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SÜFFA-Thema: Fleisch-Verpackung

Fleisch- und Wurstwaren gilt es sicher zu verwahren. Die SÜFFA zeigt vom 2. bis 4. Oktober 2011 in Stuttgart die neuesten Ideen und Lösungen

von Foodaktuell Importer


Wir leben in einer rastlosen Gesellschaft, die immer weniger Zeit zum Kochen hat, aber auf genussvolles und gesundes Essen nicht verzichten will. In der Eile greifen die Verbraucher auch bei Fleisch immer häufiger zu abgepackter, portionierter Ware oder fertigen Gerichten zum Mitnehmen. Dass die immer höheren Erwartungen an Geschmack, Konsistenz, Aussehen und Haltbarkeit erfüllt werden können, ist nicht zuletzt die Leistung moderner Verpackungen.

Ihre wachsende Bedeutung zeigt sich auch auf der SÜFFA. Vom 2. bis 4. Oktober 2011 präsentiert die Fachmesse für die Fleischbranche in den Hallen der Messe Stuttgart die Marktneuheiten rund ums Verpacken und Etikettieren. Das Spektrum reicht von der grossen Verpackungslinie für den industriell fertigenden Mittelstand, dem kompakten Packzentrum in Kühlschrankgrösse für den Handwerksbetrieb über praktische to-go-Verpackungen bis zu Geschenkkörben und Preisschildern aller Art.

SB-Theke gewinnt an Bedeutung

Etwa zwölf Prozent der Metzgereien haben bereits eine SB-Theke und sehen für diesen Verkaufszweig eine steigende Bedeutung gegenüber dem Thekenverkauf mit Service, wie der Deutsche Fleischer Verband ermittelt hat. Die Verpackung ist funktionaler Bestandteil des Produkts, die mitarbeitet beim Transport, im Lager, am Verkaufspunkt und auch den Verbraucher im Handling überzeugt, etwa durch Öffnungshilfen und Wiederverschliessbarkeit wie sie VC999 Verpackungssysteme seinen Kunden für verschiedenste Anwendungen anbietet. Moderne Skinverpackungen sorgen dafür, dass Produkte nicht rutschen, wenn sie mal in Schräglage oder im Hängeregal präsentiert werden.

Dank hitzeresistenter Materialien eignen sich viele Packungen für den Ofen oder die Mikrowelle. Andere dienen als Geschirrersatz, so wie die Service Box von Multivac. Auch nach mehrmaligem Öffnen und Schliessen sollen die darin verwahrten Wurstscheiben aussehen wie am ersten Tag. Praktische Take-away-Lösungen hat ALX mit seinem Tray-Cut-System parat: Die Thermo-Menüboxen halten Heisses heiss und Kaltes kalt. Mit den Farben Perlweiss, Beige und Gold lassen sich die Speisen optisch akzentuieren. Erhöhte Funktionalität bietet die optionale Oberflächenlaminierung mit verbesserter Schnittfestigkeit.

Neben der komfortablen Anwendung wird die Produkttransparenz immer wichtiger: Zahlreiche Lebensmittelskandale führen dazu, dass viele Verbraucher genauere Informationen über Herkunft und Verarbeitung der Lebensmittel fordern. Das fängt schon damit an, die Risiken beim Verpackungsprozess noch weiter zu minimieren.

Tiefzieh-Verpackungslinie von Inauen VC999

Verpackungslinien wie von Multivac kommen inzwischen durch den Einsatz von Handhabungsmodulen für die Beladung der Packungen vollständig ohne manuelle Handhabung aus. Wurst und Fleisch wird viel länger haltbar – und das beinahe ohne Konservierungsstoffe. Eine Behandlung mit Hochdruck macht‘s möglich. Kunststoffschalen mit passenden Deckelfolien und Vakuumverpackungen verhindern Unreinheiten und Feuchtigkeit im Inneren.

High-Tech-Etiketten

Doch ohne das geeignete Etikett nutzt die beste Verpackung nichts. Mit Hilfe einer Programm CD wie von Irex können Fleischereien Bogenetiketten schnell und einfach nach den neuesten Verordnungen bedrucken: ob Verbraucherhinweis, Quidverordnung, Zutatenangabe, oder Allergenauszeichnung. Etikettendrucker mit Waageanbindung und Handauszeichner mit Sonderpreis, Verbraucherhinweis und Chargennummer erleichtern die Arbeit. Poly-clip System bietet fälschungssichere Produktkennzeichnungen beim Clippen, die eine problemlose Chargenrückverfolgung ermöglicht. Künftig ist der Kunde sogar in der Lage, kinderleicht die 2D-Matrix Codes zu entschlüsseln.

„Noch während des Einkaufs kann er den Code mit der Kamera seines Smartphones einscannen und sich Lebensmittel-Informationen, beispielsweise die genaue Herkunft der Tiere oder das Schlachtdatum, auf dem Display anzeigen lassen”, sagt Dieter Conzelmann, Direktor Industry Solutions bei Bizerba. Das in über 120 Ländern präsente Technologieunternehmen aus Balingen bietet diese Auszeichnungssysteme an.

An Nachhaltigkeit denken

Gleichzeitig rückt das Thema Nachhaltigkeit immer weiter in den Vordergrund. Besser verpacken und gleichzeitig Material sparen, so lautet eines der Ziele. Dünnere, recyclingfreundliche und biologisch abbaubare Folien sowie Material aus nachwachsenden Rohstoffen kommen auch beim Kunden besser an. Zum Beispiel lässt KlarPac Food Bags mit Kartonböden fertigen, die wie eine stabile Schale wirken. Sie eignen sich für alle Arten von Snacks zum Mitnehmen und brauchen bei der Lagerung nicht viel Platz.

Derzeit sind Salatschalen aus beschichtetem Hartpapier der Renner bei KlarPac. Das Sichtfenster besteht aus dem kompostierbaren Biokunststoff PLA. Die Firma Primakörbe zeigt, wie aus einem flachen Wellkarton ruck zuck ein attraktiver und stabiler Geschenkkorb wird. „Man kann die Körbe auch schon vorbereitet auf der Theke präsentieren. Denn der Kunde Kauft nur das, was er tatsächlich sieht”, empfiehlt Verpackungsexpertin Monika Stannarius. (Text: Messe Stuttgart)