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Wissenschaftskommission fordert strengere Deklaration auf Importfleisch

Die Wissenschaftskommission des Nationalrates (WBK-N) fordert, dass importiertes Fleisch, das nicht den Schweizer Tierschutzstandards entspricht, auf der Etikette deklariert werden muss. Der Bundesrat lehnt dies ab.

von Alimenta Import

Mit 17 zu 6 Stimmen bei zwei Enthaltungen stimmte die WBK-N der Initiative von Pierre Rusconi (SVP/TI) zu, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt. Sie verlangt, dass alle importierten Fleischprodukte für den menschlichen Konsum mit der Aufschrift “aus Haltungsform, Jagd oder Schlachtung, die nicht Schweizer Recht entsprechen” gekennzeichnet werden muss. Dies würde auch für den Offenverkauf oder Speisekarten gelten.

Stimmt die Schwesterkommission im Ständerat dieser Forderung zu, kann die Nationalratskommission einen Gesetzesentwurf ausarbeiten, der dann dem Parlament vorgelegt wird.

Der Bundesrat lehnt die geforderte Deklarationspflicht ab, da sie unverhältnismässig sei und nicht mit dem WTO-TBT-Abkommen und den EU-Agrarabkommen vereinbar sei. Ausserdem brächte eine solche Beschriftung einen exzessiven administrativen Zeitaufwand mit sich und verunsichere die Konsumenten.

Zurzeit ist auch eine Volksinitiative der Grünen “für nachhaltig produzierte Lebensmittel” hängig, die für importierte Nahrungsmittel Schweizer Standards verlangt. lid