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Bananenstauden weltweit durch Pflanzenkrankheit gefährdet

Die Welternährungsorganisation FAO hat eindringlich vor einer weiteren Ausbreitung einer gefährlichen Bananenkrankheit gewarnt.

von Alimenta Import

Die sogenannte Panama-Krankheit, ein Schimmelpilz-Befall, habe sich bereits von Asien aus Richtung Afrika und Nahost ausgebreitet, erklärte die UNO-Organisation am 14. April in Rom.

Bald könne die Krankheit auch Bananenpflanzen in Lateinamerika befallen. In vielen tropischen Ländern seien deswegen Arbeitsplätze und staatliche Einnahmen bedroht.
Bei der Panama-Krankheit werden Bananenstauden der wichtigsten Sorte Cavendish von einem Schimmelpilz befallen. Der Pilz verbreitet sich über den Boden und kann dort jahrzehntelang überleben. Für Menschen ist der Pilz nicht gefährlich; eine Banane von einer befallenen Staude ist weiterhin zum Verzehr geeignet. Der Pilz schädigt aber die Pflanze schwer und beeinträchtigt so die Ernten. Laut der Welternährungsorganisation sind die beiden Hauptexportländer Kolumbien und Ecuador bisher nicht von der Krankheit betroffen.
Weil der Schimmelpilz sich über den Boden verbreitet, sollten kontaminierte Erde und Teile von kranken Pflanzen keinesfalls transportiert werden, riet die Welternährungsorganisation. Die Bewegungen von Menschen und Fahrzeugen von und zu Plantagen sollten entsprechend kontrolliert werden.
Den Angaben zufolge steht die Banane weltweit auf Platz acht der wichtigsten landwirtschaftlichen Kulturpflanzen. In Entwicklungsländern nimmt sie demnach sogar den vierten Platz ein. SDA