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Grüne lancieren Initiative gegen importierte Billiglebensmittel

Die grüne Partei will in der Schweiz nur noch Lebensmittel zulassen, die unter den gleichen Standards wie in der Schweiz produziert wurden. Die Vorlage soll in die Verfassung geschrieben werden.

von Alimenta Import

Wegen fehlender Deklarationen wüssten die Konsumenten heute gar nicht mehr, nach welchen Standards importierte Lebensmittel produziert wurden. Darum wollen die Grünen eine Initiative lancieren, die Vorgaben für gesunde und fair produzierte Lebensmittel in die Verfassung schreiben soll. Lokale und saisonal produzierte Lebensmittel sollen so gefördert werden, schreibt die NZZ am Sonntag.

Lebensmittel die mit Hormonen, unter tierschutzwidrigen oder miserablen Arbeitsbedingungen produziert wurden, sollen gemäss dem Initiativtext nicht mehr importiert werden dürfen. In die Schweiz sollen nur noch Lebens- und Futtermittel importiert werden dürfen, die nach hiesigen Vorschriften und Gebräuchen hergestellt wurden.

Laut NZZ nehmen die Grünen in Kauf, dass etliche Lebensmittel in den Regalen preislich steigen dürften. Der Gesundheit un der Fairness zuliebe solle dies aber den Stimmbürgern wert sein. Die SVP will eine Initiative lancieren, die für die Schweiz einen Selbstversorgungsgrad von 60 Prozent und einen Stopp der Agrar-Liberalisierung, der Bauernverband (SBV) will die inländische Nahrungsmittelproduktion stärken. hps