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M-Industrie hat im 2010 Auslandposition verstärkt

Die Migros-Industrie konnte im 2010 einen weiteren Schritt hin zu einer leistungsstarken Schweizer Industriegruppe mit internationaler Ausrichtung realisieren.

von Foodaktuell Importer

Das Geschäftsfeld “Convenienceprodukte & Getränke” ist um 9.9% gewachsen.

Bild: Anna’s Best Fertiggerichte.

Zur erfreulichen
Umsatzsteigerung von 2.5% auf CHF 5.316 Mrd. haben sowohl organisches
Wachstum als auch Akquisitionen im Ausland beigetragen. Im
Migros-Gruppen-Geschäft konnte der Umsatz trotz substanziellen
Preisreduktionen um 0.7% gesteigert werden. Das Geschäft mit
Schweizer Drittkunden konnte dank der Entwicklung in der Gastronomie
um über 7% auf CHF 587 Mio. zulegen. Und das internationale Geschäft
entwickelte sich mit einem Wachstum von 13.5% auf CHF 475 Mio. sehr
erfreulich.

Die M-Industrie konnte einen weiteren wichtigen Schritt hin zu
einer leistungsstarken Schweizer Industriegruppe mit internationaler
Ausrichtung realisieren. Trotz deutlich sinkenden Preisen im Inland
und schwieriger Währungssituation im Ausland konnte der Nettoumsatz
von CHF 5.186 Mrd. um 2.5% auf CHF 5.316 Mrd. gesteigert werden.
Erfreulicherweise ist über die Hälfte dieses Wachstums organisch.

Im Migros-Gruppen-Geschäft hat die M-Industrie
Produktivitätssteigerungen und die währungsbedingt günstigeren
Einkaufspreise in Form von tieferen Preisen weitergegeben. Trotzdem
konnte dank Volumenausweitung ein leichtes Wachstum von 0.7% erzielt
werden. Dabei entwickelten sich Denner, Le Shop und die Migrolino
Tankstellenshops weiterhin überdurchschnittlich gut.

Das Geschäft mit
Schweizer Drittkunden konnte um über 7% zulegen. Mit
Mehrwertkonzepten wie zum Beispiel dem Swiss Gourmet Beef und
Distributionsausbau wurde vor allem das Geschäft mit der Gastronomie
weiterentwickelt. Das internationale Geschäft konnte trotz
beträchtlichen Währungsverlusten dank dem Ausbau der
Vertriebsstrukturen und zwei kleineren Akquisitionen um 13.5% auf CHF
475 Mio. zulegen.

Das Geschäftsfeld “Fleisch, Fisch, Geflügel” (Umsatz zu Vorjahr
+5.7%) war im 2010 der Wachstumstreiber im Inland. Das Wachstum ist
auf den Ausbau des Gastronomiegeschäfts, die Integration der
Fischproduktion der Genossenschaften und die Übernahme der Favorit AG
per Oktober 2010 zurückzuführen.

Im Geschäftsfeld “Milchprodukte & Käse” (Umsatz zu Vorjahr -1.4%)
wurden Preisabschläge im Umfang von 3% vorgenommen. Deutlich
ausgebaut wurden die Geschäfte mit Dritten im In- und Ausland sowie
mit Denner.

Auch im Geschäftsfeld “Brote, Back- & Teigwaren, Reis” (Umsatz zu
Vorjahr -2.1%) haben die Minusteuerung von gegen 2% sowie
Währungsverluste im Export Spuren hinterlassen. Jowa-Produkte gelten
im Detailhandel als “Best in Class” und die im Oktober 2010 lancierte
Premium Frischbrotlinie “PainCréation” erfreut sich bereits grosser
Beliebtheit.

Der Umsatz im Geschäftsfeld “Schokolade & Kaffee” konnte
gesamthaft um 0.8% gesteigert werden. Dieses Geschäftsfeld hat
besonders stark unter dem negativen Währungseinfluss gelitten.
Trotzdem konnte das Auslandgeschäft dank dem Ausbau der
Vertriebsstrukturen ausgebaut und die Marke Frey national wie
international gestärkt werden.

Das Kaffee-Kapselgeschäft wurde
national und international weiter ausgebaut. Mit United Coffee konnte
für den Vertrieb des Kapselsystems in Europa eine strategische
Partnerschaft vereinbart werden, die sich auf die künftige
Entwicklung positiv auswirken wird.

Im Geschäftsfeld “Convenienceprodukte & Getränke” wird ein
Wachstum von 9.9 % ausgewiesen. Dieses Wachstum ist getrieben von
einem neuen Handelsgeschäft im Convenience-Bereich und der Übernahme
der vorarlbergischen Gastina. Dank dieser Akquisition und der
Zusammenarbeit mit Weight Watchers konnte die internationale
Marktposition im Frische-Convenience-Geschäft verstärkt und die Basis
für künftiges Wachstum gelegt werden.

Im Geschäftsfeld “Grosshandel” hat die Scana Lebensmittel AG ihre
Marktposition in einem rückläufigen Markt weiter ausgebaut. Basis für
diesen Erfolg sind die umfassenden Internet-Dienstleistungen, die
Vermarktungskompetenz und die attraktiven Sortimente. Im Bereich Near-Food (Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel)
konnte ein hohes Umsatzwachstum von 12.2% realisiert werden. Ein
wesentlicher Teil ist auf die Akquisition von Hallam Beauty in
England zurückzuführen.

Gesamthaft
hat das internationale Geschäft trotz substanziellen
Währungsverlusten 13.5% auf CHF 475 Mio. zugelegt, dazu trägt der
Export 6% bei. Geografisch tragen die grossen europäischen Märkte
Deutschland, England und Frankreich sowie Nordamerika das
Auslandgeschäft.

Innovationen treiben das Geschäft

Die M-Industrie hat dank ihrer Innovationskompetenz die
Zusammenarbeit mit Brand-Ownern ausbauen können. Stellvertretend ist
die erfolgreiche Markteinführung des Milchshakes “Shakeria” zu
erwähnen. Der preisgekrönte Stammzellenwirkstoff “PhytoCellTec” Malus
Domestica aus der Apfelsorte Uttwiler Spätlauber hat national und
international für viel Furore gesorgt, der Zoé-Effect-Kosmetiklinie
zum Durchbruch verholfen und dabei auch dem gesamten Zoé-Sortiment
neuen Schub verliehen.

Investitionen in den Werkplatz Schweiz

Die M-Industrie hat im Rahmen des Vorjahres gegen CHF 140 Mio. in den
Werkplatz Schweiz investiert und damit die internationale
Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert. Bei Micarna in Courtepin hat
man die Geflügelproduktion ausgebaut und die Prozesse optimiert. In
Ursy bei der Mifroma wurde der Sandsteinkeller für die
Gruyère-Reifung massiv erweitert. Bei Jowa ist in eine neue
Tiefkühl-Brotlinie investiert worden und in Estavayer bei der Elsa
konnte eine weitere Etappe hin zu einer der modernsten Molkereien
Europas realisiert werden.

Gelebte Nachhaltigkeit

Die M-Industrie hat erhebliche Mittel in Nachhaltigkeitsprojekte
investiert. Neben den grossen Anstrengungen in den Bereichen
Energieeinsparung und CO2-Reduktion wird ein Hauptaugenmerk auf die
Beschaffung gelegt. Die M-Industrie fokussiert dabei auf Partner, die
zu einer nachhaltigen Entwicklung aus einer ganzheitlichen, globalen
Sicht beitragen. So beschafft die M-Industrie immer mehr
UTZ-zertifizierte Kakao- und Kaffee-Bohnen. Konsequent werden auch
die Label-Programme Bio und Terra Suisse unterstützt und gefördert.

Ende 2010 beschäftigte die M-Industrie 10’558 Mitarbeitende (2009:
9’932). Die M-Industrie bildet derzeit 366 Lernende in mehr als 20
Berufen aus.

Ausblick

Im Schweizer Markt wird der Preis- und Margendruck weiter hoch
bleiben und im Export erwarten wir aufgrund der Währungssituation ein
anspruchsvolles Geschäftsjahr. Dank smarten Mehrwertkonzepten, einer
überzeugenden Qualität, Schweizer Verlässlichkeit, einem guten
Preis-Leistungsversprechen und der gezielten Stärkung der
Vermarktungskraft wird die M-Industrie ihre Marktstellung im In- und
Ausland weiter ausbauen. Um die gesteckten Ziele erreichen zu können,
wird eine konsequente Wachstums- und Fitness-Strategie verfolgt.

M-Industrie über sich selbst

Die M-Industrie gehört mit ihren 16 leistungsstarken Unternehmen
in der Schweiz und 3 Betrieben im Ausland zur Migros-Gruppe. Sie
bietet über 20’000 hochwertige Food- und Near-Food-Produkte zum
besten Preis-Leistungs-Verhältnis an und ist damit eine der grössten
Eigenmarkenproduzenten weltweit. Die M-Industrie setzt auf den
Industriestandort Schweiz; ihr Geschäft – basierend auf den Werten
Leistungsfähigkeit, Qualität und Zuverlässigkeit – baut sie laufend
weiter aus.

Als Industriegruppe der Migros ist sie nahe am Markt, setzt Trends
und überrascht mit innovativen Produkten und Dienstleistungen. Sie
exportiert Schweizer Qualitätsprodukte in über 50 Länder. Zu ihren
Kunden gehören namhafte internationale Grosskonzerne. Die M-Industrie produziert verantwortungsvoll und nachhaltig. Sie
transportiert die Waren wenn immer möglich mit der Bahn. Mit rund
10’000 Mitarbeitenden, darunter 366 Lernenden in mehr als 20 Berufen,
ist sie eine bedeutende Arbeitgeberin in der Schweiz. (Text: MGB)