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Fleischverarbeiter im Sandwich

Die Metzger fühlen sich zunehmend ins Sandwich genommen. Schuld daran seien die gestiegenen Preisen bei den Schlachttieren und die in gleicher Höhe verharrenden Preise im Laden.

von Alimenta Import

Der seit 2012 erfolgte Anstieg der Schlachttierpreise besonders bei den Schweinen (+ 30%), aber auch bei den Kühen (+ 9%) führte in letzter Zeit bei den nahezu konstant bleibenden Preisen an der Verkaufsfront bei den Metzgereien zu einer massiven Einengung des finanziellen Spielraumes. Diese Entwicklung sei für die Betriebe nicht mehr länger verkraftbar, schreibt der Schweizer Fleisch Fachverband in seiner Medienmitteilung.

Der Verband verlangt eine Preiserhöhung bei Schweinefleisch um 15% und bei Wurstwaren um 10%. Nur so werde es auch in Zukunft möglich sein, den Konsumenten Fleisch in ausreichenden Mengen anzubieten, die den Anforderungen an das Tierwohl, die Regionalität und die hohe Qualität gerecht zu werden vermögen.
Der SFF schreibt den Anstieg der Rohstoffpreise den anhaltend sinkenden Kuhbeständen, die eine erste negative Auswirkung der Agrarpolitik 2014/17 seien.

Die Metzger kämpfen auf breiter Front. Erst letzte Woche prangerte der SFF den Bundesrat an, der die Menge des privaten Imports von Fleisch erhöhen will. Zudem kämpfen die Metzger gegen die «Vegetarisierung» und «Veganisierung» der Gesellschaft. pd/hps