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Emmi-Betrieb Landquart soll energieeffizierter werden

Emmi plant in der Racletteproduktion Landquart das Erdgas vollumfänglich durch CO2-neutrale Energie aus dem Ferndampfnetzwerk zu ersetzen. So werden CO2-Emmissionen im Umfang von schätzungsweisen 1200 Tonnen eingespart.

von Alimenta Import

Die Herstellung und Lagerung von Raclette-Käse benötigt sehr viel Energie. Der Emmi-Betrieb in Landquart benötigt so viel Energie wie 1200 durchschnittliche Haushalte. Im Moment ist es Gas, das von der natGAS bezogen wird. Ab dem Herbst 2015 will Emmi auf Fernwärme setzen.
Der Gemeindeverband für Abfallentsorgung in Graubünden (GEVAG) hat 2009 den Bau eines Fernwärmesystems beschlossen. Dieses liefert seit 2011 thermische Energie in der Form von Warmwasser an die Fernwärme Chur AG. “Energie aus Schweizer Kehrichtverbrennungsanlagen ist sehr umweltschonend. Es freut uns deshalb sehr, dass wir dank der Partnerschaft mit dem GEVAG unseren Emmi-Raclettekäse noch wirtschaftlicher und ökologischer herstellen können” sagte Werner Sutter, Betriebsleiter von Emmi in Landquart. Die Erweiterung des Ferndampfnetzes in Landquart kostet rund zwei Millionen Franken, die Delegiertenversammlung der GEVAG wird am 11. Dezember 2013 über das Projekt entscheiden.

Im Frühjahr soll mit dem sechsmonatigen Bau begonnen werden. Erneuerbare Energie sei heute sehr gefragt, sagte François Boone, Geschäftsführer der GEVAG. Die GEVAG leiste so einen Beitrag, so dass die Emissionen weit unter den Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) liegen.