Datum:

USA: Steht Gentech-Debatte vor dem Revival?

In den USA wollen immer mehr Bürger, dass gentechnisch veränderte Produkte deklariert werden. 20 Staaten prüfen laut NZZ a. So. eine Deklarationspflicht.

von Alimenta Import

Der multinationale Konzern General Mills, unter anderem Hersteller von Frühstücksflocken, muss auf Druck von Gentechgegnern in die Knie. Auf der Packung der Haferringe «Cheerios», prangt laut NZZ a.So., seit kurzem das Schlagwort «gentechfrei». Für die 89 Millionen Packungen «Cheerios», die der Konzern jährlich in den USA verkauft, musste General Mills eine Rezeptänderung vornehmen.

Für die Transparenz ist ein Grossteil der Amerikaner. 89 Prozent votierten beispielsweise in Connecticut im Sommer 2013 für ein verschärftes Deklarationsgesetz. Die US-Lebensmittelindustrie glaubte das Thema bei der eigenen Bevölkerung eigentlich als abgehakt. Auch bei den Europäern fruchteten die Bemühungen der amerikanischen Agrarlobby nichts. In den USA würden in jüngster Zeit plötzlich Leute losziehen und in den Supermärkten Esswaren mit Klebern, «Achtung, Gentechnik» bepflastern.

Dies veranlasse Konzerne wie Syngenta wieder mehr Überzeugungsarbeit zu leisten. Der Agrokonzern beäuge das Verhalten einiger Lebensmittelkonzerne kritisch, die auf gentechfreie Rohstoffe umschwenken. Bauern und Behörden hätten seit Jahren die Gentechnik akzeptiert und auch die Konsumenten wären jahrelang damit zufrieden gewesen.??Laut der Zeitung Guardian haben sich die Verkäufe zertifzierter gentechfreier Lebensmittel in den USA in zwölf Jahren auf 3,2 Milliarden Dollar verdreifacht.

Die Biohandelskette Whole Foods will ab 2018 alle Waren kennzeichnen, die gentechnisch veränderte Zutaten enthalten. Auch Mitbewerber Target wolle bis Ende Jahr für eine Bio-Eigenmarke nur noch gentechfreie Inhaltsstoffe zu verwenden.?In letzter Zeit konzentrierte sich die US-Agrarindustrie auf den asiatischen Markt. hps