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US-Joghurthersteller will mit 750 Millionen-Darlehen wachsen

Der US-Joghurthersteller "Chobani" hat sich über eine Private Equity-Firma mit frischem Kapital versorgt. Dies erlaubt ihm international zu expandieren.

von Alimenta Import

In den USA sind “Greek Joghurts” hoch im Kurs. Die Amerikaner haben erst in den letzten Jahren richtig angefangen Joghurt zu essen. Diesen Umstand macht sich die junge Firma “Chobani” zunutze. Mit griechischem Joghurt steigerte die im 2005 gegründete Firma, die vor vier Jahren noch einen Umsatz zwischen 150 und 190 Millionen Dollar machte, auf eine Milliarde im letzten Jahr.

Gründer und Inhaber der Firma ist der Kurde Hamdi Ulukaya. Seine Eltern hatten in der Türkei einen Milchviehbetrieb. In den USA legte der Sohn eine klassische Tellerwäscherkarriere hin. Leztes Jahr wurde er vom Beratungsunternehmen, Ernst & Young zum “World Entrepreneur of the Year 2013” gewählt.

Nicht nur im Heimmarkt USA wächst Chobani. Auch in Australien erzielen die Chobani-Joghurts nach Firmenangaben starke Zuwächse. Dort hat das Unternehmen vor einem Jahr für rund 30 Mio. USD eine Fabrik gebaut, von der aus auch die boomenden Märkte in Asien beliefert werden. Von den USA aus, von den Produktionsstandorten in Idaho und New York will Chobani jetzt den Export nach Lateinamerika antreigben.
Im Stammgeschäft mit Greek-Joghurts sitzt Chobani aber der französische Nahrungsmittelkonzern Danone im Nacken, der seinen Marktanteil in den ersten drei Monaten 2014 schon auf die Höhe von Chobani gesteigert haben soll. Dies gibt Kritikern Auftrieb, die glauben, dass die Firma zu schnell gewachsen sei und die Kapitalspritze dazu diene, den ersten Schritt zum Verkauf der Firma einzuleiten. hps