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Russland: Weiterhin Probleme am Milchmarkt

Der russische Milchmakt leidet weiterhin unter Unterversorgung. Auch wenn der Milchpreis steigt.

von Alimenta Import

Obwohl die strukturellen Probleme im russischen Milchmarkt durch die Folgen der Dürre 2012 verschärft worden seien, hätten die Investitionsaktivitäten in diesem Sektor zugenommen. Mehrere Unternehmer hätten den Anstieg der Milchpreise als Signal zum Aufbau neuer Produktionskapazitäten verstanden. Dies hatte 2013 allerdings noch keinen Einfluss. Die Milcherzeugung für den Markt durch gemeinschaftlich geführte Unternehmen und selbstständige Landwirte soll gegenüber 2012 um 1 Mio t auf 15,5 Mio t gesunken sein.

Ursache der Minderproduktion seien rückläufige Kuhbestände und Milchleistungen gewesen, erläuterten Moskauer Experten, wie Agra Europe schreibt. Weitere Folge dieser Entwicklung waren steigende Milcherzeugerpreise im Jahresverlauf. Die hohen Rohstoffkosten führten jedoch auf Molkereiseite zu einer Drosselung der Herstellung von milchintensiven Produkten; das entstandene Marktdefizit musste durch umfangreichere Importe ausgeglichen werden. Davon profitierten laut den Experten insbesondere weissrussische Exporteure. Von Januar bis November 2013 wurden aus dem Zollunionspartnerland rund 127.000 t Trockenmilch bezogen; das war fast ein Drittel mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und entsprach 77 Prozent der gesamten Einfuhrmenge bei diesem Erzeugnis. Bei Butter hielt Weissrussland in der gleichen Periode mit rund 61 000 t einen Anteil von 41 Prozent an der gesamten russischen Importmenge. pd/hps