskutiert, wie die Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft zukünftig in den globalen Klimaschutz eingebunden werden können. Neben der Tierhaltung gehören auch Kunstdünger und die Bewirtschaftung von Mooren zu den grössten Treibhausgas-Erzeugern.

Die Umstellung auf mehr pflanzliche Ernährung ist in Europa jedoch Gebot der Stunde. Denn der ökologische Aufwand für tierische Ernährung ist weitaus höher, so der Forscher. “Ziel ist nicht das Verschwinden des Fleisches. Vielmehr geht es darum, den deutlichen Anstieg des Fleischkonsums der letzten Jahrzehnten wieder rückgängig zu machen. Ideal wäre aus Sicht des Klimas, wieder auf den Speiseplan der Grossmutter zu kommen, bei dem Fleisch als etwas besonderes gilt – etwa in Form des Sonntagsbratens”, betont Bodirsky. (Ende)

Migros und Bio Suisse bekräftigen ihre Zusammenarbeit

(MGB, Biosuisse 26.1.2011) – Migros und Bio Suisse setzen sich dafür ein, der
breiten Bevölkerung biologisch produzierte Produkte zugänglich zu
machen. Die Förderung des biologischen Landbaus und die
Aufrechterhaltung eines hohen Qualitätsstandards ist ein gemeinsames
Anliegen.

Beim Migros-Bio Label haben Schweizer Produkte Priorität. Die
Migros bezieht ihre Schweizer Bio-Produkte ausschliesslich von
Landwirtschaftsbetrieben, die nach den Richtlinien von Bio Suisse
zertifiziert sind. Für die Verarbeitung und den Import von
Bio-Produkten hält sich die Migros an die Schweizer Bio-Verordnung.
Im letzten Jahr verstärkte Migros ihr Bio-Engagement und ist damit
sehr erfolgreich.

So bestätigt sich für Migros auch die Kooperation
mit Bio Suisse. Diese wurde zu Anfang dieses Jahres mit der
Erneuerung des langjährigen Zusammenarbeitsvertrags zwischen Migros
und Bio Suisse bekräftigt. Zur Weiterentwicklung der gemeinsamen
Interessen werden sich beide Partner regelmässig in Sach- und
Marktfragen konsultieren.

“Die Zusammenarbeit mit Bio Suisse ist für uns wichtig”, sagt
Oskar Sager, Leiter Marketing Migros. “Wir schätzen es sehr, dass wir
bei einem für uns so zentralem Sortimentsbereich mit einer
kompetenten Partnerin zusammen arbeiten können”.
Jürg Schenkel, Leiter Marketing von Bio Suisse erklärt: “Migros
trägt massgeblich zum Erfolg von Bio bei und leistet einen sehr
erfreulichen Beitrag für die Weiterentwicklung des Schweizer
Biolandbaus entlang der ganzen Wertschöpfungskette.”

Bio bei der Migros: Die Migros führt das Migros-Bio-Label seit
1995. Unterdessen bietet sie über 1000 Produkte an. Bei den
Sortimenten Babynahrung und bei Frühstücksartikel ist sie
Marktführerin. Im Jahr 2010 vereinheitlichte sie alle Verpackungen
von Bio-Produkten, modernisierte das Logo und verstärkte die
Kommunikation. Im letzten Jahr erzielte sie mit Bio-Produkten einen
Umsatz von 407 Millionen Franken, das entspricht einer Steigerung von
14 Prozent.

Bio Suisse ist die führende Bio-Organisation der Schweiz und
Eigentümerin der Marke Knospe. Der 1981 gegründete Dachverband
vertritt die Interessen seiner 5’600 Knospe-Landwirtschafts- und
Gartenbaubetriebe. Zudem stehen 750 Verarbeitungs- und
Handelsbetriebe unter Knospe-Lizenzvertrag. Alle Betriebe werden
regelmässig von unabhängigen Stellen in Bezug auf die Einhaltung der
strengen Bio Suisse Richtlinien kontrolliert und zertifiziert.
Knospe-Produkte garantieren einen hohen Produktionsstandard und
stehen für Geschmack und Genuss.

HUG im 2010 trotzte dem starken Franken

(HUG 25.1.2011) Die HUG-Backwaren-Gruppe, mit Sitz in Malters/Luzern, erreichte 2010 einen konsolidierten Umsatz von 133 Mio. Franken. Dies entspricht trotz Währungsverlusten von rund 1 Mio. Franken dem Vorjahres-Niveau. Dabei war der Biscuits-Umsatz aufgrund von Sortimentsbereinigungen und Währungsverlusten in den Export-Märkten rückläufig. Generell verursachen die aktuellen Währungsentwicklungen, die umstrittene Swissness-Deklaration und Budget-Kürzungen beim Rohstoffkosten-Ausgleich Unsicherheiten. Zugpferde waren im Jahr 2010 die innovative Marke DAR-VIDA sowie die Tartelettes für die Gastronomie. Die 2008 übernommene Wernli AG in Trimbach konnte 2010 abschliessend in die HUG AG integriert werden.

Per Ende 2010 beschäftigte die HUG-Gruppe mit Betrieben in Malters, Willisau und Trimbach 366 Vollzeit-Mitarbeitende. Die produzierte Tonnage konnte um 4,3 % auf 9‘400 Tonnen gesteigert werden. „Es ist uns gelungen, zwischen HUG und Wernli einen intensiven Know-how Austausch zu pflegen und gemeinsam neue Produkte zu entwickeln“, sagt Werner Hug, Delegierter des Verwaltungsrates der Familien-Unternehmung HUG AG. Die Ertragsentwicklung konnte dank den zwischen HUG und Wernli realisierten Synergien weiter verbessert werden.

Der tiefe Euro-Kurs, verbunden mit dem scharfen Preiswettbewerb im europäischen Detailhandel, führte zu grösseren Umsatz-Verlusten bei einigen internationalen Kunden im Euro-Raum. Generell bergen die Euro- bzw. US-Dollar- Entwicklungen einige Unsicherheiten. Hinzu kommen noch einzelne von Bundes-

Bern gemachte Entwicklungen, welche die Export-Aussichten trüben. Einerseits geht es um die umstrittene Swissness-Deklaration, andererseits um die Budget-Kürzungen beim Rohstoffkosten-Ausgleich nach dem Schoggigesetz. „Nachdem sämtliche Bemühungen, den Eurokurs zu stützen, misslangen, könnte eine gesicherte Auszahlung der Rohstoffpreis-Rückerstattung einen angemessenen Ausgleich für die im Ausland teurer gewordenen Produkte darstellen“, sagt Werner Hug, Delegierter des Verwaltungsrates der HUG AG.

Die Ende 2009 in Betrieb genommene neue Tartelettes-Grossanlage konnte mit zusätzlichen Aufträgen aus dem In- und Ausland bereits gut ausgelastet werden. Hier spielt insbesondere die Vielfalt des Sortiments eine wichtige Rolle. Besonders grosse Export-Erfolge konnten 2010 in den USA verzeichnet werden. „Unser Erfolg weckt aber auch das Interesse von Mitbewerbern in diesem Markt“, sagt Andreas Hug, Geschäftsführer der HUG AG. Vermehrt werden auch Hand-Made Tartelettes aus China nach Europa exportiert. HUG stellt sich diesem Trend mit Schweizer Qualität, neuen Formen, Rezepten und Animationen erfolgreich entgegen.

Am besten entwickelte sich jedoch die Marke DAR-VIDA: Die erfolgreich lancierten DAR-VIDA Vollkorn-Biscuits werden deshalb in den kommenden Monaten mit einer neuen Sorte ergänzt. Das zweistellige %-Wachstum 2010 ist Zeichen des Vertrauens, welches die Kundinnen und Kunden der „Gesundheits-Marke“ DAR-VIDA entgegenbringen. DAR-VIDA ist und bleibt der Inbegriff des gesunden Vollkorngebäcks für zwischendurch. Die Neu-Positionierung der Marke Wernli im Jahr 2010 konnte in der Schweiz und in diversen Ländern in Europa und Asien erfolgreich eingeführt werden.

Mitte 2011 wird HUG die Tiefkühl-Backwaren-Produktion von Malters zur Deliciel AG nach Birmenstorf (AG) verlegen (siehe Medienmitteilung vom 27.9.2010). Für einen Grossteil der Mitarbeitenden konnten bereits jetzt neue Arbeitsplätze vermittelt werden. HUG wird sich in der Produktion auf ausgewählte Dauerbackwaren-Technologien konzentrieren und mit geeigneten Partnern zusammenarbeiten. Auch 2011 werden bei HUG und Wernli über 5 Mio. Franken in die Erneuerung und Optimierung der Produktion investiert. Für 2011 ist die HUG AG auch aufgrund der guten Konsumentenstimmung optimistisch, den Umsatz weiter zu steigern.

Die HUG AG mit Sitz in Malters/Luzern beschäftigt an den drei Standorten Malters, Willisau und Trimbach rund 400 Mitarbeitende. HUG wurde 1877 als Bäckerei in Luzern gegründet. Der Zwieback war das erste Produkt und die Erfindung des Firmengründers Joseph Hug-Meyer. Zur Produktepalette zählen heute Brot Cracker (unter anderem DAR-VIDA), typische Schweizer Guezli (z.B. Willisauer Ringli), Biscuits-Spezialitäten von Wernli (z.B. Choco-Petit-Beurre, Jura Waffeln, Chocoly), Tiefkühlbackwaren-Snacks (z.B. Chäschüechli) und Gastro-Backwaren (z.B. Tartelettes). Die HUG AG ist noch heute in Familienbesitz, und zwar in der vierten Generation. Die beiden Brüder Andreas Hug (Geschäftsleitung) und Werner Hug (Delegierter des Verwaltungsrates) führen das Unternehmen nach drei Grundsätzen: herzlich, unternehmerisch und gewissenhaft.

Tierschutz unterstützt Direktzahlungsforderung für behörnte Kühe

25.01.2011 – (lid) – Der Schweizer Tierschutz (STS) unterstützt das Anliegen, Tierhalter, die ihr Kühe nicht enthornen, mit Direktzahlungen zu unterstützen.
In einem Brief an Manfred Bötsch, Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), unterstreicht der STS seine Haltung, “dass das Halten von behörnten Kühen nicht verordnet werden kann, aber gefördert werden soll.” Man unterstütze deshalb die entsprechende Eingabe der Bauern Armin Capaul und Daniel Wismer.

Die beiden hatten in einem Brief an das BLW vorgeschlagen, dass der Bund für eine Kuh mit Hörnern jährlich 365 Franken bezahlt.
Man könne sich vorstellen, heisst es in dem Brief weiter, dass ein Betrieb, dessen Kühe im RAUS-Programm für regelmässigen Auslauf gehalten würde, für alle behornten Tiere beitragsberechtigt sei und dass dies auf der Tierverkehrsdatenbank zu dokumentieren wäre.

Doha-Runde: 2011 sollen Fortschritte erzielt werden

24.01.2011 – (lid) – Die Doha-Verhandlungen über die Liberalisierung des Welthandels stecken fest. Für 2011 erwartet WTO-Direktor Pascal Lamy aber neuen Schwung.
Die Aussichten, dass es nach Jahren des Stillstandes wieder vorwärts geht in den Verhandlungen, stünden gut. Das sagte Pascal Lamy am 22. Januar an einem Podiumsgespräch anlässlich der Grünen Woche in Berlin. Der politische Kontext sei günstig, zumal einige grosse Akteure wie die USA Gesprächsbereitschaft signalisiert hätten. Lamy erinnerte daran, dass im Bereich der Landwirtschaft rund 90 Prozent der Verhandlungen abgeschlossen seien. „Es bleiben noch einige technische Details.“