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Nordzucker stellt sich auf harte Zeiten ein

Europas zweitgrösster Zuckerhersteller Nordzucker stimmt die Rübenbauern auf härtere Zeiten ein. Preisdruck und ungeplante Abschreibungen belasten den Zuckerhersteller.

von Alimenta Import

Nach einer zuletzt ungewohnt starken Ertragsphase werfe die Marktliberalisierung mit dem nahenden Ende der EU-Zuckerquote schon ihre Schatten voraus. Lz-online zitierte den Nordzucker-Konzernchef Hartwig Fuchs am Dienstag in Braunschweig bei der Vorlage der Jahresbilanz. “Diese sehr guten Jahre sind vorüber”, liess er erklären. Bis zum Ende der EU-Zuckermarktordnung im Herbst 2017 stehe ein heikler Übergang an. Dann brechen für die Branche in Europa neue Zeiten an, weil bisher preisstützende Angebotsregulierungen enden.

“Die Einflüsse des volatilen Weltmarkts beeinflussen schon jetzt deutlich stärker den EU-Zuckermarkt”, sagte Fuchs. Im Geschäftsjahr 2013/14 (28. Februar) brach Nordzuckers Überschuss um 43 Prozent auf 209 Mio.Euro ein. Preisdruck und ungeplante Abschreibungen auf Geschäftsaussichten in Nordeuropa sind die wesentlichen Gründe. Fuchs sprach beim Gewinn aber von einem weiterhin “sehr guten Niveau”. pd/hps