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Centravo baut Schlacht-Nebenprodukt-Werk

Am 14. Juli 2015 ist im Industriegebiet Oensingen mit dem Spatenstich der Bau des Lebensmittelbetriebs der Swiss Nutrivalor AG (ein Unternehmen der Centravo Holding) begonnen worden. Im hochmodernen Betrieb werden dereinst Schlacht- und Zerlegereiprodukte für den Export aufbereitet.

von Foodaktuell Importer

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Spatenstich der Swiss Nutrivalor in Oensingen im Industriegebiet Holinden

 

Mit dieser Investition leistet die Swiss Nutrivalor nicht nur einen sinnvollen Beitrag zur Verwertung von lebensmittelfähigen Schlachtprodukten “from nose to tail”, sondern führt als Wertschöpfung die bislang im Ausland durchgeführte Exportaufbereitung in die Schweiz zurück. Es sind Produkte, die nicht den Schweizer Konsumgewohnheiten entsprechen, aber dennoch wertvolle Lebensmittel sind wie Innereien, Schweinepfoten, Knochen, Fette. Zielländer für sind in erster Linie Osteuropa, Asien und Afrika.

Das Projekt des Lebensmittelbetriebs in Oensingen durchlebte eine mehrjährige Entwicklungszeit, wobei die geplanten betrieblichen Abläufe immer wieder an geänderte Zertifizierungsauflagen der Zielländer angepasst werden mussten. Zuletzt gab es noch eine administrative Verzögerung wegen der Koppelung mit einem weiteren Bauprojekt der Centravo Holding. Und last but not least wegen nötiger Neukalkulationen aufgrund des Wechselkurssprungs des Schweizerfranken. Das nun sich realisierende Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von rund 20 Mio. Franken. Nach der Fertigstellung (gegen Ende 2016) werden ca. 36 Personen im neuen Betrieb beschäftigt sein.

Die Swiss Nutrivalor erfüllt eine wichtige Aufgabe für die Nachhaltigkeit der Schweizer Fleischwirtschaft.
Um der Gefahr einer Verschwendung entgegenzuwirken, übernimmt die Swiss Nutrivalor AG von der Schweizer Fleischwirtschaft jene Schlacht- und Zerlegereiprodukte, die durchaus lebensmittelfähig sind, wie z.B. Innereien, Schweinepfoten, Knochen, Fett etc., welche aber bei Schweizer KonsumentInnen kaum Anklang noch Absatz finden.

Es ist in vielerlei Hinsicht störend, wenn wertvolle Lebensmittel deklassiert oder gar entsorgt werden müssen. Das aber kann dann geschehen, wenn einseitige Konsumgewohnheiten sich vorwiegend auf die edlen Fleischstücke konzentrieren – wie das heutzutage in der Schweiz generell der Fall ist.

 


Blick auf das künftige Werksgelände gegen Niederbipp

 

In der Swiss Nutrivalor werden die lebensmittelfähigen Produkte aufbereitet, zu handelsüblichen Gebinden tiefgefroren, zwischengelagert und dann international vermarktet. Und zwar in jene Länder, in denen diese Produkte der Schweizer Tierhaltung und Schlachtung den lokalen Konsumgewohnheiten entsprechen, also hauptsächlich in Osteuropa, Asien und Afrika. Um diesen Prozess gesichert, in hoher Qualität und konzentriert in eigener Regie durchführen zu können, wird die Swiss Nutrivalor in der Industriezone von Oensingen eine eigene moderne Anlage bauen und betreiben.

Centravo Holding über sich selbst

Die CENTRAVO Holding umfasst im Bereich der Lebensmittel und Schlacht(neben)produkte insgesamt zehn Unternehmen, von der Margarineherstellung bis hin zur Herstellung von Biotreibstoff. Angestrebt wird eine möglichst vollständige und hochstehende Verwertung nach dem Prinzip “Food/Pharma – Feed – Energy”: vorrangig als Lebensmittel bzw. als pharmazeutische Produkte, dann als Tierfutter und ganz am Schluss zur Energiegewinnung.
www.centravo.ch (Text: Centravo, Bilder: Arthur Rossetti)