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Neuseeland und der Milchpreiszerfall

Die jüngste Auktion des neuseeländischen Molkereikonzerns Fonterra auf der Handelsplattform GlobalDairyTrade ist «schwach» verlaufen. Die Preise sind weiter gefallen.

von Alimenta Import

Die Australia and New Zealand Banking Group (ANZ) sieht das Problem im hohen Neuseeländischen Dollar (NZD), der zunehmend ein Risiko für die Wirtschaft des Landes darstelle. Wegen der starken inländischen Währung habe auch der von Fonterra für 2015 in Aussicht gestellte Milchauszahlungspreis von 7 NZD (4,52 Euro)/kg ein schnelles Verfallsdatum.

Die Bank gab kürzlich in ihrer Prognose einen Auszahlungspreis von 6,25 NZD (Franken 4.90)/kg und selbst da sehe es nach weiter fallenden Preisen aus, betonte die Bank in einer Mitteilung.
Viel hänge jetzt davon ab, was mit dem US-Dollar passiere. Mit Blick auf die neuseeländische Währung deute viel auf einen Spotpreis für Milch unterhalb der Marke von 6 NZD (Franken 4.50)/kg hin. In die gleiche Kerbe schlagen auch andere Banken. International betrachtet lasten ihrer Meinung nach einige Faktoren schwer auf den Milchpreisen. Besonders hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang die sich verlangsamende chinesische Wirtschaft mit einer schwächeren Nachfrage, während gleichzeitig das Angebot an Milch grösser geworden sei. Die Milchwirtschaft ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in Neuseeland und zeichnet für mehr als ein Drittel der Exportgüter verantwortlich. Die schwachen Milchpreise wirken sich folglich stark auf die Wirtschaft des Landes aus, berichtet Dow Jones News. pd/hps