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Detailhandel: Umsatzrückgang von über 2 Milliarden Franken

Der Schweizer Detailhandel hat im letzten Jahr über 2 Milliarden Franken weniger umgesetzt – wegen der Aufhebung des Euro-Mindestkurses. Es handelt sich um den grössten Umsatzrückgang seit mindestens 1980.

von LID

Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar 2015 hat die Geschäfte des Schweizer Detailhandels stark beeinflusst. Die Umsätze sind um 2,3 Prozent bzw. über 2 Milliarden Franken gesunken, hat das Forschungsinstitut BakBasel berechnet. Es handelt sich um den grössten Umsatzrückgang seit mindestens 1980 (ältere Daten sind als Vergleichsmassstab nicht verfügbar). BakBasel spricht denn auch von einem „historischen Umsatzrückgang“.

Wegen der Frankenaufwertung habe die Nachfrage abgenommen, die Schweizer Detailhändler hätten mit Preissenkungen reagiert. Wechselkursvorteile beim Wareneinkauf hätten ihnen einen gewissen Spielraum verschafft. Aktuell seien die Preise im Schweizer Detailhandel in etwa auf dem Niveau von 1990.
Für das laufende Jahr rechnet BakBasel mit einem weiteren Minus bei den nominalen Umsätzen (-0,4% p.a.).