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Schoggi und Bonbons wieder begehrter

Für Schweizer Schokolade und Zuckerwaren war das Jahr 2010 ein gutes. Die 14 inländischen Hersteller von Bonbons und anderen Zuckerwaren konnten den Verkauf ihrer Produkte um etwas mehr als sechs Prozent steigern.

von Alimenta Import

Das positive Geschäftsergebnis sei vollumfänglich dem Exportgeschäft zu verdanken, schreibt Biscosuisse, der Verband Schweizerischer Backwaren- und Zuckewarenfabrikanten, in einer Medienmitteilung. Mehr als drei Viertel der gesamten Produktion wurde ins Ausland verkauft, vorwiegend nach Deutschland, in die USA, nach Frankreich und in die Niederlande. Im Jahr 2010 verkaufte die Zuckerwaren-Industrie fast 24’000 Tonnen ins Ausland, 8,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg jedoch nur leicht um 1,7 Prozent auf 229 Millionen Franken.

Während der Anteil an zuckerfreien Ar­tikeln im Inland rund 22 Prozent beträgt, macht er beim Export fast die Hälfte aus. Tendenz sowohl im Inland wie auch beim Export ­sinkend. Im Inland stammt gerade etwas mehr als ein Viertel aller Zuckerwaren aus einheimischer Produktion. Der Umsatz der Zuckerwarenhersteller belief sich im vergan­genen Jahr auf 329 Millionen Franken, was ­einer Steigerung von unter einem Prozent gleichkommt.

Süsses Jahr für Schoggi
Auch die Schokoladenindustrie hat Grund zur Freude. Nach dem Rückgang im Jahr zuvor konnten die Schweizer Schokoladenhersteller 2010 sowohl mengen- wie auch wertmässig wieder etwas zulegen. Die verkauften Mengen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um etwas mehr als ein Prozent auf 176’424 Tonnen, bei einer Umsatzsteigerung von 2,4 Prozent von 1743 Millionen Franken. «Die leicht überproportionale Umsatzsteigerung dürfte teilweise auf die Preisanpassungen zurückzuführen sein, die sich aufgrund stark gestiegener ­Kosten für Rohstoffe aufdrängten», schreibt Chocosuisse in einer Mitteilung. Fast zwei Drittel der Gesamtproduktion wurden im Ausland abgesetzt. Die Steigerung beim Exportgeschäft schreibt man beim Verband Schweizerischer Schokoladenfabrikanten ­einer verbesserten Konsumentenstimmung zu. ­Diese hätte die Exporte trotz dem anhaltend starken Schweizer Franken wieder leicht ansteigen ­lassen.

Die 18 Schweizer Schokoladenhersteller liefern ihre Produkte in etwa 150 Länder, allen voran Deutschland, England, Frankreich und Kanada. Im Inland konnte die Schoggi­­in­­dustrie zwei Prozent mehr absetzen als 2009. Grösste Zuwachsraten wurden bei den Branches, Prügeli und assortierten Pralinés erzielt. Zum Mehrabsatz dürften laut ­Chocosuisse ausser der guten Konsumenten­stimmung auch der «regnerische Frühsommer ­sowie der wechselhafte Spätsommer und Herbst beigetragen haben».