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Deutschland: Fleischindustrie verhandelt über Mindestlohn

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert für die Fleischindustrie einen Mindestlohn von mindestens 8.50 Euro pro Stunde.

von Alimenta Import

Nach der breiten Diskussion um die Arbeitsbedingungen in den Schlachtbetrieben fordert die NGG bei den Verhandlungen in Hannover auch strukturelle Verbesserungen für die bundesweit gut 80 000 Arbeitnehmer. Die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland ist auch Ziel der SPD in ihren Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU, schreibt lz-online.de.

Die Bezahlung der Mitarbeiter in der Branche sei bisher über einzelne Haus- oder regionale Tarife geregelt, die nur rund 27 000 Beschäftigte erfasse. Ein bundeseinheitliches Tarifwerk gebe es bisher nicht. Die Branche hatte Schlagzeilen wegen der prekären Wohn- und Arbeitsverhältnisse von Leih- und Werkvertragsarbeitern gemacht, die einen Grossteil der Beschäftigten stellen.

Vor dem Verhandlungsauftakt am Dienstagmittag forderte laut lz-online.de die grüne Vize-Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bärbel Höhn in der «Neuen Osnabrücker Zeitung» ein Ende der Schlachtungen im Akkord. Der Druck führe zu schweren Missständen: Jedes Jahr würden in Deutschland rund eine halbe Million Schweine lebend und bei Bewusstsein in die Brühanlage gelangen. lz/hps