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Kein Geld mehr für Mascarpone

Ab nächstem Jahr gibt es für Mascarpone keine Verkäsungszulage mehr. Dies weil einige Produzenten die Zulage missbräuchlich verwendeten oder gar doppelt kassierten.

von Alimenta Import

Ab dem 1. Januar 2014 wird die Verkäsungszulage nur noch für verkäste Milch ausbezahlt. Zwar ist Mascarpone ein Frischkäse, hergestellt wird er aber aus Rahm und nicht aus Milch. Zur Streichung der Verkäsungszulage für Mascarpone kommt es, weil das Finanzinspektorat des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) Unregelmässigkeit festgestellt hat.

So deklarierte ein Hersteller eineinhalb Jahre lang den Fettgehalt mit 47 statt 35 Prozent und ein anderer erhielt die Verkäsungszulage doppelt. Er kassierte zunächst das Geld für die verkäste Milch und danach nochmals für den Rahm, den er aus der zuvor verkästen Milch gewonnen hat. Daraus lässt sich folgern, dass die Verkäsungszulage zumindest in diesem Fall auch nicht wie im Sinne des Gesetzes an den Milchlieferanten weitergeleitet wurde. Mittlerweile hat das Bundesverwaltungsgericht den Doppelkassierer zur Rückzahlung von mehr als 100‘000 Franken verurteilt. lid