Datum: Branche:

Technik-Neuheiten an der FBK 2011 mit Wow-Effekt

Die FBK hat wieder einige technische Überraschungen gezeigt für die Rationalisierung, Qualitätsverbesserung oder einen Marketingnutzen. Fotoreportage in zwei Teilen. Erster Teil: Wie ein einfacher Magneteffekt die Sandwichherstellung revoluzioniert. Wie das Handy die Arbeit des Lageristen vereinfacht. Wie man im Ofen nicht nur backen sondern auch räuchern kann – und mehr.

von Foodaktuell Importer




Neu von Pitec: Sandwich-Flyer, ein verblüffend einfaches System, um Sandwichbrote zu füllen. Die Füllungen werden auf einem rechteckigen Magnettellerchen in einer Kühlvitrine präsentiert, wo der Kunde wählen kann. Die gewünschte Füllung legt man auf die drehbare Metallachse und legt das geschnittene Brot darum herum. Nach dem Drehen liegt die Füllung im Brot, und das Magnetteller bleibt an der Achse haften. Weitere Vorteile: Das Brot muss nicht auf Vorrat gefüllt und mitgekühlt werden oder es kann sogar warm gefüllt werden. Da die Füllung nicht längere Zeit im Brot liegt, weicht sich die Krume nicht auf.

Vorgehensbeschrieb Schritt für Schritt:

Man kann jede Brötchensorte verwenden, sehr gut geeignet sind längliche Brötchen mit ca. 30 cm Länge.
Das ganze Brötchen (30 cm) kann zweimal mit Belag gefüllt werden. Die halben werden mit einem Belag gefüllt.
Der Kunde wählt das Brötchen aus und entscheidet sich für ein ganzes oder ein halbes.
Das Brötchen wird seitlich zu ca. 2/3 eingeschnitten.
Keine Verletzungsgefahr wie beim Durchscheiden.

Die verschiedenen Beläge können zentral in der Produktion hergestellt werden.
Auf der Platte mit Deckel sind die Beläge (je nach Sorte) einige Tage haltbar.
Garnieren, dies fördert den Verkauf enorm.
die Beläge in der gekühlten Auslage ausstellen.
Der Kunde wählt sich einen oder zwei Beläge aus
Den Belag auf dem Sandwich-Flyer ablegen.
Das eingeschnittene Brötchen auflegen.
Jetzt kommt der clevere Dreh.
Fertig
(Text: www.sandwich-flyer.ch)




Neu von Alipro: Beetagg-System. Alipro nutzt die Tatsache, dass jeder ein Handy besitzt und vereinfacht die Kommunikation mit ihren Kunden. Durch Mobile Tagging, eine Technologie
mit Zukunft, welche in Japan bereits zum Alltag gehört – in der Schweiz aber noch in den Kinderschuhen steckt.

Was ist Mobile Tagging? Mit der Handykamera fotografiert der Nutzer einen Code, der auf einem Plakat, in
der Zeitung oder auf einem Produkt steht. Eine kostenlose Software, die zuvor auf das Handy geladen werden
muss, erkennt den Code sofort und verlinkt das Telefon direkt mit der dazugehörenden Internetseite.

Alle Produkte und Drucksachen der Alipro tragen künftig einen BeeTagg. Das ist ein zweidimensionaler
Code, der an eine Bienenwabe erinnert. Über diesen Code stellt ein Handy – es muss übrigens kein IPhone
sein – eine Verbindung her zu einer speziellen Internetseite oder einem Datensatz der Alipro.

Mit dem Beetagg Code erschliesst Alipro ihren Kunden den direkten Zugang zu aktuellen Rezepten,
Produktspezifikationen und News. Und sie erleichtert ihnen das Nachbestellen von Produkten, direkt ab der
Etikette des jeweiligen Produktes.

Auf beiden Seiten – bei der Alipro und bei deren Kunden – erspart Mobile
Tagging nicht nur Zeit, sondern vereinfacht auch die Prozesse. Über 300 Handytypen können mittlerweile solche Codes oder Taggs lesen. Alles, was es dazu braucht, ist ein
sogenannter Reader. Das ist eine Applikation, die der Handynutzer einmalig und kostenlos auf sein Iphone oder Smartphone lädt: www.beetagg.com/downloadreader. (Text: Alipro)




Eine Erfindung von René Senn, Geschäftsleiter der Firma Neumeyer: Der Rollautomat Roll-it, geeignet für gerollte Scheiben, z.B. Sbrinz-Rollen, oder zum Umwickeln von stangenförmigen Produkten wie Crissini mit Rohschinken.




Neuheit bei Scheibler: Der Touchsmoke-Ofen zum Räuchern mit natürlichem Rauch direkt im Laden.
Würste lassen sich à la minute geräuchert und gekocht verkaufen, und mit dem Rauch ist auch Duftmarketing möglich. Räuchern und Brühen sind gleichzeitig oder nacheinander möglich.

Der Touchsmoke-Ofen ist ein patentierter Raucherzeuger, der aus Hartholzscheiben mit minimalem Aufwand und ohne Geräusche, natürlichen Rauch erzeugt. Natürlicher Rauch ist auch für Ihre Kunden sichtbar und passt dadurch zum absoluten Frischegedanken, im Gegensatz zum Flüssigrauch, der unsichtbar und vorproduziert ist (Halbfertigprodukt).

Durch die bedarfsgerechte Rauchherstellung stellt man nur die tatsächlich benötigte Rauchmenge her. Die Restrauchmenge, die sich in der Abluft befindet, wird durch ein Wasserbad ausgewaschen, wodurch lediglich Abluft mit unbedenklichen Emissionswerten übrig bleibt. Es ist kein Kaminabzug über das Dach notwendig. Die Abluft kann gemeinsam mit dem Dunstabzug abgeleitet werden.

Das touchsmoke-Modul ist kombinierbar und kompatibel mit WSS-Kombidämpfern. Das Gehäuse ist komplett aus Edelstahl gefertigt. Es gibt keine beweglichen Teile, keine Pneumatik, Mechanik oder Hydraulik wie beim Reiberauch. Zusätzlich entsteht im Vergleich zum Glimmrauch nur ein Bruchteil an Asche und Holzresten. Das touchsmoke-Modul eignet sich gleichermassen für Heiss- und Kaltrauch. Die Räucherschritte können in Programmabläufen hinterlegt werden.

Der Einsatzbereich reicht vom Handwerksmetzger, der eine Verkaufsstelle betreibt, seine Produktion nach der Unterbruchräuchermethode aufteilt und die ganze Woche über bedarfsgerechte Mengen, nur noch im Verkaufsraum räuchert, bis hin zur umsatzstarken Handelsmetzgerei (oder Metzgerfiliale), die im Verkaufsraum räuchert und vom Räucherwagen herunter verkauft. Nachproduzieren bei unerwartetem Abverkauf ist somit stark vereinfacht. (Text: www.touchsmoke.com)




Wiesheu-Ladenbacköfen in neuem Design bei Pitec im Angebot: wahlweise in Edelstahl oder Nostalgie-Look, mit manueller oder automatischer Steuerung. Temperaturbereich: 30 bis 250 Grad (also auch zum warmhalten geeignet). Der Umluftofen besitzt eine Verschwindetüre: beim Öffnen bewegt sie sich nach hinten, ein ergonomischer Vorteil. Notabene: Wiesheu ist spezialisiert auf Ladenbacköfen und hat den Trendaward der letzten Südbackmesse gewonnen. Der Trend geht dahin, öfters kleinere Mengen frisch zu backen im Etagenofen oder im kombinierten Etagen-Umluftofen.




FBK-Neuheit von Pitec: Atoll Speed, ein Turbo-Backofen mit dreifacher Wärmeübertratung: Heissluft, Heizplatte und Mikrowelle. Temperatur, Umluft und Mikrowellenstufe sind programmierbar. Backfläche: 31×31 cm. Anschluss 230 Volt, 16 Ampère.

Gemäss Angaben von Pitec geht der Backprozess im Atoll Speed bis zwölfmal schneller als im normalen Backofen. Gefroren geschobene Backwaren wie Quiches, Flammkuchen oder Wurstweggen erreichen in zwei Minuten eine Kerntemperatur von 70 Grad und werden knusprig. Snacks aus dem Kühlschrank benötigen nur 45 sec. Werden mehrere gleichzeitig erhitzt, dauert die Backzeit kaum länger. Bei Kaltstart dauert es nur zwei Minuten länger. Dieser Rapidofen eignet sich gut fürs Takeaway-Geschäft und ist die qualitativ besser Alternative zum Warmhalten.

Weiterlesen: Innovative Foodprodukte an der FBK 2011