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Ferrero steigt in den fairen Handel ein

Der italienische Süsswarenkonzern verpflichtet sich, bis 2016 insgesamt 20 000 Tonnen Kakao aus fairem Anbau abzunehmen. In Deutschland wird das Unternehmen so zum grössten Partner von Fairtrade.

von Alimenta Import

Bereits an der Ende Januar stattgefundenen Süsswarenmesse ISM in Köln, konnte Fairtrade auf einen Schlag, Süsswarenunternehmen, die “fairen” Kakao beziehen wollen, präsentieren. Mars präsentierte sich damals als grösster Bezieher von fairem Kakao. Jetzt wird Mars also von Ferrero übertrumpft, der bis 2016 über 20 000 Tonnen Kakao beziehen will. Diese Menge wird international nur noch von langjährigen Partnern wie Cadbury übertroffen”, sagte Transfair-Geschäftsführer Dieter Overath in Presseberichten.

Der italienische Familienkonzern hat sich dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2020 komplett auf nachhaltige Rohware umzusteigen. Im vergangenen Jahr lag deren Anteil nach Angaben des Unternehmens bereits bei 40 Prozent. Ein Viertel davon entfiel auf die beiden Zertifizierungen Utz Certified und Rainforest Alliance.

Das neue Sourcing-Programm der Siegel-Organisation Fairtrade senkt die Hürden für den Einsatz von fair gehandelten Rohstoffen wie Kakao und Zucker. Das dazugehörige weisse Label lässt sich bereits nutzen, wenn nur einer der verwendeten Rohstoffe wie Kakao oder Rohrzucker zertifiziert ist.

An der ISM gaben zudem auch Schokoladehersteller wie Riegelein, der Schweizer Biscuitshersteller Kambly AG und die Händler, Kaufland, Rewe und Lidl ihren Einstieg auf Fairtrade bekannt. hps