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Natamycin wird wieder zum Thema

Das Konsumentenmagazin Espresso vom Schweizer Radio machte eine Umfrage, bei welchen Detailhändlern Natamycin-behandelte Käse in den Regalen liegen. Fast in jedem Grossverteiler - so das Resultat.

von Alimenta Import

Besonders Käsespezialitäten aus Südeuropa seien stark mit dem Antibiotika Natamycin oder E235 behandelt. Besonders in Produkten auf der iberischen Halbinsel, wie das Konsumentenmagazin Espresso mitteilte. In der Sendung rät Kantons-Chemiker Rolf Etter, die Käserinde grosszügig abzuschneiden. Doch nicht nur. Betroffenen seien auch Sorten aus Holland, Italien, Frankreich und zunehmend auch aus Deutschland. Bei einer Kontrolle in Deutschland hatten kürzlich fast die Hälfte von 85 Käseproben Natamycin in der Rinde.

Manuela Sonderegger von Switzerland Cheese Marketing (SCM) wies auf den Branchenkodex, auf welchen sich Schweizer Käser schon lange geeinigt hätten, freiwillig auf Zusatzstoffe wie beispielsweise Natamycin zu verzichten.

Kaspar Engeli von den Käseimporteuren meinte in der Sendung, dass das Antibiotikum Natamycin eine Realität darstelle und ein übliches Verfahren sei, das sowohl in der EU wie auch in der Schweiz zugelassen sei. hps

Mit Natamycin behandelte Käsesorten:*
Migros
• «Zamorano El Pastor Oro» aus Spanien
• «Camerano demi affiné» aus Spanien
• «Idiazabal (fumé) Lana» aus Spanien
• «San Simon da Costa Prestes fumé» aus Spanien
• Schafmilchkäse «Torta del Casar Dona engracia» aus Spanien
Coop
• «Montasio» aus Italien
• «Pyrénées nature» aus Frankreich
• Schafmilchkäse «Brebiou Tradition Etorki» aus Frankreich
Denner
• «Gouda» aus Holland
• «Edamer» aus Holland
• «Queijo Flamengokäse» aus Spanien
Aldi
• «Gouda» aus Holland
Lidl
• «Gouda» aus Holland
• «Asiago» aus Italien

Zum Bericht auf Radio DRS