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Emmi sieht neue Milchfettprobleme

Die im Frühsommer ungewöhnlich hohen eingelieferten Milchmengen führen laut Emmi zu neuen Problemen beim Milchfettabsatz.

von Alimenta Import

Hohe Mengen Einschränkungsmilch aus den Emmentaler-Käsereien, aber auch günstiges Wetter und tiefe Futterkosten führten schon im April zu 7,5 Prozent höheren Einlieferungen, für Mai und Juni werden ebenfalls höhere Mengen erwartet.
Emmi sieht deshalb neue Finanzierungsprobleme voraus. Die neue Firma LactoFama in der Hand der Milchproduzenten habe zwar in der milchreichsten Zeit einen Preisdruck verhindert, wird Emmi-Sprecherin Sibylle Umiker im Schweizer Bauer zitiert. Für zusätzliches Milchfett fehlten nun aber die Absatzmöglichkeiten. Die Branche werde sich deshalb weiterhin mit der Finanzierung der entstehenden Butterlager befassen müssen.
Bei Cremo sieht man es weniger dramatisch. Es sei zwar generell etwas zu viel Milch auf dem Markt, wird Cremo-Generalsekretär Michel Pellaux zitiert. Die Lage sei aber nicht besorgniserregend. Im letzten Sommer sei nach Sömmerungsbeginn auch noch viel Milch geliefert worden, die Menge sei dan aber zurückgegangen.