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Mehr Beanstandungen bei Futtermitteln

Agroscope hat 2013 bei Kontrollen von Nutztierfutter mehr Mängel gefunden als im Vorjahr. Gefährlich war jedoch keines der getesteten Futtermittel.

von Alimenta Import

Insgesamt analysierte Agroscope im vergangenen Jahr 1’423 Proben von Nutztierfutter, wie die Forschungsanstalt heute mitteilte. Knapp drei Viertel der Proben gaben keinen Anlass zu Beanstandungen, dies ist eine Verschlechterung von rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

16 Prozent der Futtermittel waren leicht nicht-konform, d.h. verfügten über eine unvollständige Etikettierung oder von der Deklaration leicht abweichende Gehalte. Nicht-konform waren 9 Prozent der Proben, was einem deutlichen Plus um rund 25 Prozent entspricht. Diese Beanstandungen, die finanzielle Konsequenzen haben, sind laut Agroscope hauptsächlich auf ausserhalb der Toleranzgrenzen liegende Zusatzstoff- oder Nährstoffgehalte sowie wichtige Deklarationsfehler zurückzuführen. Ein Grund dafür ist eine Anpassung der Deklarationsvorschriften per Anfang 2012, der noch nicht überall umgesetzt worden ist.

Bis auf einen Fall von Salmonellen fielen die Tests auf sicherheitsrelevante Punkte wie Dioxin, Antibiotika oder Schwermetalle negativ aus. In keinem Fall sei die Gesundheit von Tier und Mensch gefährdet gewesen, so Agroscope.

Beim Heimtierfutter stellte Agroscope eine deutliche Verbesserung fest. Von 175 Proben wurden bei 21,7 Prozent kleinere Mängel festgestellt, was einer Verbesserung um knapp 22 Prozent entspricht. Nur zwei Beanstandungen führten zu finanziellen Konsequenzen. In einem Fall waren in einem Futter mehr Ambrosiasamen als erlaubt enthalten, im anderen Fall wurde ein zu hoher Gehalt an Schwermetall festgestellt. Die betroffenen Produkte wurden vom Markt genommen. lid