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Schweizer Armee setzt auf Schweizer Lebensmittel

Schweizer Soldaten werden ab dem nächsten Jahr mit Schweizer Kost verpflegt. Die Armee hat zu diesem Zweck den Verpflegungskredit um 1,5 Millionen Franken oder 25 Rappen pro Person und Tag erhöht.

von Alimenta Import

Die Schweizer Armee setzt ab 2015 bei ihren jährlich rund 13 Millionen Mahlzeiten grundsätzlich auf Schweizer Produkte. Künftig soll Fleisch mit dem Label “Suisse Garantie” und Geflügel mit der Bezeichnung “Schweizer Geflügel” auf die Teller der Soldaten kommen, wie das Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS mitteilt. Brot, Eier, Käse, und weitere Milchprodukte werden ausschliesslich schweizerischer Herkunft sein, bei Fisch werden lediglich Produkte mit den Gütezeichen “MSC” (Marine Stewardship-Council) und “ASC” (Aquaculture Stewardship-Council) berücksichtigt.
Bereits heute seien rund zwei Drittel der in der Armee verwendeten Lebensmittel schweizerischer Herkunft. Mit der grundsätzlichen Umstellung auf Schweizer Produkte ist die Armee bereit, ihren Verpflegungskredit von bisher rund 63 Millionen Franken pro Jahr um 1.5 Millionen Franken aufzustocken. Pro Person und Tag stehen ab 2015 für die fünf Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten neu 8.75 statt wie bisher 8.50 Franken zur Verfügung.
Auslöser der grundsätzlichen Umstellung auf Schweizer Lebensmittel war die Tatsache, dass 2013 ein Teil des im Truppenhaushalt verwendeten Geflügelfleisches aus Ungarn stammte. In Ungarn entsprechen die Tierschutzverordnungen nicht den in der Schweiz gesetzlich vorgeschriebenen Standards. In der Folge analysierte die Armee zusammen mit dem Schweizer Tierschutz STS, dem Schweizer Bauernverband, der Proviande sowie dem Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verband mögliche Lösungen für die Armeeverpflegung.