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Weltweite Lebensmittelnachfrage steigt langsamer an

Die Welternährungsorganisation FAO und die OECD prognostizieren, dass die Nachfrage nach Agrarprodukten in den kommenden Jahren hochbleibt, aber langsamer wächst als bisher.

von Alimenta Import

Die Nachfrage nach Agrarerzeugnissen wird im kommenden Jahrzehnt aufgrund von weltweitem Bevölkerungswachstum und veränderten Essgewohnheiten weiter ansteigen, wie die OECD in einer Medienmitteilung schreibt. Dabei werde die Ernährung neben dem Hauptnahrungsmittel Getreide aufgrund höherer Einkommen und Verstädterung reicher an Eiweissen, Fetten und Zucker. Die steigende Nahrungsmittelnachfrage wird dabei gemäss Landwirtschaftsausblick zu drei Vierteln von Asien und Lateinamerika befriedigt werden.

Am schnellsten werden gemäss Aussichten die Ölsaaten mit 26 Prozent wachsen. Dies aufgrund der hohen Nachfrage nach Biokraftstoffen und Futtermitteln. Das Produktionswachstum wird für Getreide auf 15 Prozent, für Weizen auf 12 und für Reis auf 14 Prozent geschätzt. Die Zuckerproduktion soll bis 2023 um 20 Prozent zulegen, dies vor allem in Entwicklungsländern.

Der aktuelle Preisrückgang von Nahrungs- und Futtermitteln werde noch ungefähr zwei Jahre anhalten, bis sich die Agrarpreise nach einer Phase mit ungewöhnlich hohen Preisen auf einem etwas höheren Niveau als vor 2008 einpendeln werden, so die Mitteilung der OECD. lid