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Milchmarkt kühlt sich ab

International kühlt sich der Milchmarkt ab, die Preise sind rückläufig. In der Schweiz sorgt das rasant steigende Butterlager für Sorgenfalten.

von Alimenta Import

Anfang März erfolgte in Deutschland eine Butterpreissenkung von 1.19 Euro auf 1.09 Euro für das 250 Gramm-Päckchen. Der Bundesverband Deutscher Milchviehalter (BDM) sprach in seiner Medienmitteilung von “ernstzunehmenden Signalen”. Für die kommenden Monate hätten laut BDM auch schon erste Molkereien Preissenkungen bekannt gegeben.

An der Global Dairy Trade (GDT) ging die Abkühlung weiter. Vollmilchpulver erlöste nur noch einen Durchschnittswert von 4703 Dollar pro Tonne. Im Vergleich zum Februar, wo an der Auktion noch 300 Dollar/t mehr erzielt wurde, bedeuten die jetzt tiefen Preise eine ziemliche Abkühlung für die Milcherzeuger, wie es in Presseberichten hiess.

Währenddessen geht auch in der Schweiz die hohe Milchproduktion ungebrochen fort. Wenn, wie die Wetterprognosen voraussagen, wärmere Temperaturen ankommen, dürfte die Weidesaison bald starten und das Milchaufkommen weiter ansteigen lassen. Auch die tiefe Produktionsfreigabe von 60 Prozent bei Emmentaler AOC wird zu einer Überlastung des Marktes führen.

Marktkommentatoren zeigen sich erstaunt darüber, dass es immer noch keinen Aufschrei wegen dem drohenden Butterberg gibt, der rasant steigt und man laut Bauernzeitung für dieses Jahr rechnen müsse, dass der Butterüberschuss gegen 7000 Tonnen betragen werde. Schon jetzt sinken die ausbezahlten B-Milchpreise. So scheint es einen offiziellen B-Milchpreis der BO Milch für März noch nicht zu geben. hps