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Erfolgreiche Gourmesse 2015

An der Zürcher Gourmesse 2015 Mitte Oktober zeigten Delikatessenhändler, gewerbliche und Hofprodukt-Hersteller ihre Spezialitäten. Viele neue Aussteller und eine Fachtagung boten Spannendes und Überraschungen.

von Alimenta Import

Peter Speck, Inhaber der gleichnamigen Zuger Confiserie, demonstrierte seinen Kirschtortenautomat, der den Biscuitboden auf Knopfdruck gleichmässig mit rund 30% Kirschsirup tränkt.

Guido Böhler. Zum 21. Mal fand in Zürich Mitte Oktober die jähliche Gourmesse statt. Sie lockte 11250 Besucher ins Kongresshaus, 4 Prozent mehr als im Vorjahr. In den etwas engen, aber heimeligen Hallen boten 190 Aussteller ihre Delikatessen feil, zwei Fünftel davon waren neue Aussteller. An zahlreichen Marktständen waren die Hersteller persönlich anwesend und beantworteten Fragen.
Die Veranstalterin Edition Salz&Pfeffer zieht eine gute Bilanz: «Die Abverkäufe waren beim Grossteil der Aussteller überdurchschnittlich gut, speziell bei solchen mit Fleisch, Wurst, Fisch und Spezialitäten», sagt Messedirektor Stefan Schramm. «Sie konnten gute Kontakte knüpfen. Die Qualität der Besucher war konstant hoch mit auffallend vielen jungen Geniessern».

In Zürich, wo das Publikum bei Globus, Jelmoli, Marinello, in der Viadukt-Markthalle und weiteren spezialisierten Gourmettempeln ganzjährig einkaufen kann, ist der Erfolg einer Gourmetmesse, die Eintritt kostet, nicht selbstverständlich. Ihr Konzept «kompakt, marktgerecht, stimmungsvoll» bewährte sich. Seit Jahren ein konstanter Wert sind Schweizer Regionalprodukte, Hofprodukte von Bauern, italienische Spezialitäten und die Olivenöl-Bar der Zürcher Hochschule ZHAW mit Extra vergine-Produkten aus vielen Produktionsländern, begleitet von Fragebögen für den Olio-Wettbewerb.

Nach der Käsefachtagung im 2014 gab es dieses Jahr drei Themen an der Fachtagung im Kontext der Nachhaltigkeit mit anschliessenden Experten-Diskussionsrunden, moderiert vom Sensoriker Patrick Zbinden: Mit 86 Zuhörern war das Thema Food Waste am besten besucht, 63 Personen verzeichnete das Thema «Vegan, Rohkost, Steinzeitdiät» und 49 das «Comeback der Innereien». «Vegan» war auch Thema einer Sonderschau. 13 Aussteller demonstrierten, «wie trendig vegane Produkte sind».

Das Fazit von Zbinden: «Das Thema Nachhaltigkeit etabliert sich immer stärker als Takt- und Impulsgeber im Bereich der Kulinarik. Egal ob man den gesundheitlichen Zusatznutzen, ökologische oder ethische Aspekte beim Kochen berücksichtigt: für die Kreativität im Umgang mit Lebensmittel haben solche Aspekte einen immer grösseren Einfluss. Was zu begrüssen ist, da dabei auch der Genuss nicht auf der Strecke bleibt: unter anderem sorgt nachhaltiges Kochen auch für neue sensorische Erlebnisse, bei denen alle Sinne angesprochen werden». pd/gb
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