Datum:

Umsatzminus und Arbeitnehmer-Kritik bei Unilever

Der Unilever-Konzern meldet für die ersten neun Monate 2013 ein Umsatzminus von 2 Prozent auf 38 Mrd. Euro. Dabei hatten negative Wechselkurseffekte einen grossen Einfluss.

von Alimenta Import

Ohne diese erzielte der Konzern ein Umsatzplus von 4,4 Prozent und Volumensteigerungen von 2,4 Prozent. Das Wachstum wurde vor allem in den Schwellenländern erzielt, die um 8,8 Prozent zulegten.

Auf das schon länger ungleiche Wachstum hatte Unilever seit 2010 mit der Schliessung von acht Werken und mit dem Abbau von 4000 Arbeitsplätzen in Europa reagiert.

Die Arbeitnehmervertreter kritisieren Unilever deshalb. Trotz bereits jahrzehntelanger Umstrukturierungen habe Unilever für Europa keine Kehrtwende erzielen können, wird der Betriebstratsvorsitzende Hermann Soggeberg in der Lebensmittelzeitung zitiert.

Die Unilever-Konzernleitung habe auch mit Outsourcing-Massnahmen “weit über das Ziel hinausgeschossen”, so Soggeberg. Auch der Lebensmittelbereich sei im Vergleich zu den Sparten Körperpflege und Glace zu wenig unterstützt worden. Darunter hätten traditionelle Margarine-Marken wie Rama, Becel oder Lätta, aber auch Knorr gelitten.