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Meinrad Pfister ist neuer Präsident von Suisseporcs

An der heutigen Delegiertenversammlung des Schweizerischen Schweinezucht- und Schweineproduzentenverbandes Suisseporcs wurde Meinrad Pfister einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt.

von Alimenta Import

Meinrad Pfister stammt aus dem luzernischen Altishofen, wo er einen Betrieb mit 100 Mutterschweinen und 500 Mastplätzen führt. Neben der Schweineproduktion sind der Anbau von Speisekartoffeln und eine Biogasanlage weitere Standbeine des Betriebs. Der neue Präsident ist in der Branche bestens vernetzt und amtet derzeit noch als Verwaltungsratspräsident der Suisag. Auf die Generalversammlung im Juli hin wird er dieses Amt abgeben und das Präsidium von Suisseporcs übernehmen. Pfister rief die Delegierten dazu auf, gemeinsam zu handeln, um die Branche vorwärts zu bringen. “Die Zeit der Alleingänge ist vorbei”, so Pfister. Er freue sich auf die neue Aufgabe und verspüre eine grosse Motivation, sich für die Schweineproduzenten einzusetzen.

Seit vergangenem Juli hatte Andreas Johner das Präsidentenamt ad interim ausgeführt, nachdem Ulrico Feitknecht zurückgetreten war. Johner trat mit der heutigen Delegiertenversammlung nach 13 Jahren auch aus dem Zentralvorstand von Suisseporcs zurück und wurde von der Versammlung verabschiedet. Neu in den Vorstand gewählt wurde Urs Haslebacher aus Lohnstorf.

Im Anschluss an die statutarischen Geschäfte, die allesamt reibungslos verliefen und in Einstimmigkeit verabschiedet wurden, hielt Luzius Wasescha, Präsident der Interessengemeinschaft Agrarstandort Schweiz (IGAS) und ehemaliger WTO-Botschafter der Schweiz, ein Referat zum Thema Marktöffnung. “Ich bin nicht hier um die Marktöffnung zu predigen, sondern ihnen zu sagen, dass die Öffnung kommt”, sagte Wasescha. Wasescha betonte auch, dass die bisherigen Freihandelsabkommen mit Staaten abgeschlossen wurden, die keine grossen Agrarexporteure seien. Als Beispiele nannte er Japan und China. Allerdings werde sich das nun ändern, wenn sich der Bundesrat daran macht, mit Brasilien zu verhandeln.

Der Landwirtschaft legte er nahe, aktiv zu bleiben und nicht in der Reaktion zu verharren. “Es gibt Entwicklungen, die können sie beeinflussen, wenn sie sich früh genug auf die Socken machen. Sonst müssen sie Lösungen erdulden, die irgendeiner, der mal studiert hat, ausgeheckt hat und sich daran ergeilt, weil er wieder zehn neue Formulare geschaffen hat”, sagte Wasescha. lid