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Initiative für Ernährungssicherheit ist lanciert

Der Schweizer Bauernverband (SBV) hat heute in Bern die Unterschriftensammlung für seine Initiative für Ernährungssicherheit gestartet.

von Alimenta Import

“Wir müssen heute handeln, um die Versorgung mit Lebensmitteln aus einer vielfältigen, nachhaltigen, inländischen Produktion zu sichern”, erklärte SBV-Präsident Markus Ritter vor den Medien in Bern. Er sprach damit den tendenziell sinkenden Selbstversorgungsgrad sowie den Verlust von Kulturland an. Laut Bauernverband sind innerhalb der letzten zwölf Jahre 33’000 Hektaren Landwirtschaftsfläche, darunter ein grosser Teil qualitativ hochwertige Böden, verloren gegangen. Mit der Initiative sollen die Ernährungssicherheit gewährleistet und das Kulturland besser geschützt werden.

Ebenfalls gefordert wird eine bessere Rechts- und Investitionssicherheit für die Schweizer Bauern und Bäuerinnen. Konkret heisst das, dass nicht mehr wie bisher alle vier Jahre eine neue Agrarpolitik erlassen wird, wie Rudolf Joder, SVP-Nationalrat und mit dem Verein für eine produzierende Landwirtschaft (VPL) im Initiativ-Komitee vertreten, erklärte. Dieser kurze Zeitraum führe für die Bauern und Bäuerinnen zu Unsicherheit. Dem stimmte Hansueli Rüegsegger, Präsident der Junglandwirtekommission, bei. Er fordert neu 8-Jahres-Schritte in der Agrarpolitik.

“Innert einiger Monate wollen wir die Unterschriften für die Initiative zusammen haben”, sagte Urs Schneider, Kampagnenleiter und stellvertretender Direktor des SBV. Dazu beitragen sollen nationale Sammeltage am 15. Februar und am 15. März, an denen in der gesamten Schweiz Unterschriften gesammelt werden. lid